Hitler – sein erstes Buch
Der übersehene Vorläufer von „Mein Kampf“

Autor: Thomas Weber
ISBN: 978-3-95723-149-9
Erscheint im: Januar 2019
Umfang: ca. 256 Seiten, 12,5 x 20,5 cm, Hardcover
Preis: 19,95 €

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Bereits vor „Mein Kampf“ verfasste Hitler eine Autobiographie, die er aber unter anderem Namen veröffentlichen ließ, weil er sich Mitte 1923 noch nicht selbst zum „Führer“ stilisieren wollte. Das Buch mit diesen autobiographischen Skizzen, „Hitler – Sein Leben, seine Reden“, erreichte eine Auflage von 70.000 Exemplaren. Thomas Weber stellt es vor und kommentiert seine Entstehung.

Herausgeber Thomas Weber ist Geschichtsprofessor an der Universität Aberdeen in Schottland (gegründet 1495). Er gehört zu den wenigen Historikern, die außergewöhnliche Fährten aufnehmen, die andere gar nicht wahrnehmen. Weber ist Chair in History and International Affairs und zugleich Direktor des Centre for Global Security and Governance der University of Aberdeen. Er hat an der Hitler-Biographie von Ian Kershaw mitgearbeitet.

Damals, vor dem Hitler-Putsch, hätte Hitler solch ein selbstverherrlichendes Porträt nicht unter seinem Namen herausgeben können. Der pensionierte General Erich Ludendorff brachte Hitler mit Adolf-Viktor von Koerber zusammen, blond, blaublütig und schriftstellerisch veranlagt. Er traf Hitler überhaupt nur zwei Mal. Eine echte win-win-Situation: von Koerber erhält das Manuskript, Hitler wird noch bekannter.

In diesem Buch sind außerdem sieben Reden Hitlers abgedruckt – als  Nachdruck von 1923, aber neu und besser lesbar gesetzt. Diese Reden überarbeitete Hitler für dieses Buch fast vollständig. Keinen anderer hätte er an seine Texte gelassen. Eine dieser sieben Reden seziert Thomas Weber. Zwei Drittel davon sind für die Fassung von Hitlers Buch von 1923 geändert – im Vergleich zum Original im Völkischen Beobachter, das als Faksimile abgedruckt ist.

Der autobiographische Teil von „Hitler – Sein Leben, seine Reden“ entspricht dem ersten Teil von Mein Kampf. Es liest sich wie ein Entwurf mit gleichen Gedanken und ähnlichen Formulierungen. Der zweite Teil entspricht dem zweiten Band von Mein Kampf, in dem es um Hitlers politische Perspektive geht,

Weber fand bisher unberührte Unterlagen über Hitlers erste Autobiographie im Archiv der University of the Witwatersrand in Johannesburg in Südafrika. Hintergrund ist, dass Adolf-Viktor von Koerber, der angebliche Autor der ersten Autobiographie Hitlers, seinen Lebensabend in Johannesburg verbrachte. Er hatte mit den Nazis gebrochen, warnte die Briten 1938 vor dem bevorstehenden Krieg, kam nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 ins KZ Sachsenhausen und ging in den 1960er-Jahren nach Südafrika.

Es gibt mehrere stichhaltige Belege, dass Adolf Hitler der eigentliche Schöpfer dieses biografischen Textes ist. Sie sind in Webers Buch dokumentiert. Ein Beispiel: Die Witwe des damaligen Verlegers, Else Boepple, bestätigte Hitlers Autorenschaft 1955 in einer Eidesstattlichen Erklärung.

Medien über den Fund von Thomas Weber:

„Hitler penned the work himself“ Diana Kraft, New York Times – „Plausibel, aufschlussreich.“ Charles S. Maier, Havard – „Ein Puzzleteil, wann Hitler anfing, sich als Führer zu sehen“ Tina Kaiser, WELT.

„Eine Biographie über Hitler, angeblich von Adolf-Viktor von Koerber geschrieben, einem Kriegshelden, wurde 1923 veröffentlicht. Das Buch verglich Hitler mit Jesus und erklärte ihn zum Protagonisten der deutschen Auferstehung. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass Hitler das Buch selbst verfasst hat, was seine Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstdarstellung demonstriert, die im Führer-Kult der 1930er Jahre gipfeln sollten.“ Robert Jan van Pelt

Robert Jan van Pelt  über ‘Becoming Hitler’: „In his brilliant Becoming Hitler, Thomas Weber offers an original, well-documented, and enthralling account of the how and why of Hitler’s rapid metamorphosis from zero to self-defined hero in the where of 1919 Munich-a city ripped apart by a short civil war and its vengeful aftermath. Weber’s book makes us rethink everything we thought we knew about the emergence of Hitler as a political leader.

Hitler – Sein erstes Buch – Leseproben

Eidesstattliche Erlärung von Else Boepple, 1955

Download Cover 300 dpi

 

Armin Fuhrer, FOCUS

„Das Buch mit dem angeblichen Autor von Koerber fand in völkischen Kreisen große Beachtung.“

https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/dreiste-selbst-promotion-in-seiner-geheimen-autobiographie-verglich-sich-hitler-mit-jesus_id_6043397.html

 

Tina Kaiser, WELT

„Die Entdeckung Webers ist ein weiteres Puzzleteil in der Historiker-Frage, wann Hitler angefangen hatte, sich als Führer zu sehen … Webers Fund spricht dafür, dass Hitler sich schon 1923 als den Auserwählten des deutschen Volkes ansah.“

https://www.welt.de/geschichte/article158639111/Wer-hat-Hitlers-erste-Biographie-geschrieben.html

 

Dina Kraft New York Times

„However, new research says Hitler penned the work himself … Sven Felix Kellerhoff, author of a recent book on “Mein Kampf” and a senior editor at the German newspaper Die Welt, welcomed Professor Weber’s findings … I’m convinced from the presented sources that Hitler himself wrote this short text or gave at least the basic information to an editor,” Mr. Kellerhoff wrote in an email. “This is important because it shows that Hitler thought about himself as the ‘German savior’ as early as 1923. So I think this is a small but important advance in researching Hitler’s biography.”