Man kennt die Szenen aus den Nachrichten: Menschen rennen in Panik. Etwas explodiert. Jemand schreit. Man sieht Familien in der U-Bahnstation oder im Bunker kauern. Doch was passiert in den Stunden davor? Woher weiß man, wo man hinrennen muss? Und wann? Ich habe diese Situation oft erlebt und werde viel zu den Details gefragt, daher versuche ich es mal zu erklären.

Bevor man in Kriegs- und Krisengebiete reist, gibt es je nach Land unterschiedliche Möglichkeiten sich zu informieren. Angefangen von Zeitungsartikeln, über Social Media, wenn man Glück hat persönliche Kontakte. In der Ukraine sind es oft auch Telegram-Chatgruppen. Jede Stadt hat mehrere, jeder kleine Ort und jede Organisation einen. Die Nachrichtenabfolge ist teilweise gewöhnungsbedürftig, da diese Chats schon vor dem Krieg als allgemeine Informationsquelle genutzt werden und es sich jetzt etwas mischt. „Achtung Raketenangriff“ gefolgt von „Und 30% Rabatt auf Pizza bei La Gino!“ und „Morgen fährt die U-Bahn nur im 15 Minuten Takt“.
Das US-Außenministerium bietet ebenfalls oft Gefahreneinschätzungen und genauere Warnungen per Email an. Der deutsche Auswärtige Amt war in meinem Leben bisher leider keine Hilfe. Meist gibt es sehr späte und sehr allgemeine Warnungen wie „da gibts einen Krieg“. Und genau das ist das Problem: Es gibt einen Krieg – aber was heisst das nun für mich persönlich? Auch Hinweise wie „vorsichtig sein“ und „Luftalarm beachten“ klingt, wie wenn die Eltern sagen „Bei rot an der Ampel stehen bleiben“. Es ist irgendwie klar – aber es hilft nicht weiter.
Im Laufe der Zeit verändert sich die Lage. Man muss sein Verhalten anpassen, man darf aber auch nicht paranoid werden. Ein typischer Ablauf ist: Man hat ein Ziel, muss den Weg und die Unterkunft dort planen. Fährt man Zug? Das ist bequem, in der Ukraine zuverlässig und günstig. Aber die Züge werden immer wieder gezielt von Russen angegriffen. Der Zug ist gut zu sehen, fährt mit einer voraussehbaren Geschwindigkeit. Er gibt es gutes Ziel ab. Also besser ins Auto? Das heißt von Berlin aus rund sechzehn Stunden reine Fahrzeit plus zwei bis drei Stunden an der Grenze. Also eher zwei Tage fahren. Und das heißt wiederum: Einen Zwischenstopp einlegen, den man auch wieder planen muss. Im Auto können einen Angriffe aber genau so treffen, wenn Raketen oder Drohnen in der Nähe einschlagen. Je nach Route ist das aber unwahrscheinlich. Aber auch nicht unmöglich. Wie wägt man dieses Risiko nun ab? Es gibt keine „richtige“ Lösung. Es ist Risikoabwägung.
Die Unterkunft

Früher sind wir in die großen Hotels gegangen. Diese haben meist Notstrom, Wassertanks und immer etwas zu Essen vorrätig und einen „Bunker“. Einen wirklichen Bunker haben die Hotels und andere Gebäude eigentlich nie. Sie haben eine Tiefgarage, einen stabilen Keller oder ähnliches. Darin ist es relativ sicher – außer man wird verschüttet. Allerdings werden sie in der Ukraine immer häufiger gezielt angegriffen. Die Hotels, in denen ich mal wohnte, und die es nicht mehr gibt, oder nur noch Teilweise, ist lang: Kharkiv Palace, Saphire Kramatorsk, Druschba Pokrovsk, Bristol Odesa und einige mehr.
Also in eine Ferienwohnung oder ein AirBnB? Hier muss man sich um alles selber kümmern. Man ist oft von den kriegsbedingten Strom-, Wasser-, und Heizungsausfällen betroffen. Und man hat keinen „Bunker“. Kriegsunterkunft für Fortgeschrittene sozusagen. Aber warum wohnt man nicht einfach in einem Bunker und geht nur mit schußsicherer Weste und Helm raus, wenn es die Lage erfordert?
Der friedliche Alltag im Krieg

Krieg ist nicht, wie im Actionfilm. Die Amerikaner nennen es „War is boring – until it’s not“ („Krieg ist langweilig – bis er es nicht mehr ist“). Im Alltag sehen Großstädte wie Lviv, Kyiv oder Odesa ganz normal aus. Kriegsschäden muss man gezielt suchen. Sie werden auch schnell wieder behoben. Selbst eine zerstörte Autobahnbrücke vor Kyiv war in Tagen durch eine improvisierte Flussdurchfahrt ersetzt, in Wochen durch eine Behelfsbrücke und in wenigen Monaten durch eine neue Brücke.
Die Menschen gehen zur Arbeit, feiern, in Bars. Galerien und Straßencafés haben auf. Die allermeisten Menschen haben keine schußsichere Weste oder einen Helm. Wenn Russland sich nun entscheiden würde Deutschland anzugreifen: Hättest du all das und Zugang zu einem Bunker? Vermutlich nicht. In der Ukraine ist es nicht anders. Warum also paranoid werden und nicht 99% der Zeit das Leben genießen?
Angriff ist nicht gleich Angriff

Marschflugkörper
Auch beim „Luftangriff“ oder „Alarm“ gibt es große Unterschiede: Was greift einen von wo an? In wenigen Wochen haben das alle Ukrainer gelernt. Es gibt die öffentlichen Sirenen, dann gibt es eine (funktionierende!) Warn-App und die bewährten Telegram-Gruppen für Details. Wie detailliert dieses Warnsystem ist, ist fast bizarr. So liest man zum Beispiel im Telegram-Chat „Es gibt Bewegung auf der russischen Engels-2 Airbase. Es sieht aus, als werden Bomber beladen. Das heißt, dass es heute Abend Angriffe gibt“. Gefolgt von „Die Bomber sind beladen und starten. Wenn das Ziel Kyiv ist erwarten wir die Einschläge in ca. fünf Stunden“. Später dann „Die Bomber sind am Punkt an dem sie ihre Marschflugkörper starten. Einschlag in zwei Stunden“. Die Marschflugkörper sehen aus wie Raketen mit kleinen Flügeln und haben Jet-Triebwerke. Sie fliegen wie ein Flugzeug durch die Luft. Eine Stunde später dann der Alarm und in den Chats Details zur Flugrichtung. Sollte so eine Rakete ein Hochhaus treffen, kann das gesamte Hochhaus zerstört werden. Bei den Angriffen kommen oft wenige Dutzend dieser Marschflugkörper.
Wenn man gerade im Restaurant sitzt, bestellt man also noch einen Nachtisch, isst den in Ruhe und bezahlt entspannt. Dann diskutiert man, welchen „Bunker“ man aufsucht und geht dort hin. Meist sind es sehr tiefe Metro (U-Bahn) Stationen oder tiefe Parkhäuser. Viele der alten Metro-Stationen wurden als Bunker für einen möglichen dritten Weltkrieg angelegt und liegen 20-30 Meter unter der Oberfläche. Als Bahnhöfe verfügen sie über mehrere Ausgänge zu verschiedenen Seiten. Die Gefahr verschüttet zu werden geht gegen Null.

Shahed Drohnen
Aber es gibt andere Angriffe, zum Beispiel durch die im Iran entwickelten Shahed 136 Drohnen bzw den russischen Lizenznachbau „Geran-2“. Diese haben bis zu 1.000km Reichweite und fliegen mit knapp 200 km/h. Die dreieckigen Drohnen haben knapp vier Meter Spannweite und einen Verbrennermotor mit Propeller. Früher flogen sie nur wenige hundert Meter hoch und wurden einfach mit Maschinengewehren abgeschossen. Heute fliegen sie höher und man braucht größere Flugabwehr-Kanonen.
Man hat also ab dem Start mehrere Stunden Vorwarnzeit. Viele werden abgeschossen. Wenn eine solche Drohne ein Hochhaus trifft ist meist eine Wohnung zerstört – bei Plattenbauten können aber mehrere Etagen einstürzen. Es mag makaber klingen, aber: Die Chance davon getroffen zu werden, ist gering. Und genau so rechnen die meisten Menschen vor Ort. Warum schießt man die Drohnen nicht einfach mit modernen Raketen ab? Die Drohne kostet zwischen 20.000 und 50.000 Euro, eine Rakete mehrere Millionen. Bei den Angriffen kommen oft 300-500 Drohnen auf einmal – so viele Raketen hätte die Ukraine nichtmal. Die großen MGs sind günstiger.
In der Praxis finden die Angriffe oft nachts statt, weil man die Drohnen dann schlechter sieht. Wenn es warm genug ist, schläft man einfach mit offenem Fenster. Wenn die russischen Drohnen die Stadtgrenze von Kyiv erreichen und die Flugabwehr loslegt, wird man davon geweckt. Man hat dann meist noch genug Zeit sich anzuziehen und in Sicherheit zu rennen.
Ballistische Raketen
Das gefährlichste sind jedoch ballistische Raketen. Diese starten gerade in den Himmel, als wollten sie ins All. Und genau das tun sie oft. In wenigen Minuten erreichen Sie den Weltraum und „fallen“ dann an einer anderen Stelle auf die Erde zurück. Die schnellsten fliegen rund 20.000km/h schnell und mehrere hundert Kilometer hoch. Da sie ihre gesamte Energie zu Beginn des Fluges erhalten und dann nur noch diese Energie nutzen, kann man ihr Ziel relativ schnell berechnen. Sie fliegen einen gut berechenbaren Bogen.
Modernere Raketen fliegen teilweise flacher oder können lenken – die meisten sind jedoch weiterhin relativ einfach. Derzeit verwendet Russland oft die Zirkon oder S-400 Rakete. Diese Raketen sind knapp 10 Meter lang und tragen mehrere hundert Kilo Sprengstoff. Die Reichweite beträgt je nach Rakete 300-1.000km. Sie können, ähnlich wie die Marschflugkörper, ein ganzes Hochhaus zerstören. Das Problem ist aber die Vorwarnzeit. Die S-400 Rakete fliegt auf Kyiv etwas mehr als zwei Minuten. In der Zeit müssen die Ukrainer den Start erkennen, die Flugbahn berechnen und die Alarmkette auslösen. Somit ist die Vorwarnzeit am Boden in Kyiv gut eine Minute.
Luftalarm in der Praxis

Früher hat man also entspannt auf das Handy geguckt, wenn Alarm ausgelöst wurde. Man hat überlegt, wie relevant der Alarm für einen ist und was man nun machen möchte. Wenn Shahed Drohnen über die Grenze kamen, haben wir uns durchaus noch schnell geduscht, einen Kaffee getrunken und sind dann in den „Bunker“ gegangen. Bei den ballistischen Raketen ist es anders.
Die Vorbereitung
Eine Minute Vorwarnzeit, nachts, wenn man schläft, ist gar nichts. Also muss man gut vorbereitet sein. Und meinem Fall heisst das: Vorher den Weg ablaufen: Wo genau ist die Metro, wo ist der Eingang, wo geht es zum Gleis? In der Ukraine hat man teilweise mehrere Ebenen, Geschäfte und Übergänge zu anderen Gebäuden. Gibt es ein historisches Schlagloch auf dem Bürgersteig, welches seit Jahrzehnten die Beine der Jogger bricht? Das sollte man kennen.
Früh ins Bett gehen. Es kann sein, dass man mehrere Stunden nicht schläft oder mehrmals geweckt wird. Plant man die Nacht mit acht Stunden, können da schnell drei draus werden. Am Eingang zur Wohnung steht der Rucksack. Darin: Eine Sitzunterlage für den kalten Boden. Eine Flasche Wasser, etwas zu essen, einen Pullover, Powerbank, Ladekabel und Kopfhörer. Ein Satelliten-Messenger, falls jegliche Kommunikation ausfällt sowie meinen Laptop. Und natürlich ein Erste-Hilfe-Set. Alles, was ich auf keinen Fall verlieren möchte. Pass, Handy und Bargeld habe ich immer direkt am Körper. Ist also auch dabei.
Es gibt die „Zwei-Wände-Regel“ für relative Sicherheit: Zwischen der Aussenwelt und deinem Körper sollten zwei stabile Wände sein – also Beton oder Stein, kein Rigips. So ist man vor Trümmern und Splittern sicher, wenn ein anderes Gebäude getroffen wird. Glasscherben sind nachts die größte Gefahr, wenn man die Druckwelle abbekommt. Oft erfüllt das Badezimmer diese Kriterien. Oft hat es keine Fenster. Also sind Schuhe und Kleidung dort. Dann legt man sich schlafen. Das Fenster gekippt, das Handy an. So hört man die Alarm-App und die Sirenen draussen. Am Bett auch eine Taschenlampe, falls der Strom ausfällt.
Mitten in der Nacht heult die Sirene und die App sagt „AIRRAID ALERT AIRRAID ALERT“. Der Kopf sagt einem: „Eine Minute“ also greift man das Handy und rennt ins Badezimmer. Strom ist noch da. Licht an. Rein in die Klamotten. Dann aufs Handy gucken. Die Meldung „vier Zirkon Raketen im Anflug“. Das heisst: In einer Minute sind vier Hochhäuser weg.

Und nun kommt die schwere Entscheidung: Losrennen zur Metro? Oder warten? Rennt man los und eine Rakete schlägt in der Nähe ein, dann erwischen einen die Splitter. Wird das eigene Haus getroffen, erwischt es einen direkt. In dem Moment höre ich die Einschläge. Eins, zwei, drei,….. wo ist vier? Wurde die Abgefangen? Also zur Tür. Raus? Oder nicht? Was machen die anderen? Ans ich sehe ich das durchs Fenster – das ist aber meine größte Gefahr gerade. Wenn es durch eine Druckwelle zerstört wird, bekomme ich die Splitter ab. Aber ich hatte genau deswegen die Balkon Tür offen gelassen. Also dahin – die nächsten Einschläge. Also zurück ins Badezimmer. Blick auf den Chat: Eine nächste Welle ist gestartet. Und noch eine. OK. Also was tun?
Das Problem hier: Man kann vorher gar keinen richtigen Plan machen, weil es jedes mal anders ist. Aber dann ist es ruhig. Also los? Rucksack auf, in dem Moment höre ich die Nachbarn im Treppenhaus.Wir sehen uns dann und denken das gleiche „Wenn der geht, dann geh ich auch“. Also die Treppen runter – aber langsam. Nicht den Fahrstuhl nutzen, der kann steckenbleiben. Nicht rennen, dann stolpert man.
Aus dem Haus, über den Innenhof. Alles ruhig. Noch fünfhundert Meter. Im Kopf gehe ich den weg durch: Rechts, links, hinter dem Kiosk die Treppe. Dann sehe ich etwas im Augenwinkel: Eine Rakete. Sie fliegt über uns her, auf ihrem Weg runter. Das „gute“: Wenn man die Rakete oder den Marschflugkörper bzw den Abgasstrahl sieht, dann ist sie weit genug weg. Sonst würde man nichts mehr von sehen. Und es kann eine Abfangrakete der Ukrainer sein. Dann ist die russische Rakete aber fast … und weiter komme ich im Kopf nicht. Der Lichtblitz hinter den Häusern, ein Knall, die Druckwelle.
Die ballistische russische Rakete ist in der direkten Nachbarschaft eingeschlagen. Die Druckwelle löst die Auto-Alarmanlagen um uns herum aus. Das heißt: Es ist wirklich dicht. Alle fangen an zu rennen. Das sollte man nicht, das ist gefährlich. Aber die Rakete ist gefährlicher. Einer in der Gruppe ruft „hier lang“ und rennt in eine Unterführung, die in einen Innenhof geht. Dort ist man vor herunterfallenden Trümmern sicher. Die Raketen wiegen Tonnen. Es können Teile so groß und schwer wie ein Motorblock neben einem runter kommen, wenn sie abgefangen werden. Wenn sie einschlagen fliegt ein ganzes Haus in Teilen um einen herum.
„Weiter“ ruft er und scheint einen Plan zu haben. Also ihm nach. Aus dem Innenhof geht es an auf der anderen Seite raus und in die Metro. Knapp zehn Minuten nach dem ersten Alarm bin ich da. In die Zwischenebene, weiter, ganz runter.
In der Metro

Einen freien Platz suchen, Sitzunterlage raus und erstmal dem Büro schreiben: Alles ok – bin in der Metro. Das sollten sie auf dem Tracker den wir vor Ort immer am Körper tragen eh sehen, aber sicher ist sicher. Dann gucken, wo die Kollegin ist. „Ich bin gerannt und in ein Schlagloch getreten und habe mir das Knie aufgeschlagen. Aber alles OK“. Ja – genau das passiert. Aber was soll man machen?
Auch zwanzig Meter unter der Erde hören wir die Einschläge, alles vibriert leicht. Die Metro ist fast leer. Keine hundert Leute mit mir unten. Der Rest geht nicht mal mehr deswegen in den „Bunker“. Die Leute sind Kriegsmüde. Die Profis haben ihre Matratze und Bettzeug mit in der Metro. Andere haben Klappstühle. Zwei Leute schlafen mir gegenüber. Beide haben einen Dackel auf dem Schoß. Der eine Hund schläft, der andere ist aufgeregt wach und blickt sich um. Dann sehe ich einen anderen Dackel, den ich kenne. Mira. Kriegserfahren, entspannt. Lässt sich von allen streicheln und legt sich wieder schlafen.

Und nun? Man hat nichts zu tun. Man hat keinen Einfluss auf die Situation. Aber man ist aufgeregt und wartet. Man liest die Telegram-Chats um das Gefühl zu haben informiert zu sein, chattet mit anderen und fragt wer wo sitzt und was los ist. Dann die Nachricht „Metro getroffen. Genau in den Eingang“. Von uns ist niemand drin, aber es sieht nicht gut aus. Am Ende stellt sich heraus: Es war „nur“ der Übergang zu einer Metro Station. Aber genau da, in den zwischenebenen, sitzt man oft beim Angriff. OK – das können wir also auch nicht mehr tun.

Nach zwei Stunden ist es ruhig. Vermutlich das Ende. Alle warten. Nach dreißig Minuten Ruhe kommt nach drei Uhr morgens die Entwarnung. Mit dem Hinweis: Die nächste Welle wird um fünf Uhr morgens erwartet. Alle Leute stehen langsam auf, packen ihre Sachen zusammen, gehen langsam, nach Hause. Ich lege alle Sachen bereit für die nächste Runde. Lege mich ins Bett und versuche zu schlafen.
Der Tag danach

Am nächsten Tag sind alle in der Stadt müde. Wenn es mehrere Nächte lang solche Angriffe gibt, merkt man deutlich, wie die ganze Stadt nicht mehr klar denkt. Ich besuche den zerstörten Metro-Eingang. Es wird klar: Da unten sollte man nicht warten. Mehrere Gebäude sind getroffen, teilweise zerstört. Das einzige was steht: Der McDonald’s. Der einzige schußsichere McDonalds der Welt. Gebaut mit dem Stahl und den Scheiben, die wir auch in den gepanzerten Fahrzeugen haben. „Wir müssen warten, bis das Gebäude drum rum inspiziert wurde – dann machen wir gegen 12 auf“ sagt der Mitarbeiter.
Eine ganz normale Nacht im Krieg. Irgendwie gewöhnt man sich daran.
Video
Am vergangenen Wochenende habe ich den oben beschriebenen Ablauf gefilmt. Das Video gibt es hier.