Ukraine Hilfe: Ihr zahlt, wir liefern. Danke!
Wir versuchen, so transparent wie irgend möglich zu arbeiten. Dies ist ein Bericht, welcher erklärt, wie wir mit dem Geld umgehen, welches Ihr uns immer wieder anvertraut. Danke dafür! Wir setzen es direkt und ohne Abzug in Hilfe um. Im Bericht vor Weihnachten, am 22. Dezember 2025, ging es um die Exel-Liste mit Geschenken für 500 Kinder und um 1000 weitere Geschenke in einer Blitz-Aktion. 350 Kilogramm Süßigkeiten, sieben Paletten, fünf Kubikmeter, mehr als eine Tonne. Der Dank gebührt Ihnen!
Nachdem wir in Pokrovsk die NGO EvacAid trafen, erhielt diese von uns 300 Erste-Hilfe-Sets (IFAKs). Sie verteilten die an der Front. Üblicherweise erhält man als Spender einige Bilder davon – sie jedoch drehten diesen ganzen Kurzfilm. Die IFAKs sind keine Ware von der Stange, sondern speziell nach den Wünschen der Soldaten konfektioniert. Wir arbeiten lange mit den Herstellern zusammen und können daher solche Bestellungen aufgeben.
Enno Lenze muss vor dem Verteilen von Weihnachtsgeschenken in einen sicheren Keller flüchten, weil sein Drohnen-Scanner anschlägt, während der Geschenke-Transporter einparkt. Unmittelbar danach rummst es, die Drohne wird fast über seinem Kopf abgeschossen und explodiert. Es war das dritte Mal, dass er in Kherson von einer russischen Drohne gejagt wurde.

Die ersten schußsicheren Westen für Kinder gehen an die Front – so können die kleinen sicher evakuiert werden. Auch diese Westen sind eine Sonderanfertigung auf Wunsch von Eltern in Cherson. Sie sind aus einem Kunststoff und so leicht (aber sicher), dass Kinder sie immer tragen können. Berlin Story GmbH und Bravery e.V. arbeiten eng zusammen. Hier können Sie helfen.

Kurz nach der Lieferung erhielten wir die ersten Bilder von Kindern, welche mit unseren Westen evakuiert worden sind.

In Kherson, der Frontstadt nahe der Krim, haben wir Yaroslav Shanko und seine Leute getroffen, den Chef der Militärverwaltung. Die Militärverwaltung endet automatisch, wenn der Krieg endet. Das Treffen fand in der außerordentlich gut gepflegten Kinderbibliothek an einem Kinder-Lesetisch statt. Diese Bibliothek erhielt PowerStations (große Akkus) und Elektroheizungen von uns. So können Sie den Betrieb währen der Angriffe auf die Infrastruktur aufrecht erhalten.

Ein 30-Kilogramm-Brocken der Berliner Mauer. Komisch? Das ist unser allerletztes Stück. Ein Original von den ersten „Mauerspechten“ und ein Gastgeschenk für unsere Partner vor Ort. Oleg hatte es bei seinem Besuch im Bunker gesehen und ehrfürchtig berührt. Der Fall der Mauer war der glücklichste Moment deutscher Geschichte. Freiheit! Dieses Symbol möge ihm, Kherson und der Ukraine Glück bringen.
Alle Geschenke geliefert – nun raus aus der Todeszone, welche als „Kherson Human Safari“ bekannt wurde. Russen nutzen die Stadt um ihre Mörder zu trainieren. Auch für uns ist es gefährlich. Im gepanzerten Wagen geht es durch den 10km langen Anti-Drohnen-Tunnel zurück in sicherheit: „Wir haben #Kherson verlassen. Eine Drohne ging vor der Tür hoch, am Ende gab es Raketenbeschuß. Jetzt fahren wir durch den Drohnentunnel, der die Autos schützen soll.“ Schneller fahren als die Drohne fliegt kann helfen. Die Drohen fliegt Tempo 120, manche schneller. Man weiß es nicht.
Eine Nacht in Kyiv bei -16 Grad ohne Heizung, aber mit russischen Shahed Drohnen. Der Herd geht noch auf kleiner Flamme und gibt etwas wärme. Es ist eine weitere Nacht mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur. Man kann sich in dieser Kälte kaum bewegen, nicht so gut denken.
Einen Teil der Geschenke haben wir auf der Hinfahrt bei der zuverlässigen und schnellen Nova Post in Lwiw ausgeladen. Damit geht die Verteilung zügiger. Der Empfänger erhält einen Tracking-Code aufs Handy, wenn wir die Sachen abgeben.
Auf der Rückfahrt erreichen uns zwei Danksagungen. Eine kommt von Bravery e.V.
„Auch wir wurden zu Weihnachten beschenkt mit einem geilen neuen Transporter namens Fred. Danke an Enno Lenze, Wieland Giebel und die Berlin Story GmbH.“ Enno dazu: “ Namensvetter für diesen Transporter war unser Freund Fred Pleitgen vom CNN.“
Schließlich erreicht uns der Dank der Militärverwaltung aus Cherson an Bravery e.V. und die Berlin Story GmbH:
„In einer Stadt, in der Sirenen oft lauter sind als festliche Musik, hat die Freude der Kinder eine ganz besondere Bedeutung. Dank Menschen, die uns geografisch zwar fern, dem Herzen aber sehr nah sind, ist dieses neue Jahr in Cherson ein Stück wärmer geworden.
„Stark, weil frei“ – mit unendlicher Dankbarkeit danken wir der Organisation aus Deutschland für die Neujahrsgeschenke an unsere Kinder. Ihr habt unsere Bitte nicht nur gehört, sondern direkt Taten folgen lassen.
An jedes Kind wurde gedacht: von den Kleinsten über die Teenager bis hin zu Kindern mit besonderen Bedürfnissen. In jedem Paket steckt mehr als nur ein Gegenstand – es ist das Gefühl, dass man sich an sie erinnert. Dass sie wichtig sind und die Welt Cherson nicht vergessen hat.
Hinter diesem Wunder steht die enorme, kräftezehrende und zugleich freudvolle Arbeit von Enno Lenze, Chris Knickerbocker und ihrem gesamten Team in Berlin. Ihr habt den Kindern nicht nur ein Fest geschenkt, sondern auch Hoffnung. Vielen Dank für eure unermüdliche Unterstützung für Cherson und seine Bewohner. Danke für die Wärme, die selbst über Entfernungen, Grenzen und den Krieg hinweg zu uns dringt.
Solche Taten erinnern uns: Menschlichkeit ist stärker als die Dunkelheit. Gemeinsam halten wir stand. Gemeinsam sind wir stark, weil wir frei sind.“
Internet im Iran

Iran, der Aufstand gegen die Ayatollah, die das Internet dicht gemacht haben. Eine Lösung ist die (illegale) Nutzung von Starlink Satelliten internet. Enno Lenze war an der iranischen Grenze um diese auszuliefern. Der knappe Text auf seinen Social Media Kanälen dazu: „Wir haben einen Pickup voll Starlinks zur iranischen Grenze gebracht und den Regime-Gegnern übergeben. So hat der Iran Internet und die Wahrheit kommt raus. Die Details waren etwas wild, daher keine Fotos. Spenden: A Bridge e.V. DE43280501000096007356″.
Jedes Detail der Geräte, der Lieferung und der Übergabe könnte die Empfänger gefährden. Daher müssen wir uns in diesem Fall mit Details zurückhalten, bis das Regime gefallen ist. Grundsätzlich, wie das mit Schmuggel funktioniert, beschreibt Enno Lenze hier.