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Newsletter Juli 2026: Bunker, Ukraine, Verlag

Seit unserem letzten Newsletter im Februar 2026 – kurz vor der Eröffnung des Ukraine Museums – hat sich viel getan. In dieser Ausgabe informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Berlin Story Bunker, unser Engagement für die Ukraine und wichtige Neuerscheinungen in unserem Verlag.

Kyiv heute morgen, Donnerstag, 2. Juli 2026 – das Wohnhaus wurde von Russland bombardiert. In der Stadt starben mindestens 11 Menschen. Wegen solcher Kriegsverbrechen helfen wir. Jeden Tag.

1. Der Bunker: Geschichte als Kontinuum

Götz Aly über den Berlin Story Bunker

Vor einigen Tagen wurde der Historiker Götz Aly auf RadioDrei (rbb) gefragt, ob die staatlichen Gedenkstätten die Menschen mit ihrer Erinnerungskultur heute noch erreichen. Aly zog dies in Zweifel – und nutzte die Sendezeit stattdessen, um ausdrücklich den Berlin Story Bunker zu loben. Er betonte, er würde alle Freunde und Verwandten zu uns schicken. Unsere Erfahrung bestätigt das: Die Besucher nehmen wahr, dass wir die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ nicht als bloßen Job betreiben, sondern aus tiefstem persönlichem Engagement.

Jugendliche aus Hamburg, die von ihrem Bundestagsabgeordneten Konstantin v. Notz eingeladen wurden, den Berlin Story Bunker zu besuchen. Das sind nicht alle. Einige hatten die Zeit vergessen und sind noch in „Hitler – wie konnte es geschehen”.

Demokratie unter Druck – 1926 und 2026

Was uns Besucher und Lehrkräfte immer wieder spiegeln: Wir sind der einzige Ort, der die deutsche Geschichte kontinuierlich von der Reichsgründung 1871 über die Weimarer Republik bis hin zum russischen Krieg gegen die Ukraine darstellt. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie sich die Gesellschaft veränderte – und wie sich nach 1945 trotz aller historischen Belastungen ein demokratischer Staat entwickeln konnte.

Heute drängt sich mehr denn je die Frage auf: Bleibt das so? Der Blick auf die Geschichte offenbart unbequeme Parallelen. Krisen erschüttern das Vertrauen in Institutionen, wirtschaftliche Sorgen und geopolitische Spannungen schüren Ängste. Rechte Kräfte, die das bestehende System einreißen wollen, machen sich breit – eine Analyse, die auf 1926 ebenso zutrifft wie auf 2026.

Vor hundert Jahren lag die NSDAP bei nicht einmal 3 Prozent, 1932 erreichte sie bereits über 37 Prozent. Wann hätte man handeln müssen? In unserer Ausstellung erklären wir präzise, wie Propaganda die Gesellschaft spaltete. Sind wir heute in der exakt gleichen Lage? Sicher nicht. Aber die strukturellen Ähnlichkeiten sind eine unübersehbare Warnung.

Besuchsangebot für unsere Leser

Dass dieser konsequente, sachliche Blick auf Geschichte und Gegenwart ankommt, zeigt ein enormer Besucherzuwachs von zehn Prozent im ersten Halbjahr. Wir gehören zu den Top 10 Museen Berlins, werden von Botschaften empfohlen und stehen bei 4,7 von 5 Sternen, basierend auf mehr als 7.000 Google-Bewertungen.

2. Ukraine Museum & Drohnenkompetenz-Zentrum

Internationales Medienecho

CNN, Reuters und unzählige weitere internationale Medien berichteten über die Eröffnung unseres Ukraine Museums. Mehr als 110 individuelle Berichte belegen das immense weltweite Interesse. Auf dem Hof vor dem Bunker wollten zwei Journalisten des verbotenen russischen Senders RT-Deutschland Interviews mit Besuchern des Museums machen. Sie flüchteten im Dauerlauf.

Auf dem OP-Tisch: Drohnen, Drohnen-Detektoren und andere Geräte

High-Tech-Analyse: Was in russischen Drohnen steckt

Kürzlich verbrachte ein deutscher Drohnenhersteller sechs Stunden bei uns, um unsere Exponate zu vermessen. Eines der Highlights: Die ukrainische Armee hat durch elektronische Kriegsführung eine 100.000 Euro teure russische Aufklärungsdrohne vom Typ „Zala 412“ intakt erbeutet – und uns zur Analyse übergeben.

Kim und Igor von der 79. Air Assault Brigade im Berlin Story Bunker. Sie ist Medic, er Soldat – beide arbeiten bei Pokrovsk. Ihre Expertise von der Front hilft uns.

Die vollständige Hardware-Analyse (Teardown) durch Enno Lenze zeigt: Im Inneren der russischen Drohne arbeitet modernste US-KI-Technik von Nvidia. Die Dokumentation belegt minutiös, wie westliche Technologie trotz scharfer Sanktionen ihren Weg in russische Waffensysteme findet. Solche detaillierten Einblicke teilt sonst nur der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR). Die Bundeswehr hingegen hält derartige technische Erkenntnisse strikt zurück.

Unsere Analysen und Beiträge aus der Rubrik „Know Your Enemy“ (seit 2023) finden Sie gebündelt auf Berlin Story News.

Einzigartige Drohnen-Ausstellung und Angebot für Journalisten

Im Ukraine Museum zeigen wir mittlerweile 25 Drohnen, darunter Killerdrohnen direkt von der Front. Diese Sammlung ist weltweit einmalig und basiert auf unserer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit verschiedenen Einheiten des ukrainischen Militärs. Da Enno Lenze sein technisches Know-how offen teilt, können wir auf Berlin Story News auch hochspezifische Analysen russischer Glasfaser-Drohnen publizieren – inklusive Anweisungen und Codes, wie man Zugriff auf deren Kamerasysteme erhält.

Angebot für Medienschaffende: Nach vorheriger Anmeldung bieten wir Journalisten exklusive Führungen durch unser Drohnenkompetenz-Zentrum an, inklusive technischer Einordnung zu aktuellen Scannersystemen und deren Notwendigkeit auf dem modernen Gefechtsfeld.

3. Neues aus dem Verlag

Schlacht-Analysen vom Zentralen Forschungsinstitut der Streitkräfte der Ukraine, herausgegeben auf Deutsch und Englisch vom Berlin Story Verlag.

Analysen des ukrainischen Generalstabs

Auf Bitte des Generalstabs der Ukraine haben wir die militärischen Analysen der ersten vier großen Schlachten dieses Krieges herausgegeben. Die Publikationen zu den Schlachten um Kyiv (2022), Charkiw (2022), Bachmut (2023) und Kursk (2024-2025) sind nun auf Deutsch und Englisch verfügbar. Es handelt sich um detaillierte militärhistorische Fachbücher zur Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Operationen. Die Bücher sind in der Buchhandlung im Bunker erhältlich.

Stimmen des Krieges und die „Rationalitätsfalle“

Wieland Giebel war erneut in der Ukraine und hat mehr als 20 ausführliche Interviews geführt, um das Geschehen am ersten Tag der Invasion fassbar zu machen. Die Gesprächspartner reichen von einem General des militärischen Geheimdienstes über Kämpfer am Flughafen Hostomel bis hin zu einer Mutter, deren 30-jähriger Sohn in den ersten Kriegstagen fiel.

Diese Berichte mahnen uns, nicht in die „Rationalitätsfalle“ zu tappen: Der Glaube, das Schlimmste würde nicht geschehen, weil es aus unserer Sicht unvernünftig wäre. Selbst Präsident Selenskyj hielt einen vollumfänglichen russischen Angriff bis zuletzt für unwahrscheinlich. Doch Diktatoren handeln nicht nach unseren demokratischen Maßstäben. Wir reihen uns in die Phalanx derjenigen ein, die die Ukraine auf ihrem Weg zum Sieg gegen die Invasoren unterstützen. Alle neuen Interviews, sowie 30 weitere aus dem vergangenen Jahr, lesen Sie in voller Länge auf unserem Nachrichtenportal.

Es wird uns eine Freude sein, Sie bald im Bunker begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Wieland Giebel und Enno Lenze

Berlin Story Bunker


Besucher-Infos: Ort: Berlin Story Bunker, Schöneberger Straße 23 A, 10963 Berlin (am Anhalter Bahnhof). Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 19:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr).