An der Front in der Ukraine sind Soldaten oft tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten. Um dennoch die Kommunikation über Funkgeräte, Smartphones und Tablets aufrechterhalten zu können, greifen die Truppen auf eine ebenso einfache wie geniale Improvisation zurück: Sie nutzen die Akkus vorhandener Drohnen mit einem XT60-auf-USB-A-Adapter, um Handys und Funkgeräte zu laden.

XT60 auf USB-A
Aufklärungs- und FPV-Drohnen werden in der Regel mit leistungsstarken Lithium-Polymer- oder Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Diese besitzen standardmäßig einen sogenannten XT60-Stecker, einen robusten, gelben Steckverbinder, der für hohe Ströme ausgelegt und spritzwassersicher ist. Da diese Akkus in großen Mengen an der Front vorhanden sind, haben Ukrainer sehr einfache Adapter entwickelt. Das Gehäuse wird 3D-gedruckt. USB- und XT60-Anschluss kann man fertig kaufen. Zwischen diesen wird ein Spannungswandler (Step-down-Konverter) eingesetzt, der die hohe Spannung des Drohnen-Akkus sicher auf die für USB-Geräte üblichen 5 Volt herabsetzt.
Leistungsstarke Akkus

Wenn eine Drohne nicht mehr einsatzbereit ist oder Akkus übrig sind, können diese sofort für die kritische Kommunikationsinfrastruktur verwendet werden. Ein typischer Drohnen-Akku speichert deutlich mehr Energie als eine übliche Smartphone-Powerbank. Je nach Modell liegen diese bei 10.000 mAh, die größten gehen derzeit bis 120.000 mAh. Damit kann man das Handy problemlos ein paar Tage betreiben.
XT60-zu-USB-Adapter sind ein Paradebeispiel für „Frontline Innovation“ – das schnelle, pragmatische Lösen logistischer Probleme mit bereits vorhandenen Mitteln.