Intensivprogramm Gruppen – Bildungsseminar im Bunker

Intensivprogramm für Gruppen als eintägiges Bildungsseminar zur Frage „Wie konnte es geschehen?“ in deutscher oder englischer Sprache

  • Diktatur
  • Nationalismus
  • Drittes Reich
  • Holocaust

Das Programm umfasst einen einleitenden Vortrag, eine Führung durch den Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, gemeinsames Mittagessen, den Besuch der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ sowie mehrfach intensive Gruppenarbeit und ein Treffen mit den Initiatoren und Betreibern der Dokumentation.
Beginn: 10 Uhr
Ende: ca. 17 Uhr
Kosten: 980€ netto + 7 % MWSt. bis 25 Personen (inkl Kaffee, Brötchen, Mittagessen, Kaffee und Kuchen)

Wir gehen davon aus, dass die Seminarteilnehmer sich vorher die Internetseite www.BerlinStory.de angesehen haben. Die Bildungsseminare können an jedem Tag des Jahres stattfinden, Schwerpunkte auf Wunsch angepasst werden. Kontakt siehe unten.

Einführung

10:15 bis 11:00 Uhr

Bunkerchef Enno Lenze erläutert einleitend

  • Warum diese Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ aufgebaut wurde
  • Wieso bestimmte Themen länger behandelt werden
  • Welche praktischen Hürden es gab
  • Wer das Projekt ehrenamtlich und mit privatem Geld umgesetzt hat
  • Wie gehen wir mit den massiven, regelmäßigen (Mord)drohungen von Neonazis um?
  • Was die Ziele unserer Arbeit sind

Geführte Bunkertour

11:15 – 12:00

Die apokalytischen Tage am Ende des Zweiten Weltkriegs in diesem Bunker als geführte Tour in Räumen wie 1945.

In diesen 1942 gebauten Reichsbahnbunker, der durch einen Tunnel mit dem Anhalter Bahnhof verbunden ist, flüchteten Reisende und Bewohner vor den Bomben­angriffen. Diese Räume sind für Individualbesucher nicht zugänglich. Die Tour überschneidet sich nicht mit der Dokumentation und dem Museum.

  • Bomben auf Berlin
  • Führer-Sofortprogramm Bunkerbau
  • Zwangs­arbeiter, Fremdarbeiter
  • Wer durfte in den Bunker
  • Das Leben im Bunker
  • Zeitzeugen
  • Flutung des Tunnels durch die SS

Mit Rundgang, Besichtigung freigelegter Räume, Fotos und Filmen

11:00 – 12:30

Anschließend Gruppenarbeit, Fragen und Antworten

Gemeinsames Mittagessen

12:30 – 13:30

Die Gruppe wird geteilt und geht begleitet von den Mitarbeitern in die umliegenden Restaurants

  • In der Nähe des Bunkers befindet sich die originelle historische Berliner Stadtklause. Bis heute wird dort täglich frisch gesotten, gebraten und gekocht.
  • Die Kantine des Tagesspiegels bietet deutsche und internationale Küche – und nebenbei Journalisten-Watching
  • Das Bistro Prinz führt Kreuzberger Küche von Döner über Falafel bis Currywurst

In allen Gaststätten gibt es auch vegetarisches Essen. Die Seminarteilnehmer nutzen diese Zeit für Q & A mit den Machern der Berlin Story. Sie fragen, wir antworten.

Die Seminarteilnehmer haben überall frei Auswahl – Getränke gehen extra.

Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“

13:30 – 15:45 Uhr

Jetzt wird es anstrengend. Die Gruppe besucht die weltweit umfangreichste Dokumentation zum NS-Terror eigenständig als Audio-Tour. Dabei werden in vier bis fünf Gruppen unterschiedliche Themen behandelt, die vorher im Gruppenraum besprochen werden. Beispiele:

  • Ab wann konnte man die Gefahr durch die Nazis erkennen?
  • Bis wann konnte man die Nazis stoppen?
  • Wer konnte Widerstand leisten?
  • Warum sehen Hitler-Jungen und die vom Bund deutscher Mädchen so gut aus?
  • Wie wurde Hitler Nazi?
  • Warum hasste Hitler Juden?
  • Musste man mitmachen?
  • Ist Hitler nach Argentinien entkommen?

Der Text des AudioGuides erläutert in unterschiedlicher Länge jeden einzelnen der 43 Bereiche und dauert etwa eine Stunde. Er konzentriert die Wahrnehmung in den ersten Bereichen und erläutert die Dokumentation Führerbunker genauer. Dort geht es um den Selbstmord Hitlers. Sein Bunkerraum ist in Originalgröße als symbolische Rekonstruktion nachgebaut.

Die Seminarteilnehmer beschäftigen sich intensiv mit der Dokumentation, mit den 330 Tafeln, auf denen sich 2.400 Abbildungen befinden. Sie bereiten in kleinen Gruppen die Antwort auf eine der Fragen vor. Dieser Teil des Seminars entspricht der Dauer von drei Schulstunden. Das Intensivseminar erfordert aktive Teilnahme. Es ist in dieser Hinsicht eine echte Herausforderung.

Auswertung und Auszeichnung

16:00 – 17:00

Bei Kaffee und Kuchen bereiten die Arbeitsgruppen ihre Präsentation vor.

  • Diskussion über die Fragestellungen zur Hitler-Dokumentation
  • Vorbereitung der Gruppenpräsentation
  • Die Gruppe befragt zunächst das Plenum, erst danach wird präsentiert.

Anschließend erhalten die Teilnehmer*innen jeweils eine Eintrittskarte für das Berlin Story Museum im Bunker, das am Seminartag nicht besucht wurde. Darüber hinaus erhält jeder Seminarteilnehmer ein Buch zum Bunker und zur Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“. Schließlich werden die handsignierten Zertifikate ausgegeben.

Kontakt

Dieser Seminartag ist wie alle Veranstaltungen im Berlin Story Bunker in deutsch und englisch möglich. Bitte wenden Sie sich gern jederzeit an die Bunker-Managerin Friederike von Leoprechting, bevorzugt per Email, [email protected], oder telefonisch 030 26 5555 46. Sagen Sie uns Ihren Wunsch, wir rufen gern und schnell zurück.