Für Lehrer

Das Berlin Story Museum als außerschulischen Lernort besuchen

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 Ein Längsschnitt durch die Berliner Geschichte

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Das Berlin Story Museum ist das einzige, das Berlin vom Anfang bis heute als durchgehende Erzählung darstellt. Es befindet sich in der Nähe des Anhalter Bahnhofs in einem vollständig erhaltenen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Ausstellung zieht einen roten Faden durch die Berliner Geschichte: 30 Stationen, filmartige Szenerie, raumhohe Bilder, Filme, Skulpturen und Modelle.

Besucher erhalten kostenfrei einen AudioGuide.

 Demokratie und Diktatur

Berlin Story MuseumDas haben die Nazis aus Berlin gemacht. Selbständiges historisches Denken und Urteilen wird im Berlin Story Museum gefördert. Im Mittelpunkt der Vermittlung steht die Deutung von Zusammenhängen und Zeitverläufen, die Analyse vergangener Sachverhalte.

Das Museum selbst ist ein Beispiel dafür, wie zur mündigen Partizipation an der politischen Willensbildung und zur Mitgestaltung der Gesellschaft und ihrer Wandlungsprozesse beigetragen werden kann. Träger ist der gemeinnützige Verein Historiale e.V., Hilfe gab die Stiftung Lotto Berlin.

 Konfrontation der Blöcke

Berlin Story MuseumDer 17. Juni 1953 – die freiheitlich-demokratischen Grundwerte fordern eine Entscheidung, welche Verantwortung man für sich und die Mitmenschen übernehmen und welchen Platz in der demokratischen Gesellschaft man einnehmen will.

Angemessene Handlungsentscheidungen treffen, dazu fordert das Museum auf.

Die Leitmotive des Berlin Story Museums sind Freiheitsliebe – Tatkraft und Leidenschaft – Hier hat jeder seine Chance.

 Menschenbild und Weltauffassung – West-Berlin und Ostberlin

Berlin Story MuseumHerrschaft und politische Ordnungsentwürfe gehören zu den Themenfeldern des Museums, die Gegenwarts- und Zukunftsbezug aufweisen. Diese gesellschaftlichen Schlüsselprobleme werden auch in Zukunft wesentlich sein.

Das Museum bringt die Geschichte Berlins auf der Grundlage von Modellen, Filmen und Exponaten in einen sinnvollen historischen Zusammenhang, es erzählt konkret und nimmt altersgemäße Fragestellungen auf.

 Flüchtlinge und Toleranz

Berlin Story MuseumBesucher aus der Türkei (rechts). Sie hören in ihrer eigenen Sprache die Geschichte Berlins – mit dem AudioGuide, den es in zehn Sprachen gibt. Wie der Große Kurfürst verfolgte und um ihr Hab und Gut beraubte Glaubensflüchtlinge einlud. Wie Friedrich der Große die Meinung vertrat „und wenn die Türken kommen, bauen wir ihnen Moscheen“.

Kulturelle Beziehungen, das Selbstverständnis und der Umgang mit Fremden aus verschiedenen Kulturen machen einen Schwerpunkt des Berlin Story Museums aus.

Aktuell werden an Flüchtlinge 5.000 „Refugee Welcome Tickets“, die das Museum zur Verfügung stellt, von Visit Berlin an Flüchtlingsunterkünfte verteilt.

 Geschichte und Lebenswelten – Hunger in den Zwanziger Jahren

Berlin Story MuseumMit einem Brot muss die Familie eine ganze Woche auskommen. Eingeteilt in Wochentage und dann noch einmal unterteilt in Schnitten für die fünf Mitglieder der Familie. Lebenswelt damals in Berlin und Lebenswelt heute – heute aber nicht in Deutschland.

Aufbruch in eine neue Welt – das thematisiert die Vergangenheit in Berlin und Europa, interkulturelle Konflikte und Kriege, ermöglicht exemplarisches Verständnis für Perspektiven in der Zukunft. Dadurch wird differenziertes Urteilsvermögen gefördert.

 Bildung und Erziehung als Einheit

Berlin Story MuseumBlick durch das Schlüsselloch einer Stasi-Gefängnistür in die Zelle. Auch wenn es um tragische Themen geht, muss bei allen Lernformen Neugier und die Freude an der Beschäftigung mit der Geschichte ein wesentliches Moment sein.

Historische Originalexponate sind vielfach im Berlin Story Museum vorhanden. Diese Zellentür, Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, Bücher aus der Zeit der Bücherverbrennung, ein Landeblech der Luftbrücke, Fallschirme des ersten Rosinenbomber-Piloten Gail Halvorsen oder die erste Ausgabe des Magazins SPIEGEL.

 Authentischer Geschichtsort

Berlin Story MuseumDas Berlin Story Museum befindet sich in diesem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Er ist vollständig erhalten und wird historisch ausgebaut.

Der Bunker wurde gemäß dem Führersofortbefehl Bunkerbau im Jahr 1942 von Fremd- und Zwangsarbeitern gebaut. Er diente ab 1943 Bahnfahrern am Anhalter Bahnhofs als Schutzort, aber auch Reichsbahnmitarbeitern. Später suchten Anwohner Schutz. Der Anhalter Bahnhof war und ist durch einen Tunnel mit dem Bunker verbunden.

„Wer Bunker baut – wirft Bomben“ wurde in den 1970er Jahren von der Friedensbewegung angebracht.

 Über uns

Berlin Story MuseumWalter Momper, ob Berlin dieses Museum gefehlt habe: „Ich glaube schon. Als gelernter Historiker habe ich das begutachtet. Sehr abwechslungsreich, sehr anschaulich …

„Die Berlin Story ist ein herausragendes Beispiel für Ideenreichtum, für Engagement und nicht zuletzt für das grundlegende Verständnis von Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Die Berlin Story ist der Schlüssel zu unserer Stadt“ – Innovationspreis „Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Bei der Langen Nacht der Museen im Sommer 2015 sowie 2016 stand das Museum in der Besuchergunst an sechster Stelle von 77 teilnehmenden Museen. Mehr über die 5.600 Besucher im Jahr 2016 …

 Service

geschichtslehrer_info_berlin_story_museum_101.jpgSie können sich einfach anmelden unter 030-20 45 46 73 oder via [email protected].

Montag bis Sonntag 10 bis 19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)

  • Eintritt: 4,50 € pro Schüler (sonst 6 €) inklusive AudioGuide!
  • Schulklasse von 20-30 Personen
  • Für Schulklassen haben wir zusätzlich ein Quiz vorbereitet