Zeitzeugin Johanna Ruf damals, als sie im Lazarett des Führerbunkers half

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Johanna Ruf kam mit Georg Berger vom rbb zur Eröffnung der Dokumentation Führerbunker.  Zur Zeit, als sie im Anhalter Bunker und nachher im Führerbunker war, sah sie so aus (oben). „Ich war noch nicht aufgeklärt.“

 

Johanna war 15 Jahre alt (auf dem Foto oben 14) und half erst im Anhalter Bahnhof. Sie versorgte Flüchtlinge mit Decken, mit Essen, mit einer Suppe. In jeder Schicht gab es eine Nudelsuppe. und Schnitten.  Johanna arbeitete zwei Schichten – zwei Nudelsuppen.

 

Im Lazarett in der Reichskanzlei half sie als als Hilfskrankenschwester.  Als es vorbei war, wurde sie entlassen und mit anderen am Bahnhof Lichtenberg in einen Zug gesetzt. „Ab nach Moskau. Früher hält der Zug bestimmt nicht.“ Er hielt aber. Und zwar in Frankfurt/Oder. Dort wollte sie sich absetzen, wurde aufgegriffen und musste bei „den Russen“, bei der Roten Armee putzen.

 

Im Alter von 16 Jahren entwarf sie ihren ersten Kalender. Er besteht aus Collagen aus Zeitungsausschnitten. Recht auf dem Foto hängt er an der Wand.