Wo Hitlers Asche verstreut wurde

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Schweinebruecke_Biederitz_20160526_Interview_Sandner_05.Rathaus Biederitz

Schweinebruecke_Biederitz_20160526_Interview_Sandner_05.Klausenerstr 36

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Schweinebruecke_Biederitz_20160526_Interview_Sandner_07.Rathaus Biederitz

 

Zuletzt kam Hitlers Asche in eine Tüte und die wurde hier an der Brücke in den Fluss Ehle gekippt. Die Ehle ist ein Zufluss der Elbe. Die Brücke heißt Schweinebrücke. Sie hieß schon früher so. Und heute auch noch, man findet sie bei Google Maps.

 

Harald Sandner erläutert dem MDR, wie es dazu kam. Nicht nur Hitler war in der Tüte, sondern auch Eva Braun, Joseph Goebbels, Magda Goebbels und die sechs Kinder. Das Ganze ist kein Quatsch, sondern schlüssig und belegt.

 

Der SPIEGEL berichtete 1995 mit einer Titelgeschichte und den Originaldokumenten.

 

Harald Sandner erinnert beim Interview daran, dass es eine Parallelität auf amerikanischer Seite gibt. Die Asche der in den Nürnberger Prozesses zum Tode verurteilten wurden in den Conwentzbach geschüttet, einen Nebenfluss der Isar in München.
Heute gibt es in der Ehle Hecht, Barsch, Zander und Schleie (Quelle: Dennis, Angler). Alles, was es in der Elbe gibt, kommt auch in die ruhige und saubere Ehle. Das ganze Gebiet ist Hochwasserschutzgebiet.
Anschließend soll der Bürgermeister in Biederitz beruhigt werden, der sagt, er wisse von nichts und er wolle  nicht, dass die Brücke zu einem Nazi-Walfahrtsort wird. Es steht aber schon ewig bei Wikipedia Biederitz.

 

Dann ging es zur Klausenerstraße 32 nach Magdeburg. Dort lagen Hitler und die anderen verbuddelt in vier Kisten von 1945 bis 1970 auf russischem Militärgebiet. Als das an die Deutschen übergeben werden sollte, musste eine Lösung für Hitler gefunden werden.

 

Harald Sandner dokumentiert im Hitler-Itinerar in einem Exkurs von 14 Seiten akribisch auf den Seiten 2363 bis2376, was mit Hitlers Leiche geschah.

Berlin, 3. Juni 1945: General Mesik reist aus Moskau an. Es erfolgt die fünfte Exhumierung und der Transport ca. 125 Kilometer weit nach Rathenow. Am Ortsrand werden die Leichen in einem Wald zum sechsten Mal begraben. Zur Tarnung werden Kiefern aufs Grab gepflanzt …

 

Rathenow, Dezember 1945: Auf Befehl von Generalleutnant Selenin werden die menschlichen Überreste heimlich ausgegraben und nach Magdeburg geschafft (siebte Exhumierung). Es erfolgt der Transport ca. 65 Kilometer weit nach Magdeburg in die Westendstraße 32 (heute Klausener Straße 32).

 

Moskau, Freitag, 13 März 1970: Im Brief Nr. 655A schreibt KGB-Chef Juri Andropow an Partei- und Staatschef Leonid Breschnew, da die Garnisonstadt Magdeburg an die Behörden der DDR übergeben werden soll: „Vor dem Hintergrund möglicher Bau- und anderer Erdarbeiten auf diesem Territorium, die zur Entdeckung der Gräber führen könnten, hielte ich es für zweckmäßig, die Überreste zu beschlagnahmen und sie auf dem Weg der Verbrennung zu vernichten. Die angeordnete Maßnahme wird streng konspirativ von Kräften einer Sondereinsatzgruppe des KGB in der 3. Armee der Truppen der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland durchgeführt und in der nötigen Form dokumentiert.“
Der Name „Hitler“ ist handschriftlich eingetragen worden, damit kein Dritter, auch keine Sekretärin, etwas erfährt. Der Vorgang trägt den Decknamen „Operation Mythos“.

 

Magdeburg, Samstag 4. April 1970: Am Abend beginnen Wladimir Gumenjuk und Major Schirokow mit der Vorbereitung der Exhumierung und fangen an zu graben. Der Chef der Einheit Oberst Kowalenko sichert das Gelände mit der Waffe in der Hand.

Sonntag, 5. April 1970: Drei Soldaten warten im Wagen bei laufendem Motor. Nach der Verbrennung kehrt Gumenjuk die Asche zusammen und fegt sie in einen Sack.

… Die drei Soldaten fahren … zur Schweinebrücke in die Magdeburger Straße westlich der Ortschaft Biederitz und schütten die Asche in den Fluss Ehle.