„Wer war Hitler“ — Jörn Seidel bespricht in der ZEIT den Film von Hermann Pölking


Erstmals nach vier Jahrzehnten kommt wieder eine Dokumentation über Hitler ins Kino. „Wer war Hitler“ wirft Licht dorthin, wo Historiker oft dunkle Flecken lassen.

Endlich hat ein Journalist den Film „Wer war Hitler“ von Hermann Pölking gesehen und berichtet mit Substanz darüber.
„Tunichtgut, Volksredner, Kriegsverbrecher“ – von Jörn Seidel in der ZEIT.

„… Wer war Hitler veranschaulicht den für eine „charismatische Herrschaft“ typischen Willen der Gefolgschaft, sich einer Autorität auch tatsächlich zu unterwerfen.

… Auch wie jene „charismatische Situation“ entstand, nachdem Hitler an die Macht kam, zeigt Pölking.

… Zu solchen TV-Dokus (ZDF, Guido Knopp) bietet Hermann Pölking einen Gegenentwurf. Er hat Wer war Hitler ausschließlich aus zeitgenössischem Bildmaterial montiert. Der Kommentar beschränkt sich auf wenige Erklärungen. Bild und Ton unterwerfen einander nicht, sondern nehmen aufeinander Bezug, mal illustrierend, mal kontrastierend, mal karikierend. Politisches und Persönliches verschleiern sich somit nicht länger, sondern stehen ergänzend nebeneinander. Und plötzlich fällt Licht auf die Geschichte, wo Historiker oft dunkle Flecken lassen.“

Jörn Seidel über Hermann Pölkings Film in der ZEIT …