Warum Unternehmen zunehmend als Publisher agieren

Unsere Kunden werden auch durch das Internet immer Anspruchsvoller. Das merkt man besonders bei der Unternehmenskommunikation und im Marketing. Kaum ein Kunde, der nicht Preise und Leistungen vergleicht und immer schnellere Antworten auf immer mehr Fragen haben möchte. Nie war das Interesse an Unternehmen, Produkten und dem, was da hinter steht so groß wie heute. Ich finde das wunderbar, interessierte Kunden wissen das Produkt zu schätzen. Dennoch macht dieser Wandel vielen Unternehmern Probleme. Und genau darum ging es bei einem Panel auf der Frankfurter Buchmesse.

Außer mir nahmen Jutta Ebeling (Frankfurter Bürgermeisterin a.D.), Jürgen Harrer (Leiter Unternehmenskommunikation Fraport AG) und Caja Thimm (Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Universität Bonn) teil. Die Moderation übernahm Julia Löhr, Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Alle wussten, wovon sie reden, machen den Wandel gerade mit und hatten offensichtlich Spaß am Thema. Es wurde nachher von einigen Zuschauern kritisiert, dass es auf dem Podium zu ruhig zu gegnagen wäre. Aber das finde ich bei so einem Thema normal. Wir erklären anderen, was passiert und wie wir es sehen. Da wir alle der Meinung waren, dass der Dialog mit dem Kunden gut aber zeitintensiv ist, gab es einfach keine Streitpunkte.

Alle Beiträge waren interessant. Prof. Thimm macht umfangreiche Projekte zur Verbreitung und dem Einfluss von Spocial Media und konnte Herrn Harrer noch ein paar Tips für den Umgang mit Foursquare-Benutzern mit auf den weg Geben. Herr Harrer wiederum berichtete von dem Irrglauben, man könne mit Kommunikation alle Probleme lösen. Ihm wurde immer wieder vorgeworfen, etwas sei in der Kommunikation falsch gelaufen, sonst gäbe es keine Proteste gegen den Ausbau des Flughafens. Diesen Punkt kann ich auch nicht nachvollziehen. Es gibt irgendwann den Punkt, an dem man jedes sinnvolle Argument ausgetauscht hat. Dadurch wächst sicher das Verständnis füreinander, aber man wird keine ganze Bewegung zur anderen Seite „bekehren“ können. Sehr unterhaltsam und dennoch fundiert waren die Beiträge von Frau Ebeling. Sie fragte sich z.b. wie man noch Zeit fürs Kino hat, wenn man versucht Ersthaft alle Social Networks zu bedienen. Da fiel mir auf: Ich gehe wirklich seltener ins Kino als früher.

Auch in den Gesprächen vor und nach dem Podium war es eine sehr angenehme, freundliche Runde. Für die Zuschauer wäre ein Vortrag dazu, wie man mit Sozialen Netzwerken starten soll im Anschluss sicher gut gewesen. Ich redete mit einigen, die das Podium sehr interessant fanden, jedoch nicht wirklich wussten, wie sie in ihrer Buchhandlung oder Ihrem Verlag nun vorgehen sollen. Ganz einfach wie wir es machen: Einfach starten und sehen was passiert. Es ist gar nicht so kompliziert, wie man meint.

 

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