Warum Facebook?

Dieser Artikel soll erklären warum und wie wir Facebook nutzen. Dabei wird deduktiv vom Allgemeinen zum Speziellen gegangen. Um den Text nicht ausufern zu lassen werden einige Verallgemeinerungen benutzt.

Um Facebook zu verstehen schauen wir vorab in die Geschichte des Internets ab 1990. Retrospektiv kann man das Internet der 1990er Jahre als Web1.0 bezeichnen. Charakteristisch dafür sind statische Webseiten, die monologische Informationen bieten, auf die der Nutzer nicht direkt eingehen kann. Typischerweise findet man eher langlebige Inhalte, also allgemeine Informationen, anstatt tagesaktuelle Beiträge. Seit Mitte der 2000er Jahre spricht man vom Web2.0. Charakteristisch für das Web2.0 (oder Social Media, wovon inzwischen häufiger gesprochen wird) sind dynamische Anwendungen. D.h. einerseits Elemente die dem Nutzer erlauben einfach auf Inhalte zu reagieren, kommentieren und diese zu teilen und andererseits auch selbst Inhalte zu produzieren. Man spricht daher von Prosumenten (Wortneuschöpfung aus: Produzent + Konsument). Die einfache Handhabung erlaubt es sehr schnell zu arbeiten und nicht nur Tagesaktuelles, sondern ständig Aktuelles Online zu publizieren. Damit verkürzt sich auch die Halbwertszeit der einzelnen Beiträge und Aktualität wird wichtiger. D.h. man muss regelmäßig etwas Neues bringen, denn alte Beiträge interessieren kaum (Der beliebte Internetspruch dazu ist: „That Was So 3 Days Ago“). Die Entwicklung der ständig aktuellen Echtzeit-Präsenz in Kombination mit mobilen Endgeräten, also die zeitliche und räumliche Online Omnipräsenz wird auch unter dem Schlagwort Web3.0 (wobei hier semantische Webdienste wichtiger sind) zusammengefasst. Dabei bestehen alle drei Paradigmen des Web1.0, 2.0 und 3.0 nebeneinander. Das Internet bietet statische, dynamische, stationäre und mobile Angebote.

Dabei lässt sich beobachten, dass die junge Generation von Internetnutzern weniger Web1.0 Angebote nutzen und mehr auf Dynamisches und Mobiles zugreifen. D.h. diese Gruppe googelt weniger nach Veranstaltungen, Filmen, Bands und Büchern, sondern nutzt andere Formate wie Facebook dafür. In der dynamischen Natur von Facebook liegt, dass die Nutzer nicht nur aktiv nach Neuigkeiten suchen, sondern über die ‚gefällt mir‘ und ‚teilen‘ Funktion ihrer Freunde auf dem Aktuellen gehalten werden. Diese virale Verbreitung von Informationen in den sozialen Netzwerken von einem Freund zu einem anderen ist der Punkt den man Marketing-technisch nutzen möchte. Aus Marketing Perspektive geht es bei Facebook nicht um inhaltliche Vermittlung, sondern werbetechnische Aufmerksamkeit. D.h. mit Facebook kann man keine komplexen oder tiefere Inhalte vermitteln, sondern muss sich auf ein Slogan-Wording reduzieren, welches meistens flach, aber unterhaltsam ist. Wenn der Nutzer auf seiner Facebook-Wand die Neuigkeiten seiner Freunde durchscrollt, dann bleibt fast nichts hängen, also muss man aus der Masse herausstechen. Das geht am besten mit Bildern. Daher publizieren besonders erfolgreiche Seiten ausschließlich Bildmaterial. Je spektakulärer oder witziger, desto erfolgreicher sind die Seiten. Ziel ist es, über Ecken, Leute zu erreichen mit denen man noch nicht befreundet ist.

Dabei hat sich inzwischen eine eigene Bildsprache der Rage Comics entwickelt, bei der standardisierte Motive mit Text verbunden werden. Diese ermöglichen es Inhalte emotional aufzuwerten und vor allem Ironie und Sarkasmus klar zu transportieren.  Schauen sie sich regelmäßig 9gag an und sie kennen die Internethypes, Memes, Rage Comics und Bilder von morgen schon heute.

In der Theorie klingt es ganz einfach, in der Praxis wird es schon schwieriger. Auch wir haben bisher nur 276 Facebook-Freunde. Das liegt auch daran, dass wir bisher noch nicht regelmäßig die entsprechend, ansprechenden Beiträge gepostet haben und die Besucher gezielter auf unserer Webseite und vor Ort auf unsere Facebook Präsenz aufmerksam gemacht haben. Ein kontinuierlicher Facebook-Auftritt ist zeitaufwändig. Mit der Schaffung einer neuen Web Marketing Stelle seit Dezember (Ein herzliches Hallo von mir, dem neuen Web Marketinger, Daniel Ebert) soll sich das ändern. Ob die Strategie erfolgreich seien wird, sehen wir in den nächsten Monaten, die erste Woche der kontinuirlichen Beiträge zeigt schon eine sehr positive Tendenz, wobei es schon höhere Peaks seit bestehen unserer Facebook Präsenz gab.

Facebook

Die Facebook-Strategie in Kürze: Regelmäßig posten, Fans zum Reagieren animieren, Bildlastig posten.

Unseren Facebook Auftritt finden Sie unter: facebook.com/BerlinStoryVerlag

 

 

 

 

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