Vor 70 Jahren begann der Kampf um Berlin

Cover_Totentanz-Berlin.inddIm Berlin Story Verlag erschien das wichtigste Buch zum Kampf um Berlin. Helmut Altner war vor zwei Tagen 17 Jahre alt geworden, als er eingezogen wurde. In der Kaserne in Spandau wurden vor den Augen der neuen Rekruten zwei Männer erschossen, angeblich Verräter.

Altner schrieb das Buch direkt nach dem Ende des Kriegs. Veröffentlicht wurde es erstmals 1948. Jetzt erschien die neue Ausgabe im Berlin Story Verlag. Das Buch ist so wichtig wie „Im Westen nichts Neues“.

Montag, den 23. April 1945, morgens

„… Die Zeit rückt weiter. Unerbittlich geht es zur letzten Stunde. Von Süden kommt eine Gruppe Frauen. Männer hasten eilig über den Damm, scheu um sich blickend. Patrouillen der SS fahren mit Autos durch die Straßen, um hier einen Mann anzuhalten und dort einen aufzuladen. Mit singendem Motor rollt der Wagen davon. Volkssturm, hier meist in Uniform der SS, schließt die Panzersperren. Hitler-Jugend läuft stolz mit Panzerfäusten herum. Rechts liegt ein großer Platz. Gesäumt von Fassaden ausgebrannter Häuser. An einem Straßenpfahl stehen zwei SA-Männer in Uniform. Ein Zivilist hängt gefesselt am Pfahl. Um seinen Hals laufen rote elektrische Kabel, die tief in das Fleisch eingeschnitten haben. Das Gesicht ist blau. Die Augen hängen tief in ihren Höhlen. Um seinen Hals hängt ein weißes Schild aus Pappe. Mit roter Schrift steht darauf in zittrigen Zügen; »Ich Otto Meyer, war zu feige, für Frau und Kind zu kämpfen. Deshalb hänge ich hier. Ich bin ein Schweinehund.«

 

Helmut Altner, Totentanz Berlin, hier lesen Sie das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort des Herausgebers Tony Le Tissier und ein Kapitel …

 

Das Buch ist erhältlich in der Buchhandlung Berlin Story Unter den Linden, über den WebShop des Berlin Story Verlags und in jeder Buchhandlung.