Verlage produzieren weniger Bücher

Sachgruppen BücherHolger Heimann berichtet im aktuellen Börsenblatt des Deutschen Buchhandels darüber, dass die deutschen Verlage im Jahr 2012 weniger Bücher hergestellt haben  – und zwar so wenig, wie zuletzt vor sieben Jahren. Es waren 2012 etwa 91.100 Bücher.

Die Bücher des Berlin Story Verlags gehören hier zur größten Kategorie, nämlich „Übrige Sachgebiete“. Berlin Geschichte und Berlin heute und nahezu alles andere, was im Berlin Story Verlag erscheint, sind Sachbücher.

Die Anzahl neuer Titel deutscher Verlage verringerte sich von 2011 auf 2012 um 5,4 Prozent. Die Manager der großen Verlag wie Random House (Bertelsmann) und S. Fischer sagen, es liege am allgemein geänderten Medienverhalten, nicht an der geringer werdenden Verkaufsfläche für Bücher (also an den Thalia und Hugedubel-Filialen, die dicht machen oder kleiner werden). Im Jahr 2011 erschienen 42 Prozent der Titel auch elektronisch, 2012 waren es bereits 54 Prozent.

Im Berlin Story Verlag erscheinen die Titel als Ebooks, bei denen das sinnvoll erscheint. Fotobänder kommen nicht elektronisch heraus.

Ich meine (und die Experten sagen), der Verkauf der Berliner Morgenpost an die WAZ-Gruppe geht auf gleiche Ursachen zurück, verändertes Medienverhalten.

Der Berlin Story Verlag konnte durch zielgenaue Titelproduktion und eine systematische Ausweitung der Vertriebskanäle den Umsatz von 2011 auf 2012 deutlich zweistellig steigern.