Urheberrechtsdebatte und Verleger Enno Lenze

„Dinosaurier“ auf Werbetour?

In Internetmedien ist von dem vom Börsenverein geplanten Urheberrechts-Aktionstag bisher kaum was zu lesen. Auch bei den Verlagen scheint der Funke noch nicht übergesprungen, zeigt die bisher spärliche Teilnehmerliste.

buchreport.de hat deshalb gezielt nachgefragt, wie führende Köpfe der Urheberrechtsdebatte und Internetexperten den Aktionstag bewerten. Zwischenfazit: Zwar wird der Dialogversuch durchaus gelobt. Doch werfen Kritiker auch die Frage auf, ob die „Dinosaurier“ der Buchbranche nicht nur ihr Image aufpolieren wollen.

Enno Lenze: „Nur der Dialog kann die verhärteten Fronten aufweichen“

Auch Enno Lenze (Foto: © Vinzent Eppelt), Verlagsgeschäftsführer des Berlin Story Verlags und Mitglied der Piratenpartei, befürwortet die Aktion. Denn: 90% der diskutierten Probleme beruhten auf Unwissenheit: „Die ‚Content-Mafia’ meint, dass illegale Downloads entstehen, weil Leute für die Werke nicht zahlen wollen und bösartig sind, die ‚Raubkopierer’ meinen, dass Verwerter eh nichts tun und damit Geld verdienen. Der Mythos, die Piratenpartei wolle das Urheberrecht abschaffen stirbt auch nicht aus. Ich stelle beide Weltbilder fast täglich richtig. Und ernte viel Verständnis auf der jeweils anderen Seite.“ Daher helfe nur der Dialog, die verhärteten Fronten aufzuweichen.

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