Unter den Linden 40 — ein Autor besichtigt sein Haus

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UdL40 Fenster zur Mittelstraße

UdL40 Leichtbauwand

UdL40 Reichsbote

UdL40 Partyhof

UdL40 Pressekonferenzen

UdL40 Historiale Büro

So dicht sind die Läden der Berlin Story am Brandenburger Tor. Das Foto wurde oben aus dem Haus aufgenommen.

 

Dagobert Hoebbel hat ein Buch über dieses Haus geschrieben, das einst einem seiner Vorfahren gehörte.

 

„Unter den Linden 40
Ein Stück Berliner Boulevard und seine Umgebung“, erschienen im Berlin Story Verlag.

 

Heute sieht sich Hoebbel die entkernten oberen Etagen an.

 

Das Haus wurde 1907 in Stahlskelettbauweise errichtet – wie eine Fabrik, das war damals ganz neu. Dadurch entstanden diese riesigen Räume über eine ganze Etage.

 

Es gab drei fast gleich Häuser Unter den Linden. In allen Dreien war oder ist die Berlin Story, nämlich in diesem Haus Unter den Linden 40  (seit 1997) im Haus Unter den Linden 10 an der Ecke Charlottenstraße (2000 bis 2004 und 2013 bis 2018) und im Haus Unter den Linden 26 (2008 bis 2011), jetzt befindet sich dort Miele.

 

Die Bilder weiter unten zeigen, wie die leichten und sehr leichten Wände jetzt bei der Entkernung herausgenommen werden.

 

„Der Reichsbote“ (unten), die an der Wand klebende Zeitung aus dem Jahr 1909, bildete die Makulatur für die Tapete. 1909? Das bedeutet, es dauerte zwei Jahre, bis diese Fläche nach dem Bau im Jahr 1907 vermietet wurde.

 

Auf dem Hof finden die Grillpartys der Berlin Story statt. Gelegentlich gab es im Hof auch Lesungen, Krimi-Lesungen mit Särgen von Grieneisen zum Beispiel.

 

Im Raum mit der Documenta-reifen Holz-Installation fanden die Pressekonferenzen der Historiale statt. Dort erklärte der junge Praktikant Johannes Großer so aus der Lamäng einem verblüfften Journalisten die Unterschiede zwischen Friedrich-Wilhelm I, Friedrich-Wilhelm II., Friedrich-Wilhelm III. und schließlich Friedrich-Wilhelm IV., dem Romantiker auf dem Thron.

 

Staunend steht Dagobert Hobbel im ehemaligen Büro der Historiale. Dort wurden die größten Geschichtsfestivals Europas vorbereitet.

 

Heute sieht man die Reste des blauen Teppichs, den der Skandal-Immobilienunternehmer Jürgen Schneider  verlegen ließ, bevor er einen erheblichen Kredit auf das Haus aufnahm. Die Braut aufhübschen heißt das.