„Unter den Linden 40“ -Buchbesprechung – ab 30.11.

NEU: Dagobert Hoebbel, Unter den Linden 40. Ein Stück Berliner Boulevard und seine Umgebung. Berlin Story Verlag, 144 Seiten, mehr als 70  Abb., 21 x 21 cm – 19,80 EUR

Kurfürstin Dorothea sollte eigentlich Landwirtschaft betreiben, stellte aber fest, dass der Boden nur für Häuser reicht. Anhand vieler Karten und Abbildungen beschreibt Hoebbel die frühe Zeit der Linden. Er berichtet vom entbehrungsreichen Leben; von den Hugenotten,
deren Integration hundert Jahre dauerte; von Brunnen im Hof, drei Klos für alle, den Müllproblemen. Detailreich geht es um das Grundstück UdL 40 bis zur Mittelstraße. Architekten, Bewohner und Unternehmen werden in immer neuen Phasen des Um- und Neubaus über die Kaiserzeit, die Kriege und die DDR bis heute vorgestellt. Lanz-Traktoren, die Internationale
Schlafwagengesellschaft WagonsLits mit dem Orient Express, Mitropa, Norddeutscher Lloyd, die Bank für Handel und Industrie, Chase Manhatten und die Berlin Story. Hoebbel legt eine unglaubliche Fleißarbeit vor, schreibt sehr anschaulich, frisch, unterhaltsam. Erscheint am 30. November