Unsere eBooks „kostenlos“ im Netz

U Bahnhöfe in Berlin pdf download   Pdf bücher downloadManchmal weiß man nicht, ob man sich geehrt fühlen soll oder nicht. Auf der wöchentlichen Recherche nach Blogbeiträgen über unseren Verlag stieß ich auf ein paar Webseiten, die mit dem kostenlosen Download unserer Bücher warben. Es ehrt mich etwas, dass sie meinen damit Kunden anziehen zu können. Jedoch gibt es dort weder unsere Bücher noch etwas kostenlos. Die immer ähnlichen Seiten mit Namen wie pdfbucher.com werben mit vielen Buchtiteln verschiedener Verlage. Klickt man auf den Download-Link, so kommt man zu einer Seite auf der man sich für firstload.com anmelden und zahlen soll. Firstload ist ein kommerzieller Inhalteanbieter, bei dem regelmäßig unlizenzierte Werke auftauchen. Der Betreiber der „kostenlosen“ eBook-Website erhält eine Provision für das Vermitteln von firstload.com Kunden. Unsere eBooks bekommt man dort dennoch nicht – aber das Geld ist weg.

PDFbucher.com ist über den US Anbieter godaddy registriert, etwa das Pendat zu 1&1 oder Strato in Deutschland. Der Server (Ip Adresse 141.136.99.30) ist bei der niederländischen Firma Hostkey b.V. gemietet und steht vermutlich im Rechenzentrum in den Niederlanden. All diese Dinge kann man in etwa zwei Minuten raus finden. Aus der anonymen eBook-Seite ist also ein Server der in den Niederlanden steht geworden, gegen den man rechtlich etwas machen könnte. Aber das würde zum einen Zeit kosten und zum anderen fehlt mir die Motivation. Und so lernen die Leute, die ihr Geld verlieren vielleicht auch einfach mal, dass sie nicht immer alles im Internet anklicken sollen.

3 Kommentare
  1. @mschfr
    @mschfr says:

    Im Prinzip kannst du darüber sogar froh sein – diese Seiten sind erstaunlich gut in der Suchmaschinenmanipulation und dürften einige potentielle Buchkopierer abschrecken, nachdem sie entweder gezahlt haben oder eben nicht bekommen haben. Das macht der Normalnutzer einmal mit, dann kauft er im Zweifelsfall wieder das Original.
    Die Alternative wäre schlimmer: Funktionierende eBook-Warez Seiten auf den ersten Google-Plätzen, die könnten wirklich für dich zum Problem werden.

  2. enno
    enno says:

    Die sehe ich immer noch nicht als Problem. Jede Warez Seite ist unbequemer als der Shop auf dem Gerät. Fast alle Leute die ich kenne, die regelmäßig lesen, wollen es einfach haben. Wenn also ein paar Kiddies die Bücher runter laden, welche sie sonst nie gekauft hätten und welche sie nicht mal lesen, dann entsteht kein Schaden. Zum anderen machen wir derzeit nur 1% des Umsatzes durch eBooks. Bei anderen Verlagen kann es natürlich anders aussehen.

Trackbacks & Pingbacks

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar