„Totentanz Berlin“ – Buchbesprechung

Helmut Altner, Totentanz Berlin. Berlin Story Verlag, 348 Seiten, 12,5 x 20,5 cm – 19,80 EUREin besonders eindringlicher autobiografi scher Bericht. „Kämpfe weiter, bis Du die Kugel bekommst.
Alles ist in sich zusammengestürzt. Du stehst mit leeren Händen da.“ Der 17-jährige Frontsoldat Helmut Altner schildert als Ich-Erzähler die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Das literarisch anspruchsvolle Buch wurde 1948 geschrieben und vom Berlin Story Verlag
erstmals neu aufgelegt. Es ist so wichtig wie Im Westen nichts Neues. Altner verabschiedet sich von seiner Mutter, wird erst an der Front im Oderbruch an einem Vormittag an der Waffe ausgebildet, nimmt an den schlimmsten Tagen des Kampfes um Berlin in Seelow und Friedersdorf gegen eine immense sowjetische Übermacht teil. Dann marschiert er zurück nach Spandau, kämpft sich am 29. April 1945 teils über Leichenberge durch U-Bahn-Tunnel ins Regierungsviertel durch. Ein direkter, authentischer Bericht vom Schlachtfeld Berlin, der wie kein anderer erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass der Krieg der Deutschen bis zur letzten Minute mit solcher Inbrunst geführt wurde.