Taschendiebe bei Solidaritäts-Kundgebung am Brandenburger Tor

Je_suis_Charlie am BBT,Je suis --- Tolerance18.000 Menschen vor der französischen Botschaft am Brandenburger Tor. Der Tagesspiegel berichtet.

Die Menschen gedenken der Opfer der Terrortat und  halten Schilder hoch. So auch eine junge Frau, die anschließend in die Berlin Story kommt, um für ihren Vater die Kleine Kreuzberggeschichte zu kaufen. Als sie zahlen will, bemerkt sie, dass das Portemonnaie nicht mehr in ihre Tasche ist. Am Pariser Platz, während sie das Schild hoch hielt, hatte sie gemerkt, dass die Tasche halb auf stand und sie geschlossen.

Jetzt fehlen der Personalausweis, der Führerschein, die EC-Karte, die VISA-Karte, Geld, die Drive-now-Karte, die Krankenversicherungskarte – alles war schön und praktisch zusammen. Sie hat aber noch den Schlüssel und das Handy.

Wir sind darauf vorbereitet. Wenn so etwas passiert, geben wir genau Anweisung, was zu tun ist und in welcher Reihenfolge. Es gibt ein Telefon, Wasser und DuMont direkt Berlin, Seite 20, „Sicherheit und Notfälle“. Dort findet man alle Telefonnummern von der Handy-Sperre über den Drogen-Notdienst (damit ist nicht der Görli gemeint) bis zum abgeschleppten Wagen. Bereits beim ersten Anruf stellte sich heraus, dass die EC-Karte schon gesperrt war, weil jemand dreimal versucht hatte, mit einem falschen Pin-Code Geld abheben zu wollen.

Und zum Schluss gibt es, wenn nötig, Geld für die Heimfahrt und eine Befragung: Haben wir Ihnen geholfen? Was können wir besser machen, wenn wir nächstes Mal helfen? Schließlich die Lebensweisheit: Es war nur Geld. Das ist blöd, aber nicht so schlimm. Jetzt ist es ärgerlich, aber es lässt sich beheben. Und es wird jetzt bestimmt nie wieder passieren, weil das Portemonnaie ab jetzt nicht in der Handtasche steckt.

Es war richtig, dass Sie demonstriert haben!

Foto: Thorsten Strasas

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