Super Lob auf Spiegel Online für „Adolf Hitler Bildbiografie“

SPON Sontheimer Hitler Besprechung

Hitler Bildbiografie Fuhrer_320Update: Das Buch kletterte bei Amazon von Rang 700.000 auf 1.700.

Michael Sontheimer bespricht auf Spiegel Online, EinesTages, das Buch „Adolf Hitler – Bildbiografie“ von Armin Fuhrer aus dem Berlin Story Verlag.

 

Es gibt Kritik, die eigentlich Lob ist. Dies ist ein riesiges Lob von Michael Sontheimer.

 

Die erste Hälfte des Beitrags von Sontheimer befasst sich damit, dass Hitler narzisstisch, eitel und größenwahnsinnig war. Genau. Deswegen und um klar zu sagen, wie es zu der Unmenge an Fotos kam, die Hitler in staatsmännischen Posen zeigen, steht unter den allerersten Fotos auf Seite 5 des Buchs: „Viele Bilder in diesem Buch stammen von Heinrich Hoffmann. Er war Hitlers Fotograf, nur er durfte den ,Führer‘ in Szene setzen. Hoffmann trat der NSDAP 1920 bei, hatte später bis zu 300 Angestellte.

 

Das erklärt ja ganz gut, dass es sich immer um gestellte oder von Hitler selbst freigegebenen Fotos handelt. Nur solche durften damals veröffentlicht werden.

Völlig anders ist das heute auch nicht. Vom Bundespresseamt erhält man keine Fotos von Angela Merkel im Bikini.

 

„Bundesarchiv B 145 Bild-F051673-0059, Adolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof“ von Bundesarchiv, B 145 Bild-F051673-0059 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F051673-0059,_Adolf_Hitler_und_Eva_Braun_auf_dem_Berghof.jpg#/media/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F051673-0059,_Adolf_Hitler_und_Eva_Braun_auf_dem_Berghof.jpgAdolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof

 

Das Buch von Armin Fuhrer beschäftigt sich nicht nicht mit der Frage, ob Fotos von Hitler mit Scotch-Terrier oder mit dem Schäferhund Blondi besser sind. Das ist ein Boulevard-Thema, gehört also eher und folgerichtig in Spiegel Online. „… Wenn er mit einem Hund zu sehen war, konnte es nicht sein Scotch-Terrier Burli sein …“.

 

Die Hitler-Biografie im Berlin Story Verlag ist dagegen ein politisches Buch.

 

Ich persönlich finde dies den coolsten Satz in der Besprechung:

„… Wahrscheinlich hatten Autor und Verlag Angst davor, Hitler ohne den Kontext seiner Verbrechen zu zeigen und sich damit dem Vorwurf der Verharmlosung oder der Verherrlichung eines Massenmörders auszusetzen …“

 

Stimmt genau. Danke für das Lob! Es sollte nämlich keine Geschichte von Hitler und Eva Braun werden. Auch ob der „Führer“ was mit seiner Diätköchin Constanze Manziarly hatte, kommt nicht vor; auch nicht, ob Eva Braun eifersüchtig auf Manziarly war. Kern der Aussage sind nämlich die Verbrechen des Massenmörders Hitler sowie die Frage, wie es dazu kommen konnte. Bei Biografien über Politiker ist es ja nicht unüblich, etwa über deren politisches Handeln zu schreiben.

 

Einige Fotos im Buch seien ziemlich klein. Richtig. Die Abbildungen in der Hitler-Fotostrecke zum Artikel in SPON sind deutlich größer, eindrucksvoller, der „Führer“ kommt richtig gut raus. Was hätte Sontheimer geschrieben, wenn wir wie der Spiegel solche ikonografischen Fotos im Großformat aneinandergereiht hätten?

 

Die Besprechung von Armin Fuhrers Buch hat auch etwas mit Medienpolitik zu tun. SPIEGEL gegen FOCUS. Michael Sontheimer glaubt, Armin Fuhrer sei beim Focus. Nicht so super toll recherchiert, das ist nämlich schon lange her.
Ein anderer Autor des Berlin Story Verlags hat zu seinem Buch über den Todesschützen Kurras auch einmal sein Fett von Michael Sontheimer wegbekommen: „Alles Stasi außer Mutti“. Dieser Autor ist bei der WELT, Sven Felix Kellerhoff.

 

 

Aber es geht dabei um den Kampf der Mediengiganten. Wir, der Zwerg Berlin Story Verlag, kommen dankenswerterweise bei Michael Sontheimer sehr gut weg, wie seine Besprechung des Buchs über 1968 über den Berliner Häuserkampf von Lothar Schmid zeigt.

 

„Hitler oder Honecker – mir doch egal“ (Spiegel-Überschrift). Das ist unsere Zielgruppe. Wenn sich dann ein Historiker wie Sontheimer das Buch vornimmt, der die 2.000 Seiten von Ian Kershaw gelesen hat, die knapp 600 von Weber und schon damals als Student die 1.200 Seiten von Joachim Fest, ergießt sich das Wissen und die Einstellung mehrere Jahrzehnte auf ein schmales, absolut notwendiges und gutes Bändchen von 96 Seiten.

 

Mir haben alle Historiker abgewinkt, als es darum ging, die Geschichte Berlins auf 60 Seiten zu packen. „Geht nicht!“. Geht doch. Das Buch Berlin Geschichte ist jetzt ein Bestseller im Berlin Story Verlag. Nicht jeder, der etwas über Berlin wissen möchte, will oder kann einen dicken Schinken lesen. Nicht jeder, der etwas über Hitler wissen will, zieht sich 2000 Seiten Kershaw rein.

 

Unter der Besprechung von Michael Sontheimer von „Adolf Hitler – Bildbiografie“ findet man das Cover des Buchs mit dem Hinweis abgebildet, man könne es bei Amazon kaufen. Ein junger Mann vom Chaos Computer Club kommentiert „Der Spiegel sagt, das Buch ist voll scheiße, und wenn ihr es kauft, dann über unseren Amazon Affiliate Link, damit wir den Reibach machen.“