Stilbruch rbb — zum Erbrechen

Schade, dass in dem Beitrag von rbb-Stilbruch so wenig über den Film „Wer war Hitler“ von Hermann Pölking kommt. Das hätte vorausgesetzt, dass die Redakteuere Justus Kaufhold und Christine Thalmann sich den Film ansehen. Den Eindruck vermitteln sie nicht. Der Film ist siebeneinhalb Stunden, die Kurze Fassung mehr als drei Stunden lang.

Der Film von Hermann Pölking ragt haushoch über alles hinaus, was es sonst an Filmen über Hitler gibt. Vom rbb wird er in eine Reihe gestellt mit den Fernsehdokumentationen, die ständig laufen. Gerade damit hat er nichts zu tun. Der Grad an intellektueller Durchdringung, an Recherche, an Filmmaterial – das alles ist so außergewöhnlich und einmalig, dass einem ganz klar wird – wenn man den Film kennt – dass weder die beiden Redakteure der Sendung noch der Publizist Claudius Seidl, der als Professor Schlaumeier auftreten darf, ihn gesehen haben. Bei Seidel merkt man, dass er die ersten Szenen gesehen hat. Darauf nimmt er ausschließlich Bezug, der Rest seiner Aussagen bezieht sich nicht auf den Film von Pölking, sondern auf Seidels Hitlerbild.

Ich kenne den Film. Die Siebeneinhalb-Stunden-Fassung habe ich mehrmals gesehen. Ich kann das beurteilen. Meine Meinung zu diesem Thema ist relevant. Die weitaus umfangreichste Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ stammt von mir. Sie wird weltweit von den Medien gelobt. Dieses Lob hat der Film von Hermann Pölking mindestens ebenso verdient.

Premiere von „Wer war Hitler“ in Berlin ist am Sonntag, dem 19. November 2017 um 15 Uhr im Kino in den Hackeschen Höfen. Es wäre ja toll gewesen, wenn der rbb wenigstens darauf hingewiesen hätte mit dem aufklärerischem Aspekt : machen Sie sich selbst ein Bild, uns war das zu anstrengend.

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„Wer war Hitler“, das 784-Seiten-Buch zum Film, kommt beim rbb auch nicht vor.