Stauffenberg — Widerstand im Urteil der Historiker — Buchbesprechung

Stauffenberg (ganz links) am 15. Juli 1944 mit Adolf Hitler und Wilhelm Keitel in der Wolfsschanze. Bundesarchiv, Bild 146-1984-079-02 / CC-BY-SA 3.0

Wäre das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 von Graf Stauffenberg und den anderen  erfolgreich verlaufen, hätte es viele Millionen weniger Tote gegeben. In der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker kommt der (späte) militärische Widerstand dennoch nicht sehr ausführlich vor. Auf den Verlauf der Geschichte hatte er keinen Einfluss, keinen erlösenden Einfluss. Es gab insgesamt 42 nachgewiesene Attentate – keines war erfolgreich. Im Tagesspiegel bespricht Hermann Rudolph das neue Buch von Thomas Karlauf „Stauffenberg“:

Darin heißt es, dass sich bis August 1942 keine Belege dafür finden, dass Stauffenberg ein Komplott gegen Hitler in Erwägung gezogen hätte.Nicht das Entsetzen über die Verbrechen des Nationalsozialismus, sondern die Entschlossenheit, den Krieg möglichst rasch zu einem für Deutschland einigermaßen glimpflichen Ende zu bringen, gab ihrem Denken die Richtung.“ Dahinter stand spätestens seit Stalingrad die Überzeugung, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei. Die Verschwörer waren sich offenbar nie darüber im Klaren, dass der vom „Dritten Reich“ vom Zaun gebrochene Krieg mit allen seinen Begleiterscheinungen die Möglichkeit eines solchen Friedens längst zerstört hatte.

Lesen Sie die vollständige, ausführliche Besprechung von Hermann Rudolph im Tagesspiegel …