Stadtführung Prenzlauer Berg

Nachdem ich bislang überwiegend in Museen unterwegs war, wurde es Zeit für eine kleine Abwechslung  – also habe ich mich für einen Stadtspaziergang entschieden. Und warum ausgerechnet im Prenzlauer Berg? Weil ich mich dort vorübergehend einquartiert habe. Außerdem habe ich als „Neuberlinerin“ noch nie so viele verschiedene Meinungen über einen Stadtteil gehört – Babyfabrik, Schickeria, Hipstergegend, langweilig, schönster Teil Berlins, junge Familien,… alles war dabei. Entweder wurde ich schief angeguckt, wenn ich von meiner „Zwischenmiet-Gegend“ sprach oder ich erntete ein „Ohh, wie schööön“. Wie dem auch sei. Nach ca. sechs Wochen kann ich sagen: Irgendwie stimmt alles ein bisschen. Der ca. zweistündige Spaziergang durch PrenzlBerg ist alleine schon wegen der netten Tourguides zu empfehlen (neben unterschiedlichen Anbietern kann auch zwischen verschiedenste Themen gewählt werden). Die ganze Zeit über herrschte eine lockere Atmosphäre, alle Fragen wurden ausführlich beantwortet. Der Spaziergang führt z.B. zum/r: Kollwitz- und Sennefelderplatz, Kastanienallee, jüdischer Friedhof und Kulturbrauerei und wer möchte, kann einen Abstecher am Konnopke’s Imbiss auf eine Curry-Wurst machen.
Der besondere Fokus liegt auf der Stadtgeschichte und der Wandel des Bezirks. Der Kiez mauserte sich vom Arbeiterviertel zum „G8-Viertel“, denn mittlerweile leben dort sehr viele besser-verdienende Familien und wurde zur kinderreichsten Gegend Berlins. Zwischenzeitlich wimmelte es von Aussteigern und Künstlern, Menschen die „anders“ waren. Kurz und knapp wurde also jede Phase mal durchgemacht. So langweilig wie manche sagen, klingt das doch eigentlich gar nicht, oder?!

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