Spiegel Geschichte — der Jude wie immer

So sieht auf dem Cover des aktuellen SPIEGELS zur Geschichte der Jude aus. Mich persönlich erinnert das an den antisemitischen „Stürmer“ der Nationalsozialisten.

  1. Die Position von Bunkerchef Enno Lenze zur Hetze des SPIEGELS …
  2. Wie der SPIEGEL fordert „Nazis rein“ und über unser Ende der Zusammenarbeit mit dem SPIEGEL …

Nun zum Thema: Die WerteInitiative jüdisch-deutsche Positionen mit unserem Freund Elio Adler schreibt dazu:

Der SPIEGEL hat weiteres bahnbrechendes recherchiert: Die WerteInitiative hätte vor zwei Jahren dringend um die Einsetzung eines offiziellen Antisemitismusbeauftragten auf Bundesebene gebeten. Dies wird man wohl bald gedruckt im SPIEGEL lesen dürfen. Hier schon mal unsere Antwort: Wir sagen ja, bekennen uns und geben es zu: Wir haben schon 2017 geahnt, dass die Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland brisanter und damit immer wichtiger würde. Kaum ein Tag ohne Angriff auf Jüdinnen und Juden in Deutschland. Vielleicht sollte der SPIEGEL dazu einmal recherchieren. Zu Vorurteilen gegenüber Jüdinnen und Juden gibt es sicherlich auch eine Menge herauszufinden.

Als Anfangsrecherche zu Vorurteilen empfehlen wir dem SPIEGEL das Cover ihres aktuellen Sonderheftes DER SPIEGEL GESCHICHTE 4/19 „Jüdisches Leben in Deutschland“, welches wir der Einfachheit halber in der Anlage beigefügt haben. Es zeigt mit dem Untertitel „Die unbekannte Welt nebenan“ wie Juden heute, in den Augen des SPIEGEL, scheinbar typischerweise aussehen: nämlich ähnlich alt-bekannten Klischees. Anstatt solche zu verfestigen, wäre es insbesondere in heutigen Zeiten angebracht, die ihnen „unbekannte Welt“ mit Bildern von Juden, wie sie heutzutage in Deutschland tatsächlich meist aussehen, zu visualisieren.

Was ist eigentlich passiert?

Der Spiegel hatte am 13.07.2019 unter der Überschrift „Gezielte Kampagne“ u.a. über die WerteInitiative berichtet. Darin wurde versucht, unser politisches Engagement durch andeutende Formulierungen und Vermutungen zu diskreditieren. Tenor: Wir würden versuchen, die deutsche Politik auf unredliche Weise zu beeinflussen. Unser zivilgesellschaftlicher und ehrenamtlicher Einsatz wurde im Text nahezu kriminalisiert. Belege: keine. Der Bericht adressierte dabei antisemitische Bilder und Verschwörungstheorien in den Köpfen geneigter Leser und sollte wohl versuchen, uns mundtot zu machen.

Auf die Veröffentlichung folgte aus dem gesamten politischen Spektrum vielfältige und oftmals sehr deutliche Kritik am SPIEGEL-Beitrag.

Daher sieht sich der SPIEGEL nun sicherlich im Rechtfertigungszwang.

So wurden uns gestern erneut umfangreiche Fragen der SPIEGEL-Redaktion übermittelt, die wiederholt nicht darauf ausgelegt sind, objektive Kenntnisse über unser Engagement zu erlangen. Sie zielen vielmehr darauf ab, eine offenbar vorgefasste (Redaktions-?)Meinung zu bestätigen bzw. diese im Nachhinein zu rechtfertigen. Wir haben uns daher entschieden, die Anfrage des SPIEGEL nicht mehr zu beantworten.
Beispielhaft erscheint dem SPIEGEL besonders hinterfragenswert, dass wir neben unserem Anliegen einen Bundesbeauftragten gegen Antisemitismus einzusetzen, auch ein weiteres Interesse hatten: Der Fernsehsender arte möge die 2017 zunächst abgesetzte Dokumentation über Antisemitismus in Europa zeigen.

Was sonst würde eine politische Organisation jüdischer Deutscher bzgl. dieser beiden Punkte, angesichts des zunehmenden Hasses gegen uns Juden und die zunehmenden Angriffe auf den gesellschaftlichen Frieden, tun?

Wir setzen uns für den Schutz und Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein, denn sie ist nicht nur die Basis für eine jüdische Zukunft in Deutschland, sondern garantiert auch das friedliche Zusammenleben aller Individuen unserer Gesellschaft. Dies ist der Kern unseres Interesses. Wir sind keine Profis, sondern eine Gruppe engagierter Bürger, die in ihrer Freizeit etwas zum Wohle aller tut.

Daher werden wir uns weiterhin für die Festigung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftskultur unseres Staates stark machen und auch zukünftig den Kontakt mit relevanten politischen und gesellschaftlichen Kräften unseres Landes pflegen und aufrechterhalten. Dazu gehört selbstverständlich auch der inhaltliche Austausch mit Volksvertretern demokratischer Parteien auf Landes- und Bundesebene.

Sehr geehrte Empfängerin, sehr geehrter Empfänger dieser Pressemitteilung,
Sie erhalten derartige Mitteilungen und das Angebot, uns kennenzulernen, vermutlich schon seit Jahren. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und sprechen gerne mit Ihnen über unsere Arbeit.

Einige unserer kommenden Themen: „Handlungsempfehlungen an die Politik“, 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, Verbot der gesamten Hisbollah, Umgang mit Online-Hatespeech, Video-Kanal bzgl. politischer Themen rund um unsere FDGO und jüdische Themen.“

WerteInitiative jüdisch-deutsche Positionen