Sonntag, 3. Dezember 2006

image
Sven Felix Kellerhoff berichtet in der Veranstaltungsreihe „Sonntag Morgen ohne Sorgen“ über ein Thema, das uns nahe geht, aber eigentlich nicht zum Thema paßt, nämlich über Attentate Unter den Linden. Er berichtet mit historischen Grafiken und Zeichnungen, er berichtet aus seinem bereits bei Böhlau erschienenem Buch „Attentäter“ und aus dem im Februar 2007 bei uns erscheinendem Buch „Ortstermin Mitte“. Nahe geht uns besonders ein Attentat, weil direkt gegenüber der Berlin Story vor dem heutigen Verwaltungsgebäude der Komischen Oper auf Kaiser Wilhelm I. geschossen wurde. Am 2. Juni 1878 eröffnete Karl Eduard Nobiling das Feuer mit einer Schrotflinte. Der greise Kaiser (81 Jahre) wurde schwer verletzt. Über dreißig Schrotkugeln mußten ihm herausoperiert werden. Nur die preußische Pickelhaube rettete ihm das Leben. Als Bismarck in der Wilhelmstraße von der Tat hörte, war seine erste Reaktion: „Dann lösen wir den Reichstag auf“. Schon beim Attentat drei Wochen zuvor auf den Kaiser hatte Bismarck versucht, die Sozialistengesetze durchzubringen. Ohne Erfolg. Nach Bismarcks erstem Gedanken fiel ihm auch ein, sich nach dem Befinden des Kaisers zu erkundigen. Dieses Attentat gegenüber der Berlin Story führte erfolgreich und direkt zu den Sozialistengesetzen, die dann am 20. Oktober 1878 vom Reichtag verabschiedet wurden.
image
Die fröhlichen Besucher aus dem Ruhrgebiet waren da schon wieder abgereist. An diesem Wochenende hatten wir überraschend viele Besucher aus Holland und aus dem Ruhgebiet.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar