Sonntag 23. Oktober 2005

Der Piepton im Laden ist so laut und nicht zu orten, daß Ute die Tür Eingangstür schließt. Ist es jetzt besser? Komisch. Wenn man auf die Seite zu den historischen Karten geht, wird es ruhiger. Oder kommt es hinten von der Hoftür? Eigentlich auch nicht, auf dem Hof ist es leise. Können Computer solche hohen, andauernden Töne machen? So wie … tja … ein hohes Fiepen eben. Manchmal hat man das auf der Bühne, wenn eine Anlage nicht richtig eingestellt ist. Kommt es aus der Decke? Es ist nicht vorn und nicht hinten und jeden einzelnen Computer hören wir auch ab, indem wir dicht daneben kriechen. Die Kunden sehen sich um und wissen nicht, ob das so sein soll, immer so ist, bald von alleine aufhört oder abgestellt werden muß. Oder kann. Aber niemand ortet die Quelle, kein Kunde orientiert sich in eine bestimmte Richtung, obwohl der Laden proppenvoll ist.

Lampen, das könnte es sein, irgendwie ein elektrischer Ausnahmeton der da entsteht, hier an der beleuchteten Vitrine mit Geschenkartikeln genau in der Mitte des Ladens, da ist es. Hier kommt es ziemlich laut. Auf einem Stuhl davor sitzt eine Dame und liest, ich komme nicht an die Steckdose, um einfach Mal alles auszustellen. Netzstecker ziehen ist ja auch beim Computer die beliebteste Lösung. "Dürfte ich vielleicht Mal an Ihnen vorbeikriechen?" Keine Reaktion. "Could you please let me …" Auch nicht. Die Dame hört gar nichts, sie guckt auf das Buch auf ihrem Schoß. Eingeschlafen? Ich berühre sie leicht, sie schrickt hoch "Ach piept es wieder? Ich höre das gar nicht. Das passiert immer, wenn meine Hörgeräte eine Rückkopplung erzeugen. Geht es so besser?"
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Richtigstellung. Jetzt wird die Weihnachtsbeleuchtung tatsächlich vorbereitet.

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