Sonntag, 23. Dezember 2007

„Das ist ganz, ganz schrecklich mit Ihrem Namen. Viele meiner Bekannten meiden deswegen den Laden. Sie könnten viel mehr verkaufen, wenn Sie einen vernünftigen Namen hätten.“ Es ist lange her, daß wir uns mit diesem Argument beschäftigen mußten. Die jüngeren Mitarbeiterinnen können sich gar nicht daran erinnern. Die Auseinandersetzung um den Namen war auch heute nicht besonders leise. Den missionarischen Auftrag für die deutsche Sprachen sollen schließlich alle mitbekommen. Susanne machte sich heimlich aus dem Staub. Antje argumentierte ernsthaft, daß sowohl Deutsche wie auch Besucher der Stadt aus anderen Ländern intuitiv erfassen, um was es geht, nämlich um die Geschichte Berlins. Aber eigentlich ging es gar nicht um unseren Namen BERLIN STORY, sondern darum, daß die Dame die Zettel für das Volksbegehren historische Mitte nicht abgeben konnte. Genau aus diesem Grund wollten wir nicht als Anlaufpunkt genannt werden, weil es ausschließlich mit diesem Publikum häufig Stress gibt. Besserwisser. Ältere Männer, die junge Mitarbeiterinnen belehren möchten. Ausrangierte Lehrer, die anfangen, Mitarbeiterinnen historische Frage zu stellen – „das müßten Sie aber wissen!!!“.

Wir gehen bei diesen unzufriedenen Menschen ganz einfach vor. Rausschmeißen? Zurückmeckern? Umdrehen und stehen lassen? Nein, mit Geschenken überschütten. Antje schenkte der Dame Bücher über Berlin 2007, unser Rundschreiben und etwas zur Historiale. „Und hat sie es angenommen“, wollte ich wissen? „Ja sicher, je meckern, desto haben wollen.“

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