Sonntag, 18. Juni 2006

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Wir verkaufen nicht nur Bierkrüge und Deutschlandfahnen, es laufen auch Bücher. Die Atmosphäre, ausführlich in allen Feuilletons geschildert, ist wirklich außergewöhnlich. Sie erinnert an die Zeit der Verhüllung des Reichstags. Lebensfreude, Offenheit, aufeinander zugehen. Diesmal aber nicht nur deutsch-deutsch, sondern international, total global. Das vermittelt auch uns jeden Tag schöne Gespräche und ein freudiges Dasein Unter den Linden.

Ich habe vor der WM nie die Meinung geteilt, daß es für uns ein wirtschaftlich erfolgreiches Ereignis wird. Wer zum Fußball kommt, hat es nicht so mit Büchern. Jedenfalls nicht in diesem Moment. Wir wußten von der Love Parade, daß wir an dem Tag den niedrigsten Umsatz im Jahr haben. Jetzt ist es stimmungsmäßig einen Monat lang wie jeden Tag Love Parade. Ich war der Meinung, das deutsche Bier werde geschätzt und das Nachtleben werde blühen. Da habe ich mich zur Hälfte geirrt. Bier läuft. Die FAZ schickte eine Reporterin durch die Bordelle der Weltmeisterschaftsstädte: Tote Hose, nix los. Männerhorden, sagen die Damen und Betreiber, gucken nur. Individualbesucher seien ausgabefreudiger. So treffen sich unsere Branchen. Auch wir stehen auf Individualtouristen, die bei der MoMa-Ausstellung waren die besten Kunden.

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