Sonnabend, 6. Juni 2009

Klassentreffen Friedrichsgymnasium
Klassentreffen nach 40 Jahren Abitur am humanistischen Gymnasium. Unsere Lehrer kämpften an der Ostfront, in Afrika und in Frankreich. Das nahm einen nicht unerheblichen Teil des Unterrichts ein. Sie schmissen geübt mit dem Schlüsselbund, zerrten Schüler an den Haaren einmal durch die Klasse und schlugen mit dem Klassenbuch zu. Sie erklärten Schülern, wie blöd sie seien und daß aus ihnen nie etwas würde. Das Land hinter Frankfurt/Oder hieß „Zur Zeit Unter polnischer Verwaltung“, und daß den Juden Geld hinterher geworfen wurde, war nicht zu verstehen. „Schule war Krieg mit den Lehrern“, war heute übereinstimmende Meinung. Extra zu diesem Treffen kamen die Weitesten aus Dublin und Addis Abeba
Die Natur wollte, daß heute dennoch alle gut drauf sind – und die meisten Lehrer unter der Erde liegen.
Heute ist es anderes, die Schule wird gut geführt und erfreut sich eines starken Zulaufs.

wilhelmII
Kronprinz Wilhelm (Mitte, 2. v. r), der spätere Kaiser Wilhelm II. und die Prinzenklasse aus dem Jahr 1876. Er wurde auch auf diese Schule geschickt. Seine Mutter schämte sich seiner wegen des unbrauchbaren Arms und schickte das unglückliche Kind in die Provinz. Foto: Stadtmuseum Kassel

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