Sonnabend, 4. Februar 2006

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für das übernächste Buchprojekt, nämlich das erste Berliner Telefonbuch aus dem Jahr 1881, das Buch der 99 Narren. Die Berliner nannten es so, weil es (oder das Telefonieren) ihnen wohl etwas suspekt war. Nicht verwirren lassen: Vorher erscheint das Berlin-Lexikon 1806, das ist aber schon im Druck. Das Telefonbuch jedenfalls möchten wir gern kommentieren. Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, zu jedem Telefonbucheintrag einen eigenen Kommentar zu schreiben.
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Das geht aber nicht, weil bei der Recherche doch zu viele Lücken vorhanden sind. Jetzt ist aus der umfangreichen Kommentierung ein Geschichtsbuch geworden. Das ist ja bei jedem unserer Bücher so geworden. Als Autorin für den Kommentar zu Telefonbuch, zu den Teilnehmern, zum Stand der Technik, zur Frage, warum es kein privates Telefonnetz gab, konnten wir Dr. Gerhild Komander gewinnen. Über sie erschien am 1. Februar ein Zeitungsbeitrag von Gertrude Völlering im Berliner Abendblatt.
 
Menschen im Kiez
Gerhild Komander (47) stammt aus Kiel, lebt seit 1990 in Berlin und hat in dieser Stadt als promovierte Kunsthistorikerin, Historikerin und Germanistin unzählige interessante Seiten entdeckt. Sie arbeitet als Wissenschaftlerin und Redakteurin, wobei ihr gelegentlich sehr interessante Projekte in die Hände fallen. Derzeit arbeitet sie mit dem Berlin Story Verlag an der Neuauflage des vor 125 Jahren erschienenen Telefonbuchs, in dem sie durch ihre Kommentierung die wenigen Menschen vorstellen wird, deren Namen in diesem Telefonbuch standen.
 
Am 1. April 2006 um 15 Uhr findet anläßlich des 125. Jahrestags des ersten Berliner Telefonbuchs eine Veranstaltung im Museum für Kommunikation statt. Gerhild Komander ist auch als Stadtführerin zu erleben. Und da viele Berliner am liebsten dort mitgehen, wo sie sich am besten auskennen, erfährt sie so immer wieder etwas Neues über die Stadt und nicht zuletzt ihren Weddinger Kiez. Im September erscheint ein Buch von ihr über die Geschichte des Wedding. Darin wird auch der Architekt Bruno Taut, der Häuser am Schillerpark gebaut hat, eine Rolle spielen:

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