Sonnabend, 31. Dezember 2005

Es könnte gern immer Jahreswechsel sein. Vom Umsatz her hörte das alte Jahr fast so gut auf wie es anfing. Wir waren mit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern voll im Einsatz. Alle waren gut drauf, weil sie nicht ahnten, daß ich den Sekt vergessen hatte (gibt es morgen), dafür gab es Sushi für alle, eigentlich wie immer am Sonnabend. Ab 16 Uhr ging es an unserer Straßenkreuzung nicht mehr weiter Richtung Brandenburger Tor. Da standen kreischende Teenyhorden und Gruppen junger Männer mit Bierflaschen in der Hand und behaupteten, im Adlon zu wohnen und dringend an der Absperrung vorbeizumüssen. Mit solchen Situationen gehen die Polizisten gelassen um. Unser Bestand an Schnapsgläsern mit Berlinmotiv ging zu Ende, weil eine Dame dringend noch 40 Stück brauchte. Veronica aus Neapel, unsere Praktikantin, kommt mit dem deutsch lernen nicht weiter, weil sie seit Tagen nur italienisch spricht. Dafür macht sie nebenbei eine Marketinganalyse, woher die Italiener kommen: Roma, Milano, Napoli, Verona und ein Mann aus Palermo. Der war ziemlich alt, naja, so wie Du etwa, und wollte gern einen Monat in Berlino bleiben, deutsch lernen, weil es ihm hier so gut gefällt.

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