Sonnabend, 27. November 2010

Ausstellungstext chinesisch
Chinesisch. Der AudioGuide zur Ausstellung, den alle Besucher erhalten, kommt in zehn Sprachen, darunter chinesisch (mandarin). Jie Zhao, die Übersetzerin, kommt heute in die Ausstellung, um sich anzusehen, wie aussieht, was sie übersetzt.
Ein Schlußsatz lautet: „Entweder Du machst Geschichte, oder sie machen Dich ein.“
Da kann Jie Zhao auf ihre Arbeit zurückgreifen: Die Anredeformen im Deutschen und im Chinesischen – Ein Vergleich in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation. Ist hier wirklich das direkte DU gemeint und wird es so übersetzt? „Sie“, ist damit der Staat gemeint, konkreter die Bourgeoisie, die Gesellschaft allgemein oder oder steht es vielleicht beschreibend für ein undefinierbares Gefühl, nicht Herr über den eigenen Willen zu sein?
Wörtlich zurückübersetzt aus dem Chinesischen lautet der Satz: „Entweder Du machst Geschichte, oder Du wirst von der Geschichte herumkommandiert.“ Dazu sagt Jie Zhao: „Das ist ein Spruch, der in China durchaus bekannt ist, bzw. eine Weltanschauung: das Volk macht die Geschichte …“
Wir kennen uns. Vor einigen Jahren hat Jie Zhao The Making of Berlin übersetzt. Ausnahmsweise darf ich mal zitieren:

Donnerstag, 29. Januar 2004
Im Tonweltstudio von Gürsan Acar nehmen wir den Film „The Making of Berlin“ heute auf chinesisch auf, genauer Mandarin.

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