Sonnabend, 16. September 2006

Demonstrationen unter den Linden …
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Aus allen Landstrichen trommelte die MLPD heute Freunde und Anhänger zusammen, von Gelsenkirchen bis zur schwäbischen Alb. Einen Tag vor der Wahl ging es um alle sozialen Fragen, um Innenpolitik.

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Nur diese Forderung, mit der wir uns voll solidarisch erklären, hatte einen globalen Aspekt: „Sechsstundentag bei vollem Lohnausgleich weltweit.“

Berlin 1806. Morgen, am Sonntag, schreibt Victoria Heymann in der Katholischen Sonntagszeitung über das Lexicon 1806, sogar mit Angabe der Homepage zum Buch, das finden wir einen ganz tollen Leserservice. Wir sind der Zeit etwas voraus, hier können Sie den Beitrag heute schon lesen:

Über die historischen Ereignisse, die sich vor 200 Jahren in Berlin abspielten, gibt es Geschichtsbücher in hinreichender Zahl. Napoleons Einzug in die Stadt nach der preußischen Niederlage bei Jena und Auerstedt sowie die darauf folgende französische Besatzungszeit sind längst umfassend beleuchtet worden. Wie aber sah eigentlich der Alltag der Berliner Bevölkerung in dieser Zeit aus? Wo kaufte man "Seidenzeug und Sammet", wo wurde "Branntewein" produziert? Wie funktionierte die "Classen- und Zahlenlotterie", was war die "Mittwochsgesellschaft", und wofür brauchte man Passier-Zettel?

Diese und andere Fragen klärt die von Michael Bienert herausgegebene Edition von Johann Christian Gädickes "Lexicon von Berlin und der umliegenden Gegend". Der Buchhändler und Verleger Gädicke hatte es 1806 vor der Napoleonischen Besatzung veröffentlicht. Im Zuge der politischen Umbrüche und der Wirtschaftskrise war das Werk jedoch schon kurz nach seinem Erscheinen nicht mehr das aktuelle Lexikon, als das Gädicke es konzipiert hatte.

Bienert hat die in diesem Jahr erschienene Neuauflage um Karten, Bilder und Erläuterungen ergänzt. Dem Hauptteil vorangestellt hat er einen Überblicks-Essay über Napoleons Zeit in Berlin, der den geschichtlichen Hintergrund für die Begriffe im Lexikonteil bietet.

Das Lexikon selbst ist alphabetisch geordnet von A wie "Abendmahl, Communion und Beichte" bis Z wie "Zünfte und Innungen". Erläutert werden des weiteren Institutionen wie das "Hausvoigtey-Gericht" oder der königliche Hof, aber auch große Bauwerke Berlins wie Kirchen und Rathäuser. So heißt es etwa über die St. Hedwigs-Kirche am Opernplatze", die heutige St. Hedwigs-Kathedrale: "Der Bau (…) ward schon 1747 angefangen, mußte aber 1755 liegen bleiben, weil die dazu veranstalteten Collecten nicht ergiebig waren." Ferner hieß es über den Küster, er halte "eine Schule, in welcher ganz arme Kinder frey unterrichtet werden".

"Berlin 1806" vermittelt ein atmosphärisch dichtes Bild des Hauptstadtlebens vor 200 Jahren, wozu auch der heute mitunter drollig wirkende, unterhaltsam zu lesende Schreibstil dieser Zeit beiträgt.Michael Bienert (Hg.)
Berlin 1806
Das Lexicon von Johann Christian Gädicke

Berlin Story Verlag, 2006
Taschenbuch, 278 Seiten
ISBN 3-929829-32-0
19,80 Euro
Homepage zum Buch:
www.Berlin-1806.de

Einfache und unkomplizierte Bestellmöglichkeit im Berlin Story Webshop
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