Sonnabend, 16. April 2005

Ein Mississippidampferkapitän, Charles, und sein Buddy (Kumpel) ein Banker auf Rente, Robert, schnüffeln stundenlang im Laden rum. Und sie wollen alles wissen. Über die Kinder von Speer. Ich kenne ja nur die eine Tochter. Und ehrlich gesagt sind Speers Kinder nicht so ganz mein Schwerpunkt. Ob ich schon in Bogensee war, in Goebbels Waldhof? Nein, auch nicht. Das schöne Buch aus dem Ch. Links Verlag können sie nicht lesen. Abends gehen sie immer in die Oper, jeden Abend. Tagsüber müssen sie ja auch irgendwas machen, da suchen sie die Spuren der Nazizeit. Vor zehn Jahren sei das noch schwierig gewesen, weil die deutschen hinter jeder Frage neonazistisches gedankengut vermutet hätten. Jetzt ist es viel einfacher, normaler. "Wie bei uns mit den Eingeborenen, den Indianern. Früher war das ein Tabuthema. Jetzt gibt es offenen Diskussionen." Leider habe ich vergessen, die beiden auf die Off-Opern in Berlin hinzuweisen, im Saalbau Neukölln und in Clubs. So was gibt es nur in Berlin. Das mache ich per Mail.

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