Museum bei der Langen Nacht

logo_bsmuseum_162.jpgDas Berlin Story Museum nimmt erstmals am Sonnabend, dem 29. August 2015 von 18 bis 2 Uhr im Berlin Story Bunker an der Langen Nacht der Museen teil.

 

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Das Museum:
„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht!“ Von den Anfängen Berlins bis heute – die einzige durchgehende Erzählung zu dieser einzigartigen Stadt. 30 Stationen, filmartige Szenerie, raumhohe Bilder, Filme, Skulpturen und Modelle – alles mit AudioGuide in zehn Sprachen spannend und lebendig erzählt. Die Ausstellung zieht einen roten Faden durch die Berliner Geschichte. „Die Berlin Story ist ein herausragendes Beispiel für Ideenreichtum, für Engagement und nicht zuletzt für das grundlegende Verständnis von Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Die Berlin Story ist der Schlüssel zu unserer Stadt“ – Innovationspreis „Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

Walter Momper bei der Eröffnung des Museums im Bunker in der Abendschau: „Ich als gelernter Historiker habe das begutachtet. Sehr abwechslungsreich … sehr anschaulich … ich kann das empfehlen.“

Der Bunker:
Er liegt auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs. Vom „Anhalter“ (1880) ging es nach Österreich-Ungarn, Italien und Frankreich. Der Anhalter Hochbunker wurde im Rahmen des Führer-Sofortprogramms Bunkerbau im Oktober 1942 fertiggestellt, bot mit 3.800 Quadratmetern Fläche auf fünf Etagen 3.500 Schutzsuchenden Platz. Am Kriegsende waren es 12.000. Alles, „wo ein Hakenkreuz drauf ist“, wurde vernichtet. Der Stillstand des Generators führte zum Ausfall der Beleuchtung, der Toiletten, der Luftzufuhr. Es war 60 Grad heiß und kam zu unerträglichen und chaotischen Zuständen. Die Selbsttötungen häuften sich.

 

Der Bunker wurde in den letzten Kriegstagen geflutet, als die SS die Tunneldecke der Nord-Süd-Bahn unter dem Landwehrkanal sprengte. Vorher waren 12.000 Menschen in Panik über den S-Bahn-Tunnel Richtung Friedrichstraße evakuiert worden.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Flüchtlinge, dann Schieber und Kleinkriminelle im Bunker. Später nach der Luftbrücke diente er als Lager für Lebensmittel der Senatsreserve. Das Bunkermuseum ist seit 1996 dort.

Hinter dem Museum steht der Berlin Story Verlag, der führende Sachbuchverlag Berlins. Getragen wird es vom gemeinnützigen Verein Historiale e.V., der früher die großen Geschichtsfestivals mit bis zu 90.000 Besuchern durchgeführt hat.