Samstag, 1. April 2006

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Buchvorstellung des ersten Berliner Telefonbuchs von 1881 im Museum für Kommunikation. Eine halbe Stunde vor Beginn ist man ja immer am Bibbern, ob überhaupt jemand kommt. Dann waren gut 80 Besucher da, wie man oben sieht. Auf dem Podium in der Mitte die Autorin, links Dr. Susanne Kiewitz vom Museum für Kommunikation. Unter den vielen äußerst fachkundigen Zuhörern befanden sich Kommunikationsmanager der Telekom und des Telefonbuchverlags.
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Rechts auf dem Bild sieht man wieder Gerhild Komander, die wahrscheinlich einzige Kommentatorin eines Telefonbuchs sowie den Ideengeber Bernd Müller, der vor einem Jahr mit einer Fotokopie des ersten Telefonbuchs in den Laden kam und sagte: Mach was draus.

Im Tagespiegel von heute, Sonnabend, dem 1. April 2006 schreibt Lothar Heinke über das Erste Berliner Telefonbuch von 1881:

Vermittlungsversuche mit 48 Teilnehmern
Heute vor 125 Jahren begann der offizielle Telefonbetrieb in Berlin
Wurde die Sensation als Aprilscherz abgetan? Als Spinnerei? Jedenfalls waren nur ganz wenige Leute dabei, als heute vor 125 Jahren, am 1. April 1881, in Berlin zum ersten Mal und ganz offiziell ein Telefon klingelte, jemand den Hörer abnahm und „Hallo?“ sagte. In der neuen Berliner Stadtfernsprecheinrichtung war die Verbindung hergestellt und zusammengestöpselt worden, bald sollten die „Frolleins vom Amt“ einen legendären Ruf als Mittler zwischen den Herzen bekommen. 1881 aber, ganz am Anfang, gibt Generalpostmeister Heinrich von Stephan persönlich das Startsignal: Der Mann hat Jahre zuvor sofort Feuer gefangen, als er von Alexander Graham Bells Erfindung des Telefonapparates erfährt, Reichskanzler Otto von Bismarck ist begeistert, und Werner von Siemens träumt davon, „jedem Berliner Bürger wo möglich ein Telephon zu jedem anderen zur Disposition zu stellen“.

Nun also geht es los. 48 Teilnehmer sind im öffentlichen Netz, Emil Rathenau, der spätere Gründer der AEG, hat mit Mühe die ersten Nutzer angeworben. „ Im Juli 1881 erschien das erste Berliner Telefonbuch mit 185 Einträgen, von den Berlinern belächelt und als ,Buch der Narren’ betitelt. Aber schon sieben Jahre später gab es in Berlin mehr Telefonanschlüsse als in jeder Stadt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Siegeszug ohnegleichen!“, schreibt die Historikerin Gerhild Komander im Vorwort zu einer Neuauflage des ersten Berliner Telefonbuchs von 1881, das zum Jubiläum … weiterlesen

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