Rund um die Museumsinsel

Baustelle James-Simon-Galerie

Baustelle James-Simon-Galerie

Mein wöchentlicher Bildungstrip führte mich dieses Mal nicht in ein bestimmtes Museum, sondern mitten ins Zentrum der Berliner Museumslandschaft – auf und um die Museumsinsel herum bis zum Monbijoupark. Nach Feierabend näherte ich mich von der Kupfergrabenseite meinem Ziel und stieß damit als erstes auf die für mich so berlintypische Unfertigkeit. Alles ist hier ständig im Wandel. Überall wird gewerkelt, verändert, verbessert oder verschlimmbessert.

Hier entstehen die James-Simon-Galerie vor dem Neuen Museum und der neue Ehrenhof durch den Abschluss des Pergamonmuseums mit dessen Eröffnung 1930 das Ensemble Museumsinsel nach 100 Jahren Entwicklungs- und Bauzeit komplett wurde.

Für mich ging es ersteinmal rechts herum weiter zum Alten Museum mit seiner von Schinkel erdachten charakteristischen Fassade und der berühmten Schale, wo meine eigene Berlingeschichte im Jahr 2005 im Rahmen einer Studienreise begann. Ich komme gerne hierher zurück
und bin gespannt, wie sich dieser Raum mit dem Wiederaufbau
des Schlosses
weiter verändern wird.

Altes Museum

Altes Museum

Zwischen Altem Museum und Berliner Dom hindurch führte mich mein Weg zum Kolonnadenhof, der die Alte Nationalgalerie mit ihrer spätklassizistisch-eklektischen Fassade und das von Stühler im klassizistischen Stil entworfene Neue Museum zusammenfasst. Für mich ist dieser Teil das begehbare Herzstück der Anlage. Hier kann man verweilen, flanieren, Skulpturen bestaunen oder Wahlweise auch viel Zeit beim Anstehen verbringen, um vielleicht auch der geheimnisvollen Nofretete die eigene Aufwartung zu machen.

Um meinen Rundgang abzuschließen, musste ich erstmal wieder runter von der Insel und rüber zum James-Simon-Park, von wo aus man gut erkennen kann, wie die unterschiedlichen Stile dieses so wertvolle Stück Weltkulturerbe prägen.

Vom James-Simon-Park ging es weiter die Spree entlang bis zur
Rotunde des neobarocken Bodemuseums, wo mich die überirdischen blauen Rohre der Baustellen wieder freundlich begrüßten.

Amphitheater

Amphitheater

Gegenüber dem Bodemuseum liegt der Monbijoupark mit seinem Amphitheater, in dem Rebekka Köbernick auftritt, die die Nofretete im Berlin Story Salon spielte. Damit endete nicht nur mein Spaziergang im Monbijoupark sondern schließt sich auch der Kreis für den Berlin Story Verlag, der für alle Interessierten natürlich auch die geheimnisvolle Nofretete im Programm hat.

Dienstag:

Es ist bereits vier Tage her, seit ich den Spaziergang gemacht habe und je mehr ich mich in das Thema vertiefe, nach Hintergrundinformationen fahnde, desto mehr wird mir bewusst, wie sehr die Museumsinsel dem Zeitgeist des Alles soll gleich aussehen widerspricht.
Hier steht ein Ensemble, dessen Einzelteile sich zum Teil stark voneinander abheben und je eigene Gedanken und Versuche darstellen, Ordnung herbeizuführen. Dieses Ensemble aus Architektur ist auch ein Ensemble aus Geschichten, die zu Geschichte geworden sind, ein Ort der
Entwicklung und der Gleichzeitigkeit, ein Ort aus der Vergangenheit im Jetzt.

 

 

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. Das Alte Museum…

    …der Baustil entspricht dem Klassizismus, das Gebäude gilt als eines der wichtigsten klassizistischen Werke und zugleich als bedeutendstes Bauprojekt von……

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