Pseudo history — Hitler Escape fantasy

O-Ton etwa: Hitler kam nach dem Zweiten Weltkrieg in Argentinien nach La Falda in das Hotel, er wohnte aber bei bei der Familie Eichhorn, den Hoteleigentümern. Katharina Camero, die mehr als 90 Jahre alte Zeitzeugin im Bett liegend, brachte immer das Frühstück für Hitler. neun oder zehn Tage. Kommentar des Sprechers: „Wir haben jetzt eine Zeugin, dass Hitler nicht 1945 im Bunker starb.“ Im Bericht, auf den ich hier verlinke, heißt es: Ja, sie brachte das Frühstück. Ein Fahrer sagte ihr, dass es sich um Hitler handeln müsse. Gesehen habe sie ihn allerdings nie. Das hat sie in einem früheren Interview ausführlich dargestellt.

Im Januar 1948 sind von Vigo aus in Spanien, direkt nördlich von Portugal, Deutsche nach Argentinien geflohen, Rattenlinie, Hilfe der Katholischen Kirche. und vom Roten Kreuz unterstützt. Stimmt soweit mit der Hilfe. Einer der Klosterdiener des Klosters von Samos in Spanien hat dem Historiker (links) bestätigt, mit eigenen Augen Hitler hier im Kloster gesehen zu haben. „Ohne jeden Zweifel haben Nazis Vigo als Fluchtort genutzt. Deutsche U-Boote wurden hier bis Ende 1945 betankt – ohne jeden Zweifel.“

 

Hier soll Hitler viele Jahre gewohnt haben. Das Inalco Haus, abgeschirmt, nur von See zu erreichen , es gibt keine Zufahrtsstraßen. Es wurde in den 1930ern vom Chef der Mercedes-Benz Niederlassung Argentinien gekauft. Im Film versteckt sich das Kamerateam mit seinem Boot hinter einer kleinen Insel. Ein Kampfschwimmer schwimmt zum Grundstück, pirscht sich an, dramatische Musik. Was man nicht sieht: 250 Meter vom Haus entfernt auf der anderen Seite verläuft die Nationalstraße 40. In dem Buch „Hitler überlebte in Argentinien von Abel Basti, Stefan Erdmann und Jan van Helsing, findet sich auf Seite 293 ein Foto „Jan und Stefan vor dem Haupthaus des Inalco-Anwesens“ in touristischer Kleidung, ganz locker, wie man sich vor einer Sehenswürdigkeit fotografiert.

Die acht Teile sind so gemacht, wie moderne Dokumentation, hier mit Grafik, wohin Hitler als nächstes ging. Von Bariloche später weiter nach Kolumbien. Da will man den Film ja auch verkaufen.

Hitler und Speer bauten eine Stadt unter der Stadt. Warum sollte sich ein Diktator, der die Weltherrschaft will, umbringen, wenn er durch die Tunnel fliehen kann?

„Hunting Hitler is part of a flourishing Hitler survival industry.
This history film does harm. It offends war veterans and millions of victims of the Nazis.  To suggest Hitler retired to some hideaways with the connivance of the western allies is insulting.

 

It trivialises and negates the hard-won victory over the Nazis. It depicts Hitler and his henchmen as shrewd and skilful supermen outwitting their enemies.
The Fuehrer, we are led to believe, was never defeated. Instead he escaped and was planning to retaliate.“  Roger Clark, Link dazu unten.

 

Wir werden bei der Führung zur „Dokumentation Führerbunker“ jeden Tag gefragt, ob das stimmt, ob da nicht doch etwas daran sein kann.
History Channel verkauft nach eigenen Angaben an 160 Länder. Millionen sehen diesen Film, Tausende glaube das. Kaum einer kommt auf die Idee, dass hinter der 16 Millionen Dollar Produktion (nach eigenen Angaben) eine Firma für Entertainment steht, Red Arrow Entertainement Group. Es hat nichts mit Geschichte zu tun, was hier gezeigt wird. Verschwörungstheoretiker machen sich breit und es ist schwer zu erkenne, weil der Film für den weniger Informierten überzeugend wirkt.

 

Roger Clark ist der Sache nachgegangen. Er beschreibt, wer dahinter steckt (wer gerade im Gefängnis ist und wer nicht), wie der Film gemacht wurde und welcher absolute Blödsinn verzapft wurde.

 

Es geht aber weiter, siehe das englische Zitat oben. Das ist nicht harmlos. Der Film verspottet die Opfer, er verspottet uns alle. Wir werden dem Kampf gegen diese acht Episoden in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker breiten Raum widmen.

Bildung  – Aufklärung  – nicht Verblödung.

 

Der Trailer zu Hunting Hitler. Hier entdeckt der US-Marshal das Berliner U-Bahnnetz.

„Hundreds of kilometers of tunnels!“ WOW

 

Lesen Sie den gesamten, sehr langen, sehr genauen Hintergrundbericht über diese üble Serie von History Channel …

 

Mehr zu „Hitler Hunting“ in zwei weiteren Blogposts …

Tunnel nach Tempelhof und U-Boot nach Argentinien …

Hitlers Ferienhaus in Argentinien …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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