Potsamer Platz – Buchbesprechung von Martin Mende

Potsdamer_Platz_Cover_320Martin Mende bespricht in den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins das Buch von Michael Bienert über den Potsdamer Platz aus dem Berlin Story Verlag:

Der mythenbeladene Potsdamer Platz ist nach der überwundenen Teilung durch seine markanten Neubauten wie ein Phönix aus der Asche auferstanden und wieder ein beliebter Treffpunkt für die Berliner und Touristen geworden. Zahlreiche Publikationen über ihn tragen dem Interesse Rechnung, so auch der vorliegende Band von Michael Bienert. Anhand von 140 Abbildungen schildert er mit kurzen Beiträgen in sechs verschiedenen Sprachen die Entwicklung des Ortes, der erst 1831 seinen heutigen Namen erhielt.

Mit Eröffnung des Potsdamer Bahnhofs und der zunehmenden Bedeutung der Potsdamer Straße stieg das Verkehrsaufkommen, rund um den Platz etablierte sich ein Hotel- und Vergnügungszentrum. Bienert gliedert sein Buch übersichtlich in acht Abschnitte, angefangen beim Zeitraum 1734-1850 und endend bei dem Abschnitt von 2000 bis zur Gegenwart. Die baulichen Veränderungen werden durch eindrucksvolle Luftaufnahmen mit zahlreichen Markierungspunkten auch für den Ortsunkundigen nachvollziehbar.

Einige Korrekturen sind erforderlich. Bei dem am Anfang abgebildeten Stadtplan – dem Jahr 1810 zugeordnet – findet man bereits die Bezeichnungen Pariser Platz und Leipziger Platz, Namen, die erst nach den Befreiungskriegen vergeben wurden. Es handelt sich daher um einen berichtigten Plan, vermutlich von 1818.

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