Physik in Berlin — Buchbesprechung

Physik_Umschlag_webSusanne M. Hoffmann bespricht in der Zeitschrift „Das politisch-historische Buch“ den band Das physikalische Berlin von Iris Grötschel, erschienen im Berlin Story Verlag

Eine Reise durch Raum und Zeit“ ist der Untertitel des Buchs –  und so versteht es sich auch: Im Vorwort wird der Leser gefragt, ob er nicht schon immer eine Zeitreise machen wollte.

Wenn man 125 Kapitel auf 250 Seiten unterbringt, dann sind die Kapitel naturgemäß kurz – außerdem sind sie bildreich. Es gibt mindestens ein Bild pro Doppelseite. Die Sprache ist allgemeinverständlich und der Inhalt dicht, sozusagen pro Kapitel ein Bild mit Kommentar.

Die Grobgliederung unterteilt die Informationen in „Wissenschaftsgeschichte der Berliner Physik“ – „Physikalisch-historische Apps für Berlin“ – „Physikalische Orte in Berlin und Umgebung“ und „Physikalische Berliner Biografien“.

Bis dahin ist es wirklich ein Gang durch Berlin und seine Geschichten – eben das, was ein Stadtführer wissen sollte, wenn er eine Gruppe von Physikern durch die Hauptstadt führt: Wer war Marie Curie, nach der eine Straße in Lichtenberg benannt ist? Wer waren die Namensgeber der Humboldt Universität, und warum steht ein Standbild von Hermann von Helmholtz vor dem Haupteingang? Anschließend gibt es noch eine kommentierte Auflistung über Orte, die keine dingliche Repräsentation (mehr) haben.

Die Kapitel heißen dann „Fusionen in der Berliner Physik“, wo historische Gesellschaften für Physik beschrieben werden, „Ausgezeichnete Physik: Nobelpreis und Co.“ – „Erinnerungskultur“ über Denkmäler und Gedenktafeln sowie Grabstätten.

Dann folgt eine Beschreibung von „Physikalischen Exponaten im öffentlichen Raum“, bei dem Bilder wie das Mosaik am Haus des Lehrers vorgestellt werden und die Archimedes-Skulptur an der Archenhold-Sternwarte. Zu guter Letzt gibt es noch eine Auflistung von Institutionen, die Physik dem Laienpublikum schmackhaft machen (Urania, Technikmuseum usw.) Alles in allem ist dies dieser ungewöhnliche Reiseführer sicher ein Kompendium für Interessierte.“