Harald Sandner dänisch

Stig Yding Sørensen berichtet in seinem Blog Berlin-Guide.DK über das aktuelle Buch von Harals sandner, „Hiler – das letzte jahr“ sowie über das Hitler-Itinerar von Harald Sandner und über den Berlin Story Bunker.

Lesen Sie den Beitrag von Stig Yding Sørensen über Harald Sandner auf dänisch …

Größe und Scheitern der Opposition gegen Hitler — Bernhard Schulz bespricht das Buch von Wolfgang Benz

Auszug einer Tafel über den Widerstand in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“  im Berlin Story Bunker.

Der Hitler-Attentäter Georg Elser wird in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker ausführlich gewürdigt – wie jetzt im Buch von Wolfgang Benz über den Widerstand gegen Hitler, das Bernhard Schulz im Tagesspiegel ausführlich bespricht.

Benz: „Die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus ist deshalb weithin ein Bericht über die Einsamkeit Einzelner, über Anpassung und jubelnden Gleichschritt der Mehrheit, über Verzagtheit und versäumte Gelegenheiten.“  Und nun folgt die begründung, warum in der Dokumentation im Bunker der Widerstand keinen prominenten Platz einnimmt:

„Um den verschiedenen Formen von Opposition gerecht zu werden, muss man Widerstand im eigentlichen Sinn nicht nur als Haltung definieren, sondern als daraus erwachsendes Handeln, das auf grundsätzlicher Ablehnung des Nationalsozialismus beruhte“ und „darauf abzielte, das Ende des Regimes herbeizuführen oder dazu beizutragen.“

Bernhard Schulz verweist auf einen Aufsatz von Ian Kershaw aus dem Jahr 1984 [!] „Widerstand ohne Volk“, in dem er darauf hinweist, dass es namenlose Einzelpersonen waren, die etwas wagten, aber die Popularität des Regimes noch nach dem 20. Juli 1944 hoch war. Nach dem Sieg über Frankreich, so heißt es in der Hitler-Dokumentation im Bunker, standen 85 bis 90 Prozent der deutschen Bevölkerung hinter Hitler.

„Die frühe Opposition der Arbeiterbewegung war schon zerrieben, als angehörige bürgerlicher Eliten über widerständige Haltungen zum Regime nachzudenken begannen … Unter dem umfassenden Herrschaftsapparat des NS-Staates wäre wirksamer Widerstand beinahe nur eben dort, im Zentrum der Macht, möglich gewesen… “ Auch dies ist wieder eine Bestätigung der Position, die wir in „Hitler – wie konnte es geschehen“ vertreten.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Bernhard Schulz über das neue Buch von Wolfgang Benz im Tagesspiegel …

 

Stauffenberg — Widerstand im Urteil der Historiker — Buchbesprechung

Stauffenberg (ganz links) am 15. Juli 1944 mit Adolf Hitler und Wilhelm Keitel in der Wolfsschanze. Bundesarchiv, Bild 146-1984-079-02 / CC-BY-SA 3.0

Wäre das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 von Graf Stauffenberg und den anderen  erfolgreich verlaufen, hätte es viele Millionen weniger Tote gegeben. In der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker kommt der (späte) militärische Widerstand dennoch nicht sehr ausführlich vor. Auf den Verlauf der Geschichte hatte er keinen Einfluss, keinen erlösenden Einfluss. Es gab insgesamt 42 nachgewiesene Attentate – keines war erfolgreich. Im Tagesspiegel bespricht Hermann Rudolph das neue Buch von Thomas Karlauf „Stauffenberg“:

Darin heißt es, dass sich bis August 1942 keine Belege dafür finden, dass Stauffenberg ein Komplott gegen Hitler in Erwägung gezogen hätte.Nicht das Entsetzen über die Verbrechen des Nationalsozialismus, sondern die Entschlossenheit, den Krieg möglichst rasch zu einem für Deutschland einigermaßen glimpflichen Ende zu bringen, gab ihrem Denken die Richtung.“ Dahinter stand spätestens seit Stalingrad die Überzeugung, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei. Die Verschwörer waren sich offenbar nie darüber im Klaren, dass der vom „Dritten Reich“ vom Zaun gebrochene Krieg mit allen seinen Begleiterscheinungen die Möglichkeit eines solchen Friedens längst zerstört hatte.

Lesen Sie die vollständige, ausführliche Besprechung von Hermann Rudolph im Tagesspiegel …

Kellerhoff von der „Welt“ als Zitat des Tages in der „Jungen Welt“


Und darum geht es: Hitler kam aus dem Ersten Weltkrieg, war total pleite, hatte keine zivilen Klamotten. Sven Felix Kellerhoff: „Der knapp 30-Jährige, ein Gefreiter mit Vornamen Adolf, war mit 19 Stimmen zum Ersatzbataillonsrat der 2. Demobilisierungskompanie des 2. Infanterieregiments gewählt worden. Es war das erste und bis 1932 einzige Mal, dass Adolf Hitler bei einer demokratischen Wahl antrat …“ Vertreter von Soldaten- und Arbeiterräten hatten während der Münchner Räterepublik  Neuwahlen der Soldatenräte durchgeführt. Hitler war dabei. Und wurde gewählt.

Der vollständige Beitrag von Sven Felix Kellerhoff über Hitlers Linksradikalismus in der WELT …

Brandenburger Tor Museum geschlossen, anfangs The Gate

Presseinformation: Brandenburger Tor Museum schließt am Pariser Platz
Berlin, 16.04.2019 – Das Brandenburger Tor Museum wird Ende April 2019 seinen derzeitigen Standort am Pariser Platz 4a aufgeben. Die TRIAD Edutainment Enterprises GmbH führt Gespräche, um das erfolgreiche Konzept an einem anderen Standort fortzusetzen. Das innovative Museum begeistert Besucher aus der ganzen Welt mit einer emotionalen Multimedia-Zeitreise durch die Geschichte Berlins und hat stets positiven Zuspruch erfahren. Sobald sich eine Fortsetzung des Museumsbetriebs abzeichnet, werden wir Sie unmittelbar informieren.

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Internetseite, 12. April 2019 — Technische Störung

Liebe Gäste,

aufgrund einer technischen Störung bleibt das Museum leider bis auf Weiteres geschlossen. Wir bitten für alle Unannehmlichkeiten, die Ihnen hieraus entstehen vielmals um Entschuldigung.

Tagesspiegel, 27. April 2016

„Zur Eröffnung kam sogar der Regierende und öffnete per Geste den virtuellen Kinovorhang. Das adelt den Ort und gibt ihm die Aura des Offiziellen – sicher nützlich, wenn bis zum Jahresende noch mindestens 150 000 zahlende Besucher erwartet werden … 87 HD-Bildschirme auf 34 Metern Wandlänge in Hufeisenform, dazu 38 Soundkanäle, die es ordentlich krachen lassen … Die Stadtoffiziellen, darunter auch Burkhard Kieker, der Chef von „Visit Berlin“ …

In diesem Blog berichteten wir am 20. Mai 2016

Salon Kitty, das Nazi-Bordell — wo ist dieses Ölgemälde von Kitty Schmidt

Das Sonntagsrätsel: Wo ist dieses Gemälde gelandet? Es zeigt Kitty Schmidt, die Betreiberin des Nazi-Bordells in der Giesebrachtstarße. Das Bordell gab es tatsächlich. Viele Gerüchte und Mythen umspannen seine Existenz. Die Phantasie von Filmemachern und Romanautoren wurde dadurch angeregt. Diese 45-Minuten-Dokumentation des NDR aus dem Jahr 2004 stellt das Geschehen ganz gut dar. Darum geht es aber hier nicht, sondern um das Gemälde. Es war lange in Familienbesitz, jetzt wird es gesucht.

Als die deutsche Industrie vor Hitler warnte

Der Bundesverband der Deutschen Industrie BDI hat seine Geschichte aufarbeiten lassen mit dem Ergebnis, dass die Industrie Hitler nicht wollte. Stimmt das? Ja, es ist auch eine der großen Überraschungen für die Besucher der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker. In den Köpfen hat es sich anders festgesetzt – DDR-Propaganda. Die Industriellen, auch die Stahlkocher, wollten lieber in Ruhe ihre Geschäfte machen.

Im Tagesspiegel berichtet Hans Monath über die vom BDI vorgestellte Forschungsarbeit.

Hitler persönlich wurde allerdings immer wieder und mit erheblichen Summen von Freunden, auch von vielen Frauen alimentiert.

Völkischer Beobachter jetzt in Antiqua-Schrift — 15. August 1941

 

Die erste Ausgabe des Völkischen Beobachters in Antiqua, also mit Schrift ohne Fraktur – unten rechts befindet sich die Erläuterung dazu „Der VB im neuen Gewand“.

Zu den Mythen über den Nationalsozialismus gehört, dass die Nazis diese altdeutschen Buchstaben verwendeten, wie sie heute Neonazis auf ihren T-Shirts verwenden. Das zeigt zusätzlich deren Dummheit. Diese Schrift, die Schwabacher, wurde seit 1941 als Schwabacher Judenlettern verboten. Der Schriftzug der Berliner Nord-Süd Bahn und am Anhalter Bahnhof ist Schwabacher. Wir haben den Eingang zum Bunker analog gestaltet.

Wir sind auf diese Ausgabe des Völkischen Beobachters bei der Suche nach Quellen gestoßen, was die Leibstandarte SS Adolf Hitler damals in der Ukraine, in Odessa, am Schwarzen Meer getrieben hat. Demnächst erscheint im Berlin Story Verlag ein Buch mit Briefen eines SS-Manns an seine Braut in Erfurt – „Liebste Janni“.

Buchbesprechung „Warum ich Nazi wurde“ auf Historisches Sachbuch

Ernst Reuß bespricht in seinem Blog Das historische Sachbuch, das von Wieland Giebel herausgegebene Buch „Warum ich Nazi wurde„:

„… Ein interessantes Buch, um unseren Großeltern etwas näher zu kommen. Dafür lohnt sich auch ein Besuch im Bunker mit der über mehrere Etagen gehenden eindrücklichen und ausführlichen Ausstellung. Wer der Ansicht ist, dies könne heute nicht mehr geschehen, sollte die Ausstellung anschauen oder die Hassmails lesen, die die Macher der Ausstellung bekommen haben und immer noch regelmäßig bekommen. Heute ist leider vieles wieder salonfähig geworden, an was angesichts unserer Geschichte eigentlich nicht mehr zu denken ist.“

Lesen Sie die Buchbesprechung von Ernst Reuß …

Risse im Asphalt — im Podcast von Anne Ramsdorf von der Superillu

Die Journalistin Anne Ramsdorf von der Superillu hat Stefanie Röfke für ihren Podcast „Ostwärts“ zum 17-Minuten-Gespräch gebeten:

ostwaerts.kindheit-im-sozialismus

Anne Ramsdorf: Stefanie Röfke hat ihre Kindheit im Sozialismus verbracht – in Berlin-Marzahn. In ihrem Buch „Risse im Asphalt“ erinnert sie an einen Staat, der sie prägte, aber nicht mehr da ist. In dieser Podcastfolge spazieren wir mit ihr durch die Häuserreihen der Plattenbausiedlung und lasse uns von Steffi – stellvertretend für ihre Generation – erzählen, was es mit einem macht, wenn sich in der Kindheit plötzlich alles verändert.

Steffis Buch findet hier: https://www.berlinstory.de/verlag/risse-im-asphalt/