Das Neue Deutschland empfiehlt RRWB — Räterepublik West-Berlin

… allerdings eher für Leser der Springer Presse, weil die Totalitarismustheorie mit der Sozialfaschismus-These der KPD vermanscht wurde. Lustig ist das nämlich gar nicht! RRWB im Berlin Story Verlag …

Grandios: Erster Januar 2020 Messiah von Händel in der Philharmonie

Der Messias von Georg Friedrich Händel in der Philharmonie. Was für ein phantastischer Einstieg in das Jahr 2020. Im Sommer war ich bei Händel zu Hause in London. Elisabeth Mara war die größte Händel-Interpretin – ihre Biographie gibt es im Berlin Story Verlag (herausgegeben von Wieland Giebel), wie sie erst ihren Vater dann ihren Liebhaber auszahlte und loswurde, wie sie ihre Karriere bei Friedrich dem Großen in Sanssouci begann und sechs Wochen an jedem Abend dort für ihn sang. Bis heute erzählen die Guides von „Preußische Schlösser“ den absoluten Unsinn, dass es keine Frauen in Sanssouci gab. Eine der selbstbewusstesten Frauen des 18. Jahrhunderts – aus Kassel.

https://www.berlinstory.de/verlhttps://www.berlinstory.de/verlag/programm/preussen/die-mara-das-leben-einer-beruehmten-saengerin/ag/programm/preussen/die-primadonna-friedrichs-des-grossen/

Die ersten Besucher 2020 — aus Bari im Süden Italiens

„Wir kommen aus der Nähe von Bari und freuen uns, jetzt in Berlin zu sein. Diese Dokumentation über den Nationalsozialismus wollen wir unbedingt mit den Kindern sehen.“

Die nächste Familie kommt aus Brasilien. Kommt denn da überhaupt jemand am Heiligen Abend, zu Silvester oder Neujahr — das werden wir oft gefragt? Es sind die am besten besuchten Tage des Jahres. An jedem Weihnachtstag und gestern zu Silvester mussten wir die Besucher wieder vor 19 Uhr hinaus bitten. Manche quängeln, die meisten verstehen, dass die Mitarbeiterinnen nicht im Bunker wohnen, sondern auch ein Privatleben haben.

Seltsame Fragen zu Silvester

Eine Mitarbeiterin holt mich, weil da jemand dermaßen spezielle Fragen hat, dass die Mitarbeiterinnen am Service-Counter überfragt sind:

„Ich komme aus Nord-Irland, County Down , und habe drei Frage: Warum kamen die Russen erst so spät zu Hitlers Bunker?“

Antwort: Sie wussten nicht, dass es den gibt und haben nicht aktiv danach gesucht. Die Amerikaner, die erst zwei Monate später kamen, vermuteten ja auch, dass sich Hitler außerhalb von Berlin versteckt hält.

„Wo ist das Gemälde „Friedrich der Große“ geblieben? Und wo die Blutfahne?“

Da muss ich bei beiden Fragen passen. Meiner Meinung nach ist das Portät Friedrichs des Großen von Anton Graff aus dem Bunkerraum, in dem Hitler Selbstmord beging, nicht wieder aufgetaucht. Und der Verbleib der Blutfahne hat mich echt noch nie interessiert. Bei der Frage dachte ich mir, wem geht so etwas denn durch den Kopf?

Workshop 75 Jahre Kriegsende

Wieland Giebel und Prof. Thomas Weber beim Workshop 75 Jahre Kriegsende 2020. Münster ist der passende Ort. Dort wurde mit dem Westfälischen Frieden der Dreißigjährige Krieg beendet.

Glückwunsch an die Staatsoper Unter den Linden

Glückwunsch an die Staatsoper Unter die Linden. Im Jahr 2019 waren es mit 247.000 Besuchern 12.000 mehr als im Vorjahr. Quelle: Tagesspiegel 27. Dezember 2019.

Die Förderung der Oper betrug (2018) 152 Millionen Euro. Quelle: Berliner Morgenpost 6. Januar 2018.

Pro Ticket wurde also ein Zuschuss in Höhe von 615 Euro aus Steuergeldern beigetragen. Quelle: Mein Taschenrechner.

Bunkerbesucher am zweiten Weihnachtstag

„Warum sind meine Lehrer damals nicht in der Lage gewesen, den Nationalsozialismus so klar und strukturiert darzustellen – mit allen seinen Konsequenzen. Das war besser als alles, was ich je zur Hitler-Zeit mitbekommen habe! Wir kommen aus Vancouver, aber meine Großeltern sind aus Kreuzberg, also türkisch. Deshalb habe ich mich auch so gefreut, dass im Berlin Story Museum so viel über Kreuzberg ist.“
„Wir sind aus Sidney. Erst war ich mir nicht sicher, ob wir mit den Kindern in Hitler – wie konnte es geschehen gehen sollen. Jetzt waren wir vier Stunden in der Dokumentation. Sehr, sehr vielen Dank dafür.“

„Unser Großvater war in Torgau dabei, wo sich die US-Army mit der Roten Armee getroffen hat. Deswegen wollten wir hierher. Wir kommen aus Utah. Meine Tochter unterrichtet englisch in Litauen. Dies ist unser wichtigster Ort in Berlin.“

Ich bedanke mich bei den Amerikanern. Mehr als 400.000 junge Amerikaner sind gefallen, um uns Deutsche von den Nazis zu befreien. Weil die Deutschen es nicht selbst geschafft haben – nicht einmal versucht haben.

Johanna Ruf, die letzte Überlebende des Lazaretts vor dem Führerbunker — Weihnachtsbesuch


„Damals war ich immer die Jüngste im Lazarett vor dem Führerbunker, also unter der Neuen Reichskanzlei. Jetzt bin ich die Letzte. Ich bin 90 Jahre geworden und hier im Heim habe ich ein schönes Zimmer mit Bad. Damals wollte ich helfen. Es gab so viele Verletzte, die wir gepflegt haben. Aus der Neuen Reichskanzlei konnte ich Essen schmuggeln. Wir sollten die Butter fingerdick aufs Brot schmieren, damit der Russe sie nicht kriegt. Mich und uns alle haben die Russen ganz in Ruhe gelassen. Sie waren freundlich zu uns. Danach habe ich mir nichts mehr sagen lassen. Ich war erwachsen geworden. Das beschreibe ich ja auch im Buch. Das Buch hat meinem Leben nochmal einen ganz neuen Drall gegeben. Auf einmal stand ich im Mittelpunkt und es gab noch eine lange, sehr gute Fernsehsendung mit mir.“
Johanna Ruf mit Wieland Giebel, Weihnachten 2019
Johanna Ruf: Eine Backpfeife für den kleinen Goebbels, Berlin Story Verlag

Visitors form the Netherlands

„Wir haben so wenig Zeit zusammen und jetzt waren wir hier mehr als zweieinhalb Stunden im Bunker. Es war eine gute Entscheidung, eine gute Lebenszeit. Wir kommen aus den Niederlanden. Dass diese Dokumentation uns so nahe geht, hätten wir vorher nicht gedacht.“

RRWB — Räterepublik West-Berlin

Set in 1968, a year after the murder of Benno Ohnesorg by police during a demonstration against the Shah of Iran, the book examines what would have happened if West Berlin had been taken over by leftists and turned into a Soviet Republic.  As the promotional blurb for the book makes clear, the republic is led by Rudi Dutschke, Horst Mahler, and Otto Schily and seeks to create a utopian, worker and student-led state. The petrified bourgeoisie flee from the city and hippies take over.

Gavriel D. Rosenfeld in: The Counterfactual History Review, New York

Nach der gelungenen Revolution wird Berlin zur weltweiten Hauptstadt der Drop-Outs, Desperados und Freaks.“ – ZITTY
„Einer der besten Berlin-Comics zu Berlin der letzten Jahre“ – TIP-Berlin