Risse im Asphalt — SuperIllu


Tourismus Berlin 1. Quartal 2019

Risse im Asphalt — Buchbesprechung

Volkmar Eltzel bespricht im Bezirksjournal Lichtenberg-Marzahn das Buch Risse im Asphalt von Stefanie Röfke, erschienen im Berlin Story Verlag:

„… Zum Ende des Buches steht die Marzahnerin auf dem Balkon ihrer Kindheit, dort im siebten Stock des zum Abriss stehenden Gebäudes. Egal in welchem Jahr, egal in welcher Straße. Die Erinnerungen sowie der Schutt und Unrat im Haus schnüren ihr die Kehle zu. Der erwachsenen Frau wird klar, dass ein Riss in jungen Jahren ihr Leben in zwei Teile zertrennte.

30 Jahre nach dem Mauerfall

„Risse im Asphalt“ ist ein anrührendes Buch, das die Leser dazu anregt, Stefanie Röfkes Erinnerungen mit den eigenen zu vergleichen. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es sinnvoller denn je, diese „Memorys“ mit anderen zu teilen und zudem auch jenen darüber zu erzählen, die nicht dabei waren. Denn es ist unsere Geschichte und unsere Erinnerung… “

Die vollständige Besprechung von Volkmar Eltzel …

Risse im Asphalt von Stefanie Röfke, hier bestellen …

Tripadvisor, aktuelle Kommentare

Tripadvisor, 1 week ago, Tillytopkins54, North Yorkshire, UK
Worth a visit — One of the best places to visit. Gave a true understanding of Hitler and how his bunker would have looked and felt. The information and exhibits were fantastic. I really came away feeling I had really experienced how it would have been in a bunker. The staff were very helpful. Highly recommend. The exhibits were very graphic and could be upsetting, so not really for young children.

Tripadvisor, Jenny B, Reading, UK, 3 days ago

This private museum is in 2 parts: since we were staying nearby we did the Berlin Story in the morning – 1 hour with free audio guide. For us, the highlight was the Hitler documentation which we did in the afternoon and ran out of time; if you’ve ever wondered how Hitler was successful in coming to power and then surviving so many attempts on his life, this museum answers some of those questions. I see that some other German museumshave criticised this one for „glorifying Hitler“ – it does nothing of the sort. It is a salutary lesson that the same thing could happen again given similar circumstances of racism, poverty and corruption. Around the centre of the exhibition is a key panel that documents how an article around 1923 in the New York Times was prophetic about Hitler and his potential atrocities – but nobody took any notice. The audio guide gives a summary of each room (if you’re short of time) though I kept pausing mine to read some of the panels. Allow at least 2 hours to do this place justice, The narration on the audio guide is by a German man who had various relatives – one of whom sheltered Jews and another of which shot dissenters – so there is a sensitive balance.

„The best museum I have ever been to …“

What others say about us: We are the best. Many visitors tell us that, many who have seen many documentaries and museums.

„Hitler -Das letzte Jahr“ — Buchbesprechung in der WELT

Simon Cleven bespricht in WELT-Geschichte ausführlich das Buch von Harald Sandner „Hitler -– Das letzte Jahr“ aus dem Berlin Story Verlag.

„Hitler sei noch bis zum Schluss für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges maßgebend gewesen, betont der Autor – und kritisiert, dass der Diktator in vielen Publikationen zu einer Randfigur werde. Dabei sei er immer eine antreibende Kraft gewesen. Angesichts von 300.000 bis 400.000 deutschen Soldaten, die gegen Kriegsende jeden Monat fielen, dürfe Hitlers maßgebliche Beteiligung nicht in den Hintergrund rücken.“

Cleven stellt heraus, dass Sandner aus der Perspektive des „Führers“ selbst erzählt, dass er an der Person Hitlers dicht dran bleibt, während sich die meisten Darstellungen des letzten Jahres von Hitler um politische und militärische Aspekte drehen. Sandners Wissen gehe zurück auf die Beschäftigung über mehrere Jahrzehnt mit Adolf Hitler. Mit dem Hitler-Itinerar legte Sandner das bei weitem umfangreichste Werk über das Leben Hitlers Tag für Tag vor.

Bomben auf den Anhalter Bahnhof und den Bunker — vor 75 Jahren

Anhalter Bahnhof, der Regierungsbahnhof der Nazis.  Hitler kam dort nach dem Überfall auf Frankreich unter dem Jubel der Massen an, auch Mussolini und Molotow wurden am Anhalter abgeholt.

Am Sonnabend, 29. April 1944 fand der 193. Fliegeralarm statt, vor 75 Jahren. 580 Flugzeuge der US Army Air Force USAAF befanden sich auf dem Weg nach Berlin und warfen von 11.11 Uhr bis 12.08 Uhr Bomben ab. Dies ist der Bericht der Hauptluftschutzstelle, zu finden in „Luftangriffe auf Berlin“ von Laurenz Demps, erschienen beim Ch. Links Verlag.

Im folgenden Bericht kommt der Treffer auf den Bunker nicht vor. Der Bunker hielt. Die Decke von 3,80 Stahlbeton mit Dämpfschicht wurden nicht durchschlagen. Die 500 Kilo Sprengbombe riss einen Krater von 1,50 in das Dach des Bunkers. Durch einen Vergleich zwischen Luftaufnahmen und den detaillierten Berichten der Hauptluftschutzstelle lässt sich dieser Tag ermitteln – vor 75 Jahren. Heute ist so eine Bombe im Eingangsbereich des Bunkers auf dem Weg zu Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ zu sehen.

Die Abwurfmunition nach einer vorläufigen Schätzung der Hauptluftschutzstelle:

800 Sprengbomben
40 000 Brandbomben
3 000 Phosphorbomben
2 000 Flüssigkeitsbomben

Während des 193. Fliegeralarms wurde die Reichshauptstadt von drei stärkeren Verbänden feindlicher Bomber (insgesamt etwa 500 Flugzeuge) überflogen. Der Angriff der einen Welle begann im Bezirk Mitte südlich der Straße Unter den Linden, berührte den Südostteil des Bezirks Tiergarten und folgte dann der Wannseebahn, an der in der Umgebung der Bahnhöfe Feuerbachstr. und Steglitz sowie an der gesamten Strecke von Bahnhof Lichterfelde-West bis Schlachtensee umfangreiche Schäden durch Spreng- und Brandbomben verursacht wurden.

Eine andere Welle überflog den Bezirk Kreuzberg sowie die Bezirke Neukölln, Tiergarten und Tempelhof, in denen schwere Schäden durch zahlreiche Spreng- und Brandbomben zu verzeichnen sind. Außerdem wurden von einer offenbar abgesplitterten Gruppe einige Sprengbomben in der Umgebung des Bahnhofs Grunewald abgeworfen.

S c h ä d e n.
(Stand 8.00 Uhr, 30. April 1944)
Verwaltungsbezirk Mitte
Die schwersten, insbesondere durch zahlreiche Sprengbomben entstandenen Schäden liegen in den Vierecken Friedrich=, Leipziger=, Mauer= und Behrenstraße und Leipziger=, Wilhelm=, Prinz-Albrecht= und Saarlandstraße.

Bemerkenswerte Schadensstellen:
Reichsluftfahrtministerium,
Haus der Flieger,
Reichsstelle für Wirtschaftsaufklärung,
Potsdamer Güterbahnhof,
Reichsfinanzministerium,
Reichspostministerium,
Wohnung des Reichsmarschalls,
Kaufhaus Hertie,
Bewag Mauerstraße,
Wehrbezirkskommando VI, Krausenstr.
Die Zahl der Obdachlosen beträgt nur etwa 150, das es sich bei den beschädigten oder zerstörten Gebäuden fast ausnahmslos um Geschäftshäuser oder Verwaltungsgebäude handelt. An 3 Stellen Verschüttete.

Verwaltungsbezirk Tiergarten
Einzelne Spreng- und Brandbomben trafen das Potsdamer Viertel – Am Karlsbad, Ludendorffstr. und Lützowstr. – und richteten dort schwere Gebäudeschäden an.
Vorläufige Zahl der Obdachlosen etwa 1 000 in 1 Sammelunterkunft: An 2 Stellen Verschüttete.

Verwaltungsbezirk Wedding
Durch eine Flagrante entstand geringer Sachschaden in einer Wohnung.
Keine Obdachlosen.

Verwaltungsbezirk Kreuzberg
Abwürfe von zahlreichen Spreng- und Brandbomben verteilen sich fast über den gesamten Bezirk. Hervorzuheben ist die Gegend vom Anhalter Bahnhof bis zum Moritzplatz (nördliche der Gitschiner Str.), der Viktoriapark und die Straßen westlich davon sowie das Gebiet südlich des Görlitzer Bahnhofs.

Bemerkenswerte Schadensstellen:
Haupteingang Anhalter Bahnhof,
Anhalter Personen- und Güterbahnhof,
Potsdamer Personenbahnhof,
Verwaltungsgebäude der BVG Saarlandstr. [heute Stresemannstraße]
Feldpostsammelstelle Gitschiner Str.,
Speditionsfirma Adolf Koch,
Hotel Exelsior Saarlandstr.,
Reichsstelle für Wirtschaftsausbau,
Abspannwerk Grünauer Str.,Heereszeugamt Oranienstr.,
Schule Alte Jakobstr.,
Gebäude der SS-Führung Hedemannstr.
Zahl der Obdachlosen etwa 2 000 in 4 Sammelunterkünften.
Durch Volltreffer auf Eingang des Neuen Stollens im Viktoriapark wurden über 120 Personen verschüttet, von denen inzwischen 110 lebend geborgen wurden.

Verwaltungsbezirk Charlottenburg
Im Ortsteil Eichkamp wurden 2 Häuser durch eine Sprengbombe zerstört, wodurch 1 Gefallener und 2 Verschüttete zu beklagen sind.
Vorläufige Obdachlosenzahl etwa 60.

Verwaltungsbezirk Wilmersdorf
Der Bahnhof Grunewald und die Umgebung wurden von einigen Sprengbomben getroffen. Die Schäden sind gering. Außerdem gingen im Grunewald selbst mehrere Spreng- und Brandbomben nieder, die nur Waldschäden verursachten.
Vorläufige Zahl der Obdachlosen etwa 50.

Verwaltungsbezirk Zehlendorf
Schwere Sach- und Personenschäden entstanden besonders in der Umgebung des S- Bahnhofs Sundgauer
Str., beim Omnibushof Zehlendorf-Mitte sowie vom Bahnhof Zehlendorf-West bis S-Bahnhof Schlachtensee.
Große Brände werden gemeldet in den Straßen Unter den Eichen, in der Berliner Str. und in der Hoensbertstr.

Bemerkenswerte Schadensstellen:
Zeiss-Ikon Nordlager, Dahlemer Weg, Gefangenenlager Zehlendorf Annackerstr.,
Bahnhof Düppel (Eilzug Berlin-Hannover getroffen),
S=Bahnhof Sundgauer Str.,
BVG-Omnibusbetriebsbahnhof Zehlendorf, Säuglingsheim Stöckerzeile, Hubertuskrankenhaus Zehlendorf.
Zahl der Obdachlosen 4 000 in 2 Sammelunterkünften.
An einigen Schadenstellen sind Verschüttete zu beklagen.

Verwaltungsbezirk Schöneberg
Der Bezirk wurde nur in seinem nordöstlichen Teil von einigen Spreng- und Brand- bomben
getroffen. Vorläufige Zahl der Obdachlosen etwa 600.

Verwaltungsbezirk Steglitz
Schwer getroffen wurde die Gegend um den Bahnhof Feuerbachstr. Neben weiteren zahlreichen
Sprengbomben in der Bismarckstr. und Walsroder Str. entstanden durch zahlreiche Brandbomben
Schäden um den Bahnhof Steglitz- Albrecht- und Schloßstr-. Im Ortsteil Lichterfelde wurden die
Straßenzüge in der Nähe des Bahnhofs Lichterfelde-West sowie in der Finckensteinallee durch
zahlreiche Spreng- und Brandbomben getroffen.

Vorläufige Obdachlosenzahl etwa 2 000 in 2 Sammelunterkünften.
An 4 Stellen sind Verschüttete zu beklagen.

Verwaltungsbezirk Tempelhof
Durch zahlreiche Spreng- und Brandbomben entstandene Schadensstellen liegen im mittleren Ostteil
des Bezirks an der Neuköllner Grenze sowie in den Ortsteilen Mariendorf, Marienfelde und
Lichtenrade
Bemerkenswerte Schadenstellen: Fa. Krupp-Druckenmüller, Deutsche Petroleumgesellschaft,
U-Bahnschacht am Bahnhof Flughafen,
Holzlagerplatz Tempelhof, Roedestr.
Vorläufige Obdachlosenzahl etwa 300 in 3 Sammelunterkünften. An 3 Stellen befinden sich noch
Verschüttete.

Verwaltungsbezirk Neukölln
Zahlreiche Spreng- und Brandbomben verursachten am Bahnhof Hermannstr. und in den umliegenden
Straßenzügen umfangreiche Schäden. Auch der Ortsteil Britz wurde insbesondere durch zahlreiche
Sprengbomben getroffen.
Bemerkenswerte Schadensstellen: Staatsbauschule, Neukölln Leinestr., S-Bahnhof Hermannstr.,
Efha-Werke, Britz., Gradestr.,
Fa. Lawrenge, Neukölln, Knesebeckstr., Frauenklinik Neukölln, Mariendorfer Weg, Kinderkrankenhaus
Neukölln, Mariendorfer Weg, Holzbearbeitungsbetrieb, Neukölln, Emser Str.
Vorläufige Obdachlosenzahl etwa 3 600 in 3 Sammelunterkünften. An einer Stelle Verschüttete.

Lagebericht über die Verkehrs- und Versorgungsbetriebe.

S-Bahn
Am Bahnhof Hermannstraße Sprengbombe. Verbindung wird durch Pendelverkehr hergestellt.
Bahnhof Sundgauer Straße durch Sprengbombe getroffen. Der Verkehr wird durch Omnibusse vom Bahnhof Lichterfelde-West bis Zehlendorf-Mitte aufrecht erhalten.
Bahnhof Lichterfelde-Ost
Schaden bereits behoben.

Fernbahn
Verkehr nach Halle und Potsdam gestört.

788 Berichte der Hauptluftschutzstelle der Stadtverwaltung Berlin

U-Bahn, BVG

Wassereinbruch auf der Strecke zwischen Belle-Alliance-Straße und Tempelhof. Es mußte die
U-Bahnstrecke der Linie C zwischen Stadtmitte und Tempelhof sowie zwischen Stadtmitte und
Hermannplatz gesperrt werden.
An der Brücke auf dem Potsdamer Bahnhof ist am Hochbahnkörper ein Blindgänger niedergegangen.
Die Hochbahnstrecke vom Potsdamer Platz bis Gleisdreieck mußte deshalb gesperrt werden. Der
Blindgänger soll heute noch beseitigt werden, so daß der Verkehr am 30. früh wieder aufgenommen
werden kann.

Straßenbahn
18 Gleisschäden und 20 Oberleitungsschäden sind bisher gemeldet. In der Hauptsache sind die
Straßenbahnlinie vom Spittelmarkt über die Leipziger Straße bis zum Potsdamer Platz in
Mitleidenschaft gezogen.

Omnibus
Der Omnibusbetriebshof Zehlendorf ist durch 3 Sprengbomben schwer getroffen. Geringe
Wagenverluste. Ein Russe wurde getötet. Verwaltungsgebäude in der Saarlandstraße 111 [heute Stresemannstraße] ist durch
Brandbombe bis zum 3. Stockwerk abgebrannt.

Gaswerke
Werke sind nicht getroffen worden. Im Rohrnetz eine Reihe ortbegrenzter Schäden, an
deren Beseitigung gearbeitet wird.

Wasserwerke
Wasserwerke sind nicht getroffen. Bisher sind 55 Schadenstellen im Rohrnetz festgestellt. Davon 8 größere, 3 in Zehlendorf, 1 in Britz, 1 in Neukölln, 1 in Lichterfelde und
2 in Stadtmitte.
Die vorübergehende Drucksenkung durch starke Löschwasserentnahme ist fast wieder
behoben.

Bewag
Das Abspannwerk in der Mauerstraße ist durch Sprengbombe getroffen. Der Stadtkern ist dadurch
spannungslos. Umschaltmaßnahmen sind im Gange. Der genaue Schaden ist noch nicht zu übersehen.
Das Ortsgebiet Zehlendorf war vorübergehend spannungslos, da mehrere KV-Kabel b schädigt worden
sind. Außer in der Innenstadt bestehen keine Stromversorgungsschwierigkeiten.

Charlottenburger Wasserwerke
40 Rohrbrüche, 10 größere. 25 Trupps unterwegs mit etwa 100 Mann.

Bisher 153 Gefallene
173 Verwundete

Personenschäden.

rd. 400 Verschüttete, von denen 186 lebend, 87 tot geborgen wurden. Vermißt bleiben noch etwa 120 Personen.

Berichte der Hauptluftschutzstelle der Stadtverwaltung Berlin 789

Vorläufige Zahl der Obdachlosen.

Mitte 150 Zehlendorf 4000
Tiergarten 1000 Schöneberg 600
Kreuzberg 2000 Steglitz 2000
Charl. 60 Tempelhof 300
Wilmersdorf 50 Neukölln 3600
3260 Spalte 1 3260 insgesamt 13760

Quelle: Demps, Luftangriffe auf Berlin, dort: LAB, A Rep. 001-02, Nr. 702, Bl. 68 ff.; s. a. LAB, A Rep. 005-07, Nr. 559, o. Bl.

Bunker — Reviews

Hitler – Das letzte Jahr — Buchbesprechung


Ernst Reuß bespricht im „Historischen Sachbuch“: Harald Sandner, Hitler – Das letzte Jahr, Chronologie einer Apokalypse, Berlin Story Verlag, Berlin 2018, 678 Seiten, 49,95 €

„… Nun hat Sandner mit „Hitler – Das letzte Jahr, Chronologie einer Apokalypse“ aufs Genaueste dessen letztes Lebensjahr nachgezeichnet und in einem neuen, umfangreichen Buch veröffentlicht. Im letzten Jahr Hitlers sind laut Sandner mehr Opfer zu beklagen als in den viereinhalb Jahren des Zweiten Weltkrieges zuvor. Die Chronik ist sehr detailliert und kenntnisreich, außerdem wird sie durch interessantes, bisher unveröffentlichtes Bildmaterial, sowie um eine Lageskizze und den architektonischen Aufriss der Gebäude, in denen Hitler verkehrte, ergänzt. Dazu vermengt Sandner tägliche Arztbulletins von Hitlers Leibarzt Morell, einschließlich der unappetitlichen Beschreibung seiner Stuhlproben, mit von der um sich schlagenden Nazijustiz verhängten Todesurteilen wegen Defätismus. Ein atemloser Geschichtsspaziergang durch das letzte Jahr Hitlers …“

Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Ernst Reuß im „Historischen Sachbuch“

Harald Sandner, Hitler – Das letzte Jahr, Chronologie einer Apokalypse, Berlin Story Verlag, Berlin 2018, 678 Seiten, 49,95 €

 

 

Medizinische Versorgung im Bunker — wie war das?

Gab es im Bunker medizinische Versorgung? Gab es Medikamente oder Verbandszeug? Nein, hätte es geben können, es war in großen Mengen vorhanden, aber die SS rückte es nicht raus.
Gab es Wasser? Nein, die Leitungen waren zerbombt, die Pumpe ging nicht mehr. An der Schwengelpumpe holen die jungen Leute Eimer voll Wasser – unter Beschuss. Konnten die Kinder und Babys im vierten Stockwerk versorgt werden? Nein, es war die Zeit vor Pampers. Die Windeln hätten ausgekocht werden müssen. Was geschah mit den Toten? Die wurden abends vor die Tür gelegt.

Wir berichteten heute einer Gruppe aus Belgien mit tiefgehendem medizinischen Interesse.