Extinction Rebellion am Potsdamer Platz


Ich war zwei Stunden am Potsdamer Platz und habe mir die Aktion angesehen. Die Teilnehmer kamen in kleinen Gruppen. Es stand keine einheitliche Organisation dahinter. Sie waren im Alter von Oberstufe (Herbstferien) oder Studenten. Gar nichts so wenige Ältere dazwischen. Der Älteste war ein einsamer trotzkistischer Agitator – auch er kommt vor. Es hat mich erinnert an die sehr viel größere Demonstration „Unteilbar“ im Oktober 2018, bei der die Teilnehmer ebenfalls einem eher allgemeinen Aufruf gefolgt sind. Die menschen, die ich heute gesehen habe, wären einem Aufruf von „Friday for future“ sicher in ähnlicher Weise gefolgt.

Schlechte Zeit für die Verkäufer von Tickets für die Stadtrundfahrten. Sie können wohl noch nicht glauben, dass keine Busse mehr kommen. Zeitung lesen könnte nützlich sein.

Gute Zeiten für die Polizisten. Alle sind brav. Auch beim Wegtragen der Letzten am Abend, als ich nicht mehr dabei war.

Schwäne finden die Treppe gut

Jetzt watscheln die Schwäne über die Treppe auf die Wiese, freuen sich und fressen. Es hat mehr als eine Woche gedauert, bis sie diesen neuen Weg gefunden haben. Die jungen Schwäne hechten dann mit einem Bauchplätscher zurück. Und ganz neu: Jetzt flattern sie auch an anderen Stellen aus dem Engelbecken auf die Wiese und vergnügen sich.

Berlin Story Verlag — neu im Oktober: 1945 – Preußen – Akzisemauer – Fluchthelfer – Räte Republik Westberlin

Eine Backpfeife für den kleinen Goebbels, Johanna Ruf

2. Auflage soeben erschienen
Preis: 12,95 €

Heute lebt Johanna Ruf in einem Seniorenheim in Berlin. Neulich am 1. September war sie ausführlich im Fernsehen. Überhaupt, nachdem dieses Tagebuch von ihr im Berlin Story Verlag erschienen ist, hat sich ihr Leben geändert. Jetzt ist wieder richtig was los. Immer wieder kommen Leute vom Fernsehen aus unterschiedlichen Ländern und drehen mit ihr, der letzten Überlebenden aus dem Lazarett vor dem Führerbunker. Andere wollen Autogramme. Davon raten wir strikt ab. Nur nicht. Was sind das für Typen?

Johanna Ruf ist die Zeugin des Untergangs. Im Anhalter Bahnhof versorgte sie Flüchtlinge. Im Lazarett Soldaten. Sie trifft die Goebbels-Kinder und hastet durchs Granatfeuer.

Die Tagebücher des Grafen Lehndorff
Neue ISBN 978-3-95723-169-7
Neuer Preis: 49,95 €
Dieses Buch gibt es bei uns seit 2007. Es erschien in zahlreichen Auflagen. Wer sich mit Friedrich dem Großen und seinem Hofstaat beschäftigt, für die oder den ist dieses Tagebuch eine der wertvollsten Quellen.

»Der König ist bei seinem Souper in der Laune, daß er auf alle Welt schilt; so sagt er zum alten Grafen Podewils, daß es für einen Staatsminister eine Schande sei, am hellen Tage in ein Bordell zu gehen

Ernst Ahasverus Heinrich Graf von Lehndorff wurde 1745 von Friedrich II. an den Hof gerufen, im Alter von 19 Jahren. Als Kammerherr von Königin Elisabeth Christine und engster Vertrauter der königlichen Familie führte er ein geheimes Tagebuch, respektloser als Sophie Marie Gräfin von Voß,  reicher an Details als Dieudonné Thiébault (beide ebenfalls erschienen im Berlin Story Verlag).


Die Berliner Akzisemauer, Helmut Zschocke

erscheint Mitte Oktober, 3. Auflage,

ISBN 978-3-95723-096-6
Preis: 24,95 €
Das Buch kostet momentan gebraucht 294,90 € plus 6,95 € Porto. Kein Witz. Sie können ja mal bei Booklooker gucken. Die Nachfrage nach dem Buch über die erste Berliner Mauer ist so groß, dass wir nachdrucken.
Diese Mauer war auch »die« Mauer, von 1735 bis 1869. Die Berliner AKZISEmauer war 134 Jahre lang Zollgrenze für das Säckel der Herrschenden und gegen die Schmuggler. Darüber hinaus war sie Militär- und Polizeimauer. Schließlich wurde sie abgerissen. Danach hat kein Berliner Bauwerk eine solche Karriere gemacht wie ihr einziges noch erhaltenes Tor – das Brandenburger Tor.

 


Fluchthelfer, Klaus-M. v. Keussler, Peter Schulenburg
erscheint Ende Oktober neu
ISBN 978-3-95723-013-3
Preis: 19,95 €

Einen Tunnel gruben sie in Sichtweite des Berlin Story Verlags von West nach Ost. Das klappte trotz enormen Aufwands nicht – aufgrund der Mauern des Kanals.

Aber 57 Menschen flüchteten 1964 durch einen Tunnel in der Bernauer Straße in den Westen. Unter dem Namen »Tunnel 57« ist das spektakulärste Vorhaben der Fluchthelfergruppe um den Jenenser Wolfgang Fuchs in die  Geschichte eingegangen.

Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg waren damals 23 Jahre alt. Nach der Vorlesung an der Freien Universität fahren sie zum Tunnelgraben. Woher das Geld nehmen für Werkzeug, Schippen, Kabel, Birnen, Essen?
Wie gelangen die Abstützbalken in den Keller? Schießen die Grenzposten, wenn etwas schief geht? Brauchen wir Waffen? Wie erkennt man Spitzel?


RRWB – Räterepublik Westberlin

Graphic Novel

Jörg Ulbert (Autor), Jörg Mailliet (Illustrator, Thomas Jaedike (Autor)

erscheint Ende Oktober 2019

ISBN 978-3-95723-137-6
Preis: 29,95 €
Wenn es anders gekommen wäre, wenn die Linke damals an die Macht gekommen wäre: Eine Reise durch eine alternative Vergangenheit: Ein Jahr nach dem Mord an Benno Ohnesorg im Juni 1967 ist West-Berlin eine Räterepublik. Unter Führung von Horst Mahler, Rudi Dutschke und Otto Schily hat sich die Studentenbewegung weiter radikalisiert und den Klaus-Schütz-Senat weggeputscht.

Lange Haare, faire Löhne, freie Liebe. Die Räterepublik West-Berlin, RRWB, will beweisen, dass Basisdemokratie kein Hirngespinst bleiben muss. In heller Panik verlassen die alten Eliten den Westteil der Frontstadt; Zehntausende Hippies rücken nach.

Die Brücke, die uns verbindet

Hitler geschrumpft — Visit Berlin vs Berlin Story Bunker

Im Checkpoint schreibt Anke Myrrhe heute über die Fortsetzung der Geschichte zwischen Visit Berlin und dem Berlin Story Bunker. Es geht um eine Anzeige auf einem Stadtplan, die sich da irgendwie draufgemogelt haben muss, denn vor Druck hat sie offenbar Keine oder Keiner wahrgenommen. Die Zahlung dafür wurde aber angenommen :)

Jetzt sollen 200.000 Stadtpläne entsorgt werden. Den ganzen Hintergrund von „Die Geschichte entsorgen – Werbung einstampfen“ finden Sie hier …

So sieht der inkriminierte Stadtplan aus:

 

„Alles wieder im Bunker. Enno Lenze, Betreiber des Berlin Story Museums am Anhalter Bahnhof, und Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker haben sich wieder vertragen. Der Streit um einen zu großen Werbeschriftzug für Lenzes Hitler-Ausstellung (CP vom 25.9.) auf Kiekers Stadtplänen ist ausgeräumt. Beschwerden habe es nicht gegeben, es sei eine interne Abwägung gewesen, sagte ein Sprecher gestern dem Checkpoint. „Wir haben überlegt, welche Wirkung die Anzeige haben könnte und fanden, dass in der Anzeige das Wort ‚Hitler‘ zu prominent zu sehen war. Deswegen haben wir vermutet, es könnte missverstanden werden.“ Man hat sich nun darauf geeinigt, dass das Wort „Hitler“ in kleinerer Schriftgröße abgedruckt wird. Die 200.000 gedruckten Stadtpläne mit der Anzeige wurden nicht verteilt. Lenze möchte die Pläne haben und verschenken. Dazu ist er mit Visit Berlin noch im Gespräch. „Es wäre ja unsinnig die Stadtpläne in den Müll zu schmeißen.“

Vergleicht man diese Aussage mit der vorigen, dass die Pläne seit vielen Wochen verteilt wurden, dass sich Endkunden und Kollegen beschwert haben, bleibt davon nichts. Gar nichts. Man könnte sagen, das war an der Wahrheit haarscharf vorbei. Der Plan wurde noch gar nicht verteilt, was nichts mit dieser Anzeige zu tun hat. Endkunden können sich also nicht beschwert haben. Und Kollegen hätten sich nicht beschwert, teilte ein Sprecher von Visit Berlin gestern dem Tagesspiegel mit – siehe oben.

Es hat sich bei uns noch nie jemand über diese Werbung beschwert. Die Besucher kommen ja gerade, weil sie wissen wollen, wie es geschehen konnte. Hitler ist die bekannteste deutsche Persönlichkeit weltweit, ob uns das passt oder nicht. Leute finden vielleicht Deutschland nicht auf dem Globus oder einer Weltkarte, aber sie wissen, wer Hitler ist. Sie wissen, welche Verbrechen von Deutschland unter seiner Führung ausgegangen sind – und können es nicht verstehen, nicht in Beziehung setzen zu dem Deutschland und dem Berlin, das sie kennen. Die Änderung der Anzeige beruht also nicht auf tatsächlichen Beschwerden, sondern auf einer Spekulation „welche Wirkung die Anzeige haben könnte.“

Um was geht es eigentlich?

So sah die Anzeige ursprünglich aus:

Und so könnte sie demnächst mit geschrumpften Hitler aussehen:

 

Der letzte Tag der DDR — 2. Oktober 1990

Der Checkpoint des Tagesspiegels greift die Aktion im Engelbecken auf

Die Aktionstage „Gemeinsame Sache“ gehen in die Verlängerung – Wieland Giebel von „Berlin Story“ teilte am Sonntag mit: „Drei E-Scooter aus dem Engelbecken gefischt“ – Ul Vohrer und Marek Claaßen waren zur Bergung der Roller („Lime“) in die Brühe gesprungen, damit die Akkus den See nicht vergiften. Zusatzfund: ein Leihfahrrad („Deezer“). Nachbarn hatten beobachtet, wie Jugendliche die Fahrzeuge voller Freude ins Wasser geworfen hatten. Giebels Kommentar: „Wir lassen uns nicht entmutigen und machen auch weiter, wenn gerade kein Tagesspiegel-Aktionstag ist.“ Fotos von Jörg Simon gibt’s hier zu sehen.

Auch anderswo gelten E-Scooter als Ärgernis – in San Francisco haben vier weitere Unternehmen eine Zulassung „gewonnen“, erwartet werden 10.000 Elektroroller auf den Straßen, und „District 3 Supervisor“ Aaron Peskin sagt: „These people are creating scooter-geddon part two.“ (Q: „SF Examiner“)

http://utf.rdir.de/form.do?agnCI=875&agnFN=fullview&agnUID=D.B.CK2C.BAfA.BnlLH.A.dGFNRpbTCqrdxdlJEjP0OXhqLNJ07rOmJVorLhNj1tH2ExSQetCAX1WgRYECL4AWxmqfOKy32_4qnyhIj_pO_Q

Das Engelbecken retten — jetzt Scooter raus holen

„Das hat ihnen irre Freude gemacht, die Scooter ins Engelbecken zu schmeißen. Es waren mehrere junge Männer, gut gekleidet, südländisch aussehend – am Mittwoch.“ Das berichtete ein Nachbar. Am Sonnabend stiegen Ul Vohrer und Marek Claaßen in den See und holten drei Scooter heraus. Die Batterien würden den See vergiften.

Die Schwäne hatten sich eher etwas Eßbares erwartet – keinen Blei-Gel-Akku.
Fotos: Jörg Simon

Das nachbarschaftliche Engagement ist unglaublich – ohne Auftrag, ohne Prestige-Gewinn, einzig und allein um unsere schöne Lebenswelt zu schützen – auch wenn es immer wieder zu Vandalismus kommt.

Erst vor wenigen Tagen gab es zusammen mit dem Tagesspiegel eine große Reinigungsaktion, an der 45 Nachbarn teilnahmen.

Nachbarn und der Bürgerverein Luisenstadt kamen am 14. September 2019 zusammen, um gründlich zu putzen. Ul Vohrer stieg schon damals ins Wasser und holte jede Menge Müll aus dem Engelbecken.

Drei solche Scooter wurden aus dem Engelbecken geholt.
Dieses Foto: Petra Falkenberg

Zusatzfund: Ein Leihfahrrad.

Heimatkunde Kreuzberg mit Stephen P. Halbrook — Wie die Nazis die Juden entwaffneten

Um Stolpersteine zu erklären, ist nicht das beste Wetter. Stephen P. Halbrook (rechts) läuft beim Marathon mit und ist mit Familie wieder einige Tage zuvor nach Berlin gekommen. Der Anwalt beim US-Supreme Court hat im Berlin Story Verlag ein Buch veröffentlicht:  Fatales Erbe. Hitlers Waffengesetze – Die legale Entwaffnung von Juden und „Staatsfeinden“ im „Dritten Reich“

Die Nazis übernahmen ein Gesetz aus der Weimarer Republik, verschärften es und entwaffneten die Juden. Das geht in unserer Geschichtsschreibung total unter. Wir hatten vorher nie etwas davon gehört und waren überrascht, dass ein US-Amerikaner kommen und uns das erhellen muss.

Rechts das Haus ist auch historisch, Dresdener Straße 10, wo heute DIE GRÜNEN sind. Dort gründete Wieland Giebel 1971 den Elefanten Press Verlag (mit).

 

 

Die Geschichte entsorgen: Visit Berlin will hunderttausende Stadtpläne mit unserer Werbung einstampfen

Das Ganze läuft noch. Es ist unglaublich. Die Geschichte soll entsorgt werden. Unserer Werbung in den Schredder – hundert tausendfach! „Hitler – wie konnte es geschehen“ soll geschreddert werden.

Es handelt sich um die Frage, die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Neueröffnung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand stellte (Welt 2.7.2014); die Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble immer wieder stellt; die die maßgebliche 2000-Seiten-Hitler Biografie von Ian Kershaw eröffnet.

Der Checkpoint, der morgendliche Newsletter des Tagesspiegels mit Lorenz Maroldt als Chef, griff am Mittwoch, dem 25. September 2019 einen unscheinbaren Tweet von Enno Lenze auf:

Checkpoint 25. September:

Für das Berlinmarketing sucht der Senat keinen Slogan, sondern ein „Gestaltungsprinzip“ (CP von gestern). Verabschieden wir uns also hier mal CP-offiziell von früheren Sprüchen – erledigt sind u.a.:

„Berlin hat Tag und Nacht geöffnet“
„Berlin ist eine Reise wert“
„Berlin liegt in Berlin“
„Mir geht‘s Berlin“
„Berlin tut gut“
„Be Berlin“

An „Jeder einmal in Berlin, jeder einmal in der Reichshauptstadt“ möchte sowieso niemand mehr erinnert werden.

Apropos Reichshauptstadt: „Visit Berlin“ hat gerade Hitler besiegt – die offizielle Marketingorganisation des Senats lässt den aktuellen Touristenstadtplan einstampfen, weil dort der Name des Diktators erwähnt ist. Enno Lenze, Chef des „Berlin Story Bunkers“ am Anhalter Bahnhof, hatte in dem Flyer für seine Dauerdokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ geworben, doch jetzt teilte die „Visit Berlin“-Produktionsabteilung dem engagierten Faschismus­-Aufklärer per Mail über dessen Agentur Folgendes mit:

Seit Ende Juni sind bereits die touristischen Stadtpläne im Umlauf. Leider habe ich seitdem vermehrt Beschwerden meiner Kollegen und auch Endkunden erhalten, die sich an der Anzeige von dem Anzeigenkunden ‚Historiale Berlin / Berlin Story Bunker‘ stören. Speziell geht es um die kleine Anzeige auf der Kartografie in den Sprachen ES, FR, IT und DE, bei der der Schriftzug ‚Hitler‘ sehr sehr aufdringlich und sichtbar ist. Um hier weiteren Unmut zu vermeiden, haben wir uns dazu durchgerungen, die entsprechenden Stadtpläne neu zu drucken und die Anzeige des Kunden in dem Zuge auszutauschen.“

Und weiter: Lenze soll „eine angepasste Anzeige“ liefern, der Schriftzug möge „nicht so einen großen Raum“ einnehmen, aber „bestenfalls entfällt der Name Hitler in der Anzeige ganz.“ Mit anderen Worten: Die Geschichte Berlins wird umgeschrieben (jedenfalls für Touristen) – sie beginnt am 1. Januar 2009 mit dem Amtsantritt von Burkhard Kieker als Geschäftsführer von „Visit Berlin“. Und damit erklären wir die Prospekte der Berlin-Werber für entnazifiziert. Allen anderen empfiehlt der Checkpoint einen Besuch in Enno Lenzes Bunker, über den Israels Botschafter Jeremy Issacharoff sagt:

„Ich war sehr beeindruckt und bewegt. Eine extrem effektive Erinnerung daran, wie wir jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bekämpfen sollten.“

Soweit ein Auszug aus dem Newsletter, der von den Meinungsmachern, Politikern und gesellschaftlich Interessierten in Berlin (und anderswo) gelesen wird, der erheblichen Einfluss hat.

Worum geht es eigentlich? Visit Berlin verteilt in den Berlin Tourist Info-Centern kleine Broschüren, die für die Berlin Welcome Card werben. Die Broschüren sind ebenso wir die Stadtpläne (teilweise oder ganz) durch Werbung finanziert. Auch wenn man auf die Homepage von Visit Berlin geht wo Tickets angeboten werden, sind das finanzierte Anzeigen. Man kommt da nicht drauf ohne zu zahlen.

„Hitler – wie konnte es geschehen“ wirbt mit dem Logo seit Anfang an – und nur damit. Denn darum geht es: Warum die Deutschen Hitler blind folgten, warum sie bis zum Ende mitgemacht haben, wie sie zu Mördern wurden. All das wird im Berlin Story Bunker ausführlich geschildert. Da Hunderttausende Besucher kommen, fast ausschließlich Individualbesucher, also nicht Gruppen oder Schulklassen, kann man davon ausgehen, dass sich diese Frage weiterhin vielen Menschen aus vielen Ländern stellt. 70 Prozent unserer Besucher sind zwischen 25 und 35 Jahre alt.

Wie sieht die inkriminierte Werbung eigentlich aus?

Rechts der Umschlag, es folgen einige Seiten Berlin – modern, creative and cosmopolitan. Werbung für den Museums-Pass, Werbung für das Centrum Judaicum, Werbung für das Theatertreffen, Werbung für den Tierpark, Werbung für Stars in Concert, für die Berlin Welcome Card, dann ein Stadtplan und auf der hinteren Innenklappe Werbung für „Hitler – wie konnte es geschehen.“

Dann geht es um den Stadtplan, den es in mehreren Sprachen gibt. Man muss da einzeln buchen und zahlen. Alles ganz normal, kein Geheimnis, es ist in jeder Stadt so.

Im Stadtplan sieht die Werbung so aus. (Ein andere kommerzielle Werbung ist abgedeckt.)

Heute, am 26. September 2019, greift Thomas Loy im Tagesspiegel das Einstampfen der Werbung für unsere Dokumentation gegen den Nationalsozialismus als Top-Thema auf der  Berliner Titelseite  auf:

 

Und im Checkpoint macht sich die Karikaturistin Neomi Fearn darüber lustig:

Das Ganze läuft noch. Heute hat sich Enno Lenze, Chef des Berlin Story Bunkers, mit Burkhard Kieker getroffen, Chef von Visit Berlin. Was dabei herausgekommen ist, wird sich zeigen.

 

Die Stellungnahme von Visit Berlin dazu:

Berlin Story dazu:
Wir danken für das Lob der Dokumentation. Burkhard Kieker hat sich auch früher so geäußert und wir haben uns sehr darüber gefreut. Er kennt die Welt, er kennt Berlin und kann das beurteilen.

Zu erwähnen ist, dass wir für die Auslage der Flyer und alle anderen Aktivitäten von Visit Berlin zahlen, einen nicht unerheblichen fünfstelligen Betrag pro Jahr. Das ist normal. Darüber meckern wir nicht. Es möge nur nicht der Eindruck entstehen, es handele sich um eine kostenlose Auslage. Berichte von Journalisten, die über Visit Berlin gekommen sind, sind uns nicht bekannt. Und natürlich checken wir über Google Alerts genau, wer etwas über uns berichtet.