Frankreich empfiehlt den Berlin Story Bunker

Jouxtant la Anhalter Bahnhof (ancienne gare d’Anhalt) dont on peut contempler un reste de façade d’époque, le Berlin Bunker Story vous propose un voyage dans le temps. Conséquence de campagnes militaires de la Royal Air Force, Hitler décide la construction de bunkers à travers le pays et en particulier à Berlin. Celui-ci, achevé au printemps 1942, pouvait offrir refuge à plus de 5000 personnes sur 5 niveaux. Aujourd’hui, le bunker accueille sur 3000m² deux expositions : « Hitler, How could it happen » et « Berlin Story Museum ».

« Hitler, How could it happen » reprend d’abord l’histoire du Führer, sa jeunesse en Autriche, le choc de la Première Guerre mondiale, les différentes étapes son ascension au pouvoir et surtout les massacres dans toute l’Europe dont il est responsable. Si le nom un peu racoleur de l’exposition et la reconstitution d’une pièce du Führerbunker interrogent, la documentation est pour autant exemplaire et le message est sans équivoque. Les photos et les textes sont soigneusement élaborés et on ne laisse ici aucune place aux théories fumeuses. Le bunker d’Hitler, qui se trouvait à deux pas de la chancellerie, a été démoli en 1947 pour que le site ne devienne pas un lieu de pèlerinage.

Enfin, le bunker présente une autre exposition, plus petite, sur l’histoire de Berlin. Toutes les grandes étapes qui ont façonné la ville vous sont racontées via des audioguides.

Le Story Bunker possède dans sa boutique une large collection de livres très imaginés sur des domaines très variés de l’histoire berlinoise.

Märzrevolution — der Bürgerverein ehrt die Toten von 1848, Vorkämpfer unserer Demokratie

Die Berliner Bürgerwehr schießt auf die Arbeiter Berlins. Diese Gedenktafel wurde heute neu vom Bürgerverein Luisenstadt aufgestellt. Sie stand schon 2008 hier, 160 Jahre nach der Märzrevolution von 1848, und wurde von Vandalen zerstört. Rechte? Linke? — Einfach Blödmänner. Im Hintergrund sieht man das Georg-von-Rauch-Haus, ehemals einen Teil von Bethanien. Bethanien war ein riesiges Krankenhaus, das Friedrich Wilhelm IV. weit außerhalb der Tore Berlins bauen ließ, damit Infektionen nicht in die Stadt getragen wurden.

Ronald Pieper, Chef des Bürgervereins, berichtet vor zwanzig Interessierten, relativ weit auseinander stehenden Bürgern, dass wir es als unsere Aufgabe ansehen, auch hier im Kleinen in unserem Viertel an den Kampf für Demokratie damals zu erinnern. Volker Hobrack, links mit Blick zur Kamera, erinnert an die Historiale 2008, als der Verein Historiale mit Re-anactments in der Stadt unsere Vorkämpfer würdigte. Im Hintergrund die Thomaskirche.

So sahen die Revolutionäre aus. Der gemeinnützige Verein Historiale e.V., der später die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ sowie das Berlin Story Museum im Berlin Story Bunker einrichteten, führte 2008 eine Woche hindurch große szenische Darstellungen – Re-enactments, ein Theaterstück im Roten Rathaus, eine historische Talkshow im Abgeordnetenhaus sowie etwa hundert weitere Veranstaltungen durch. Rechts der heutige Bunkerchef Enno Lenze, der diese ganzen Veranstaltungen geplant hatte, und in der Mitte Norman Bösch, heute Leiter des Berlin Story Verlags.

Die Medien berichtete ausführlich. Hier der Tagesspiegel.

Maenner, die Soldaten preussischer Truppen (l.) darstellen, und Maenner, die Revolutionaere mimen, kaempfen am Dienstag (18.03.08) in Berlin auf dem Alexanderplatz waehrend des Geschichtsfestivals Historiale gegeneinander. Mit der sogenannten Historiale wird an die Maerzrevolution vor 160 Jahren im Jahr 1848 erinnert.

Die Berliner Morgenpost (oben) war dabei und diese Schlacht um die Königsbarrikade am Alexanderplatz wurde vom rbb live übertragen.

Die Bürgerwehr auf der Seite des Königs gegen die Aufständigen und gegen die Demokratie. Diese Pickelhauben haben wir damals anfertigen lassen. Vom Deutschen Historischen Museum erhielten wir ein Original. Das Zeughaus Kinnemann baute sie nach. Heute sind die Pickelhauben das Symbol der „Pickelhauben-Zeit“ vor und um die Zeit der Geburt Hitlers. Sie hängen im Berlin Story Bunker.

Ein Darsteller steht am Samstag, 22. Maerz 2008 auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. Blumen auf den Saergen. Im Rahmen der Historiale wurden die Saerge fuer die 183 Gefallenen der Maerzrevolution von 1848 vor dem Deutschen Dom am Gendarmenmarkt aufgebahrt. Waehrend der Historiale werden die Phasen der Maerzrevolution an mehreren Abenden nachgespielt und den Zuschauern praesentiert. —
An actor stands in front of mock coffins during a reenactment of the revolution in 1848 at the Gendarmenmarkt square in Berlin on Saturday, March 22, 2008. The 1848 revolution was a popular uprising across the various German states in an attempt to create a unified Germany.

Johannes Großer, damals Mitarbeiter der Berlin Story, gedenkt der 183 auf dem Gendarmenmarkt aufgebahrten Toten, unserer Vorkämpfer für die Demokratie. Ganz früh an diesem Tag holten wir drei Laster voller Särge aus einer Berliner Sargfabrik. Sie wurden uns für diese Aktion leihweise zur Verfügung gestellt.

Noch eine Anmerkung: Das Geschichtsfestival Historiale wurde von Buchhandlung und Verlag Berlin Story ausgedacht, durchgeführt und finanziert — ohne öffentliche Mittel. So, wie jetzt der Berlin Story Bunker mit der umfangreichsten Dokumentation gegen den Nationalsozialismus weltweit ohne jegliche öffentliche Mittel betrieben wird.

Anmerkung 2: Schwarz-rot-gold ist die Farbe der Revolutionäre gegen den König, gegen Kleinstaaterei, für Demokratie. Es ist unsere Fahne!

Berlin Story Bunker geschlossen

Der Berlin Story Bunker ist ab heute, Freitag, dem 13. März 2020 vorerst bis zum Ende diesen Monats geschlossen. Dann entscheiden wir weiter. Die Mitarbeiterinnen sind bezahlt und ohne Anrechnung von Urlaub freigestellt. Es ist das erste Mal seit 8.148 Tagen der Berlin Story, dass zu ist. Bei jedem Umzug Unter den Linden hatten wir auf, bei der Pleite 2011 (als Folge der Finanzkrise) sofort am nächsten Tag in einer Seitenstraße neu eröffnet. Hier kann man die ganze Geschichte der Berlin Story seit dem 20. November 1977 nachlesen. https://www.berlinstory.de/ueber-uns/chronologie/

Wo war mein Großvater 1945?

Ein Bunkerbesucher aus Großbritannien fragt, wo eigentlich sein Großvater, der rechts mit Kippe im Munde und Hand in der Tasche, 1945 um 20.30 Uhr genau war, als er in der Hermann Göring Kaserne ankam. Problem des Bunkerbesuchers war, dass so viele Eigennamen in den Aufzeichnungen seines Großvaters falsch geschrieben waren, so wie sie klangen. Dadurch lässt sich kaum etwas richtig googeln. Hier stehen britische und russische Offiziere zusammen am Brandenburger Tor und tauschen Zigaretten aus. Diesmal war es so einfach zu helfen.

Daily Sketch: Officers of the advance party of the British occupation force share cigarettes with Russian officers in Berlin.  In the background is the war scarred Brandenburg Gate, 2 July 1945. 

Enno Lenze bei Talk im Turm mit Gunnar Schupelius

Enno Lenze berichtet Gunnar Schupelius in der Sendung Talk im Turm eine halbe Stunde lang darüber, wie es eigentlich mit dem Bunker anfing und welchen Vorlauf wir mit Geschichtsvermittlung durch die Historiale hatten und welche Hühnerställe er demnächst in Flüchtlingslagern in Kurdistan/Nordirak baut.

Die Rettung des kleinen Schwans am Engelbecken

Es ist grausam, wie die Eltern Schwan mit den Kindern umgehen, wenn sie neue machen wollen. Fünf junge Schwäne sind so heftig von ihrem Vater gebissen worden, dass sie schon vor einigen Wochen abgehauen und von menschlichen Helfern zum Urbanhafen gebracht wurden, wo mehr Platz ist. Die Projektgruppe Engelbecken kümmert sich darum. Es ist kaum vorstellbar, welche Brutalität in der Tierwelt ganz normal zu sein scheint. Der kleinste, damals noch schwache junge Schwan, durfte noch etwas bleiben – bis heute. Hier sitzt er auf dem Trockenen, im Café am Engelbecken. Er traut sich nicht zurück ins Wasser.

Akin und Cheena vom Café am Engelbecken sind inzwischen erfahrene Schwanenfänger. Sie kümmern sich um alles rund ums Engelbecken. Decke drüber und ab in den Umzugskarton.

Kurze Fahrt zum Urbankrankenhaus. Akin erinnert vorher daran: Auf die Seite, da ist es für den Schwan einfacher, nicht so hoch.

Am Restaurantschiff Van Loon wundern sich die Mitarbeiterinnen, erkennen den Notfall und übernehmen die Kamera.

Was muss das für ein Gefühl sein, wenn der Karton sich öffnet — wie wenn die Tür vom Knast aufgeht.

Riech die Freiheit!

Und dann das: Richtung Urban. Nur nicht! Psychos, Fixer, Alkis und jede Menge andere, aber das ist nichts für einen jungen Schwan.

Der Sprung in die Freiheit! Wie Conrad Schumann.

Endlich wieder im richtigen Element, die Federn gebauscht, alles überstanden.

Und dann die Danksagung! — Kein Thema, gern gemacht. Laß es Dir gut gehen.

100 Jahre – die zwanziger Jahre in Berlin

Ein literarischer Abend mit dem Berlinologen MICHAEL BIENERT

»Michael Bienert ist eine Art literarischer GPS-Scout, der für jedes hauptstädtische Planquadrat Romanfiguren, Plot Points oder biografische Aufenthaltsorte von Schriftstellern beizubringen weiß.« (DIE WELT) MICHAEL BIENERT, „Handlungsreisender in Sachen Literatur“ (taz), ist u.a. Verfasser der wunderbaren Berliner Literaturführer „Döblins Berlin“, „E.T.A. Hoffmanns Berlin“, „Kästners Berlin“ und „Brechts Berlin“. „Wer mit Bienerts Wegweiser durch die Goldenen Zwanziger durch die Stadt geht, wird sich begeistern.“ BERLINER MORGENPOST. Michael Bienert liest aus seinem Werk und tritt ins Gespräch mit Christine Gläser, der Gastgeberin des Kultursalons Dahlem.

Ein literarischer Erlebnisabend mit Musik der Goldenen Zwanziger Jahre!

Buch Cover Die Zwanziger Jahre in Berlin



Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Samstag, 28. März 2020 | Beginn: 19:00 Uhr

Wie melde ich mich an ?

Bitte melde Sie sich über die E-Mail-Adresse kultursalon@chelang.de an .

Wir bitten um Platzreservierungen unter: kultursalon@chelang.de

Wo finden die Veranstaltungen statt?

Die Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Klinik Pacelliallee in der Pacelliallee 6, 14195 Berlin statt.

Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme kostet 10€ (inkl. Mwst.).

Zurück in Berlin, im Verlag und im Bunker

Das war vor zwei Tagen – vor dem großartigen Nationalmuseum Qatars in Doha. Jetzt bin ich wieder in Berlin, im Verlag und im Bunker. Was zwischendurch passiert, die fünf Wochen Bildungsreise in sieben Ländern Asiens, findet man auf twitter.com/WielandGiebel

3. Februar 1945 — Bomben auf Kreuzberg

Oranienstraße nach dem Bomenbangriff vom 3. Februar 1945. Passanten bauen aus Trümmersteinen neben einer zerstörten Straßenbahn einen Notsteg. Foto: Bundesarchiv 183-J31346

„… 2250 Tonnen wogen die Bomben, die die Amerikaner auf das winzige Viertel abgeworfen hatten, danach lag das berühmte Exportviertel zwischen dem Landwehrkanal und der Ritterstraße in Trümmern. Das Gebiet wurde hermetisch abgeriegelt, drei Tage und drei Nächte lang hörte man das Rumpeln der Rollwagen zwischen den Trümmern, deren traurige Fracht nur notdürftig mit Planen bedeckt war. »An den Seiten sah man überall die Füße mit den Schuhen – Männer und Frauen –, die Köpfe lagen zur Wagenmitte …«

Lesen Sie den vollständigen Beitrag über den Angriff am 3. Februar 1945 in der Kreuzberg Chronik …

Berlin Guides 1945 Ein US-Stadtführer und ein französischer Stadtführer aus der unmittelbaren Nachkriegszeit zusammen in einem Buch. Mit vielen Bildern der bombenzerstörten Stadt. Dazu ein historischer Nahverkehrsplan und eine dreisprachige Einleitung (deutsch, englisch, französisch).

Weiter auf Twitter — Pause im Blog

Gnadenlos — der Wecker. Dieser Blog, das Tagebuch, macht Pause. Weiter kann man Wieland Giebel auf seiner Reise und Enno Lenze auf Bunkerwache auf Twitter verfolgen. Da braucht man keinen Account, kann einfach klicken. twitter.com/wielandgiebel