OP Bunker Teichstraße mit Berliner Unterwelten

Bunker Teichstraße Reiner Janik

Reiner Janik erläutert, welch ungheure Arbeit es war, den Bunker zu entrümpeln, Betonaufschüttungen wegzuhämmern, die alten, schweren Stahltüren wieder einzusetzen, die Einrichtung zusammenzusuchen. Jetzt kann den Besuchern vermittelt werden, wie es damals war.

Bunker Teichstraße Portal

Vor dem Hauptportal des ehemaligen Humboldt-Krankenhauses, das im Laufe der Jahre und der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme mehrere Namen trug. Heute befindet sich dort ein Teil des Bezirksamts.

Bunker Teichstraße Gang

Ein langer Gang verbindet das Krankenhaus mit dem Bunker. Hier wurden die Patienten zum OP gerollt.

Bunker Teichstraße OP

Der Operationsraum. in langwieriger Arbeit wurde das alte medizinische Gerät gesucht, gefunden, aufgebaut. Dabei halfen auch Herstellerfirmen.

Reiner Janik führt für Berliner Unterwelten durch den ehemaligen Operationsbunker am Humboldt-Krankenhaus in Reinickendorf.

Insgesamt, so sah es der „Führerbefehl“ vor, sollten 30 Krankenhausbunker gebaut wurden, 23 davon wurden realisiert, nur fünf sind abgerissen, alle anderen gibt es noch, aber nur dieser eine hier wurde von Berliner Untwelten in den historischen Zustand versetzt.

Die Bunker mußten Decken haben, die direkte Bombentreffer überstehen. Die Decken der bunker waren 1,40 m, später bis zu 2,30m dick. Keiner der Berliner Bunker wurde durchschlagen.

Dieser Bunker vom Typ A hat einen OP-Saal. Die Bunker des Typs B wie zum Beispiel die Kreißbunker, in denen die Geburten stattfanden, hatten zwei OP-Säle oder einen Kreißsaal und einen OP-Saal.

Die Eingänge zu den Bunkern sind so verwinkelt, weil ein 90 Grad Winkel entscheidend zur Abnahme des Drucks führt, der durch Bombeneinschlag außen verursacht wird.

Bunker über Bodenniveau brauchen weniger dicke Seitenwände. Der Druck von Bomben im Boden überträgt sich stärker.

Im Bunker wurde ein leichter Überdruck hergestellt, damit kein Giftgas eindringen konnte.

Die Luftfilter funktionierten mit Aktivkohle.

Berliner Unterwelten erhielt für die Restaurierung den Berline Bauherrenpreis 2012.

Mehr über die Führung, die immer am ersten Sonntag des Monats stattfindet, und wie man daran teilnehmen kann, auf der Seite der Berliner Unterwelten …

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