NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg

Etwas zugewachsen inzwischen. So sieht heute aus, was Hitler damals vom Berghof aus sah.

Das Anwesen damals. Hitler verbrachte etwa ein Drittel seiner Regierungszeit in den Alpen.

Der Diktator lebte wie eine Künstlernatur. Er schlief lang, hatte keinen geregelten Alltag, es gab kaum noch Besprechungen mit den Ministern. Wo Hitler war, war die Macht des „Dritten Reichs.“ Deswegen beschreibt das „Hitler-Itinerar“ Tag für Tag, wo er sich aufhielt, mit wem er sprach, worüber, und wie Hitler von einem Ort zum anderen kam,

Auch aus dem Panoramafenster schweifte der Blick in die Weite in die Berge.

 

Heute informiert das Dokumentationszentrum Obersalzberg über die NS-Diktatur. Es liegt ein kleines Stück entfernt, ist gut mit einem Linienbus erreichbar und hat mehr als 170.000 Besucher pro Jahr. Der Weg vom Bahnhof Berchtesgaden ist immer auch englisch mit Eagel’s Nest ausgezeichnet.

Nachdem „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker nahezu fertiggestellt ist, wurde es Zeit, die Dokumentationen am Donnerstag, den 22. Juni 2017 zu besuchen, die sich mit dem Thema befassen, also den Obersalzberg bei Berchtesgaden, das NS-Dokumentationszentrum München und das Dokumentationszentrum Reichsparteitag in Nürnberg.

 

Dart, Bowling, Kegeln im Bahnhof Berchtesgaden. Was sagt uns das? Von dieser Seite ist es nicht gut zu erkennen …

Aber vom Gleis 1 aus erkennt man den vergleichsweise kleinen Ankunftstrakt für Staatsgäste, der voll erhalten aber nicht ausgewiesen ist. Der Durchgang führte damals zur eigener Vorfahrt. Von dort aus ging es dann direkt hoch auf den Obersalzberg zum „Führer“.

Dokumentation Obersalzberg, auf dem Sockel eines alten Gebäudes und mit Durchgang zu einem Tunnelsystem, das man besichtigen kann.

Die Empfangsszene mit Hitler als Vorkämpfer und Erlöser.

Die Dokumentation wurde etwa um das Jahr 2000 erarbeitet. Überwiegend sind es Text Bild Tafeln.

In der oberen Etage geht es weiter. Schwerpunkt ist die Zeit Hitlers auf dem Berghof, eingerahmt vor der gesamten Geschichte des Nationalsozialismus.

Als die Dokumentation entwickelt wurde, waren die Texte noch länger und die Abbildungen kleiner als in jüngeren Ausstellungen.

Hitler auf dem Sockel. Auch im Deutschen Historischen Museum steht Hitler auf dem Sockel und auch in der Dokumentation zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Man fragt sich, ob den Ausstellungsmachern nichts besseres einfällt, als den Massenmörder auf einem Denkmalsockel zu präsentieren.

 

Richtig interessant ist das Tunnelsystem.

Es war nicht als letzter Regierungssitz für den Notfall geplant.

Die Anwesen der Nazi-Schergen, die allmählich alle gerne ein Haus auf dem Obersalzberg in der Nähe des „Führers“ hatten, waren miteinander verbunden. Die ursprüngliche Bevölkerung wurde vertrieben.

Ausgeschildert ist alles gut. Besucherführung ist tatsächlich eine der wichtigen Fragen bei der Planung.