Nazis schicken Arzt nach Paris — danach ist der Patient tot — wird aber Märtyrer

Die Nazis ließen auch schon mal einen über die Klinge springen, wenn es darum ging, einen Märtyrer zu schaffen.

Dr. Karl Brandt, der Leibarzt des „Führers“ wird nach Paris zum Botschaftssekretär vom Rath geschickt. Nur leicht angeschossen war vom Rath nach der ärztlichen Visite zügig tot.

 

Zwei Tage später kam es zur „spontanen“ Reichskristallnacht, Juden wurden zusammengeschlagen, in KZs gebracht,  Ihre Synagogen und Häuser angezündet.

 

Wie nach dem Reichstagsbrand, als die Opposition mit brutaler Gewalt ausgeschaltet wurde,  diente den Nazis der Tod des Botschaftssekretärs als Vorwand. Hermann Göring brachte nach dem Pogrom gegen die jüdischen Deutschen eine Verordnung durch, dass „die Juden“ eine Milliarde Reichsmark als Sühne aufbringen mussten.

 

Hier hier rechts ist das Original Dokument aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amts, wie Karl Brand in Paris angekündigt wurde.

 

Wie in den vorhergehenden Blogposts geht es um die Vorbereitung der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker. Im Mai ist Eröffnung.

 

Ausführlich über diesen Fall berichtet Armin Fuhrer in seinem hervorragend recherchierten und geschriebenen Buch „Herschel. Das Buch ist für jeden ein Erkenntnisgewinn, der sich für junge Helden interessiert, für das Leben von Juden zur Zeit des Nationalsozialismus und für die ungeheure Brutalität der Nazis. Man kann es gut ab 14 Jahren lesen. Herschel war 18, als er Ernst vom Rath anschoss. Er wollte ein Signal setze.