Museen, die Kulturwelt und was sie verpennen

deutscher-michelWie aus überzogenem und blinden Nationalismus schließlich Nationalsozialmus wurde, das sah die Kulturwelt in der späten Weimarer Republik und blickte stumm dabei zu.

 

Wie heute, wo die Brandstifter, der zunehmende Nationalismus und der fremdenfeindliche Hass mitten unter uns sind und kaum jemand aus den Museen oder Theatern sich rührt.

 

Martin Roth, der deutsche Chef des Victoria & Albert Museums in London lässt sich in der aktuellen ZEIT über die behagliche Kulturnation aus – die zuschaut, wie in Europa mehr und mehr der Nationalismus um sich greift. Man dürfe die Direktoren und Kuratoren nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.

 

Und, ganz merkwürdig: Roth sagt, er träume vielleicht von einem Edwin Redslob des 21. Jahrhunderts.

 

Wer war das denn?

 

Der Gründer des Tagesspiegels, der Gründer des Berlin Museums und der Gründer des Vereins der Freunde des Stadtmuseums (dessen Vorsitzender ich derzeit bin).

 

Wie großartig wäre es, sagt Martin Roth, wenn jeder, der in Europa verantwortlich sei für die Zeugnisse der Geschichte, aufstehen und erklären würde, zu welchem kulturellem Selbstmord ein übersteigerter Nationalismus führt.