Montag, 9. M

Treffen der Buchhändlerinnen und Buchhändler
Monatlich sitzen wir zusammen, diesmal ging es in vielen Punkten um die Struktur, die immer weiter dem Wachstum angepaßt werden muß – im Januar 80 Prozent über dem Vorjahresmonat. „Jede macht alles“ geht nicht mehr, die schon begonnene Arbeitsteilung nach Themen wird fortgesetzt. „Wünsch Dir was“, hatten wir heute. Preußen, Kochen, Krimis, T-Shirts, Frauen … Die Sachgruppen werden aufgeteilt, neu zugeordnet, dann schreibt jede neu einen Arbeitsplan.
Täglich gibt es vor der Frühschicht und vor der Mittagsschicht eine Besprechung: Was ist heute im Laden los, also welche Besucher werden erwartet (wir haben jeden Tag Gäste, die empfangen, geführt, informiert werden). Welche neuen Bücher kommen von uns, von anderen Verlagen? Was ist in der Stadt los – ITB oder wilde Demos. Worauf wollen wir heute besonders achten? Blaue Augen der Kunden zählen, auf einen neuen Titel hinweisen, den Flyer für den Salon mitgeben.
Viele Pläne werden aufgestellt: Rotation an der Kasse, im Laden, der Ausbildungsplan für die fünf bis sechs Azubis wird verfeinert. Die Termine für die Mitarbeiterentwicklungsgespräche auf Abteilungsebene werden festgelegt. Schließlich gab es Berichte darüber, wie weit die Ausstellungsgruppe mit der Planung ist, wie weit die Filme sind, die im Laden und im Schaufenster laufen sollen.
Zum Abschluß kam das Thema auf, wie wir uns verhalten, wenn eine Gruppe Spanierinnen im Sommer 100 Kühlschrankmagnete zu 1,80 Euro das Stück einzeln mit Schleifchen verpackt haben möchte.

Maria Luisa Cocozza. Sie ist keine neue Praktikantin aus Italien, sondern die Journalistin, die vom den Fall der Mauer im Film The Making of Berlin italienisch live berichtet. Damals war sie beim Privatsender Tele Monte Carlo, später bei Canale 5. Das berichtete ein Besucher.

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