Montag, 20. Februar 2006

Heute ging eine wichtige Internetseite Berlins ans Netz www.Buergerverein-Luisenstadt.de. Wichtig, weil man da sieht, was bürgerliches Engagement in der Stadt erreichen kann. Wo ist eigentlich die Luisenstadt? Genau das erfährt man auf dieser Seite.

Zu der Diskussion um Friedrich dem Großen in unserem Schaufenster, den Langen Kerls und dem Geschichtsverständnis nimmt Karin Tietjen Stellung:
Im Beitrag von Eva Giloi im H-Net, dem Geschichtsportal, vertritt die Historikerin die These, dass die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Zusammenarbeit mit dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz unter Leitung des Direktors Kloosterhuis sich darum bemüht, mit der Dauerausstellung in Schloß Paretz über Königin Luise und der Dauerausstellung der ‚Langen Kerls’ in Königs Wusterhausen sowie mit den restaurierten Hohenzollernpalästen und dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses sowohl das Kulturgut der Hohenzollern als auch die Geschichte der Hohenzollerndynastie zu rehabilitieren.
 
Richtungsweisend für diese neue Berlin-Identität sei die Berlin Buchhandlung ‚Berlin Story’. Frau Prof. Dr. Eva Giloi bemerkte während ihres Berlinaufenthalts, daß das heutige Berlin Unter den Linden weniger von der Reiterstatue Friedrich des Großen dominiert wird, sondern vielmehr von der überdimensionalen Büste Friedrichs II. im Schaufenster Unter den Linden 40 und durch die Wandgemälde von Luise und Lola sowie der Buchhandlungspräsentation zur Geschichte Berlins in der ‚Berlin Story‘.
Sie meint, die Hohenzollern seien somit angemessen in das Stadtbild des neuen Berlins integriert, zumindest so lange sie auf Friedrich und Luise als Symbole der Kunst und der Kultur, der feministischen Ermittlung und des weiblichen Charmes begrenzt werden. Denn Schuld und Verantwortung seien mit der Dauerausstellung über Wilhelm I. nach Königs Wusterhausen delegiert worden.

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